- 28.05.2024, 13:26:08
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Finanzminister von Österreich, Slowenien und Kroatien fordern Fortschritte bei der Kapitalmarktunion
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Schaffung der Kapitalmarktunion und die Förderung von Investitionen standen im Fokus des trilateralen Treffens in der Steiermark
Utl.: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Schaffung der
Kapitalmarktunion und die Förderung von Investitionen standen
im Fokus des trilateralen Treffens in der Steiermark =
Wien (OTS) - Finanzminister Magnus Brunner traf heute, am 28. Mai, in
der Steiermark seine slowenischen und kroatischen Amtskollegen Klemen
Boštjančič und Marko Primorac, um die bilateralen Beziehungen und
guten wirtschaftlichen Verbindungen weiter zu vertiefen.
„Für uns als kleine, exportorientierte Nation ist es entscheidend,
dass Europa auf einen soliden Wachstumskurs zurückfindet. Um Vorhaben
wie den Green Deal finanzieren zu können, brauchen wir florierende
Unternehmen und wachsenden Wohlstand. Es braucht daher sozusagen
einen New Deal für den Green Deal“, erklärte Finanzminister Brunner
bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen.
Empfangen wurden die drei Finanzminister von Landeshauptmann
Christopher Drexler in der Steiermark, die seit jeher als Bindeglied
zwischen den drei Ländern fungiert und damit den idealen Ort für den
Austausch bot.
Landeshauptmann Christopher Drexler: „Die Steiermark ist der Dreh-
und Angelpunkt zu unseren Nachbarstaaten. Wir sind eine starke Region
im Herzen Europas und tragen mit den Verbindungen zu Slowenien und
den Regionen Kroatiens dazu bei, dass dieses Herz kräftig schlägt.
Das tun wir etwa über unsere Kooperation in der Alpen-Adria-Allianz
aber auch weit darüber hinaus. Wir lernen voneinander, wir
profitieren voneinander und wollen ausgehend von vielen bilateralen –
und heute sogar trilateralen – Treffen noch enger zusammenarbeiten.
Kroatien und Slowenien sind wichtige Märkte für unsere steirische
Wirtschaft. Die heutigen Beratungen und vereinbarten Ziele der
Finanzminister sind daher auch bedeutend für die Steiermark und für
die erfolgreiche Zukunft unseres Landes im Wettbewerb der
europäischen Regionen.“
Wie Europa, aus einer Pandemie und einer Energie- und Teuerungskrise
kommend, wirtschaftlich gestärkt werden kann, war unter anderem Thema
des heutigen Arbeitstreffens. „Aus unserer Sicht ist die
Kapitalmarktunion eines der Schlüsselprojekte der EU, da die
Entfesselung der Kapitalmärkte wesentlich für das Wirtschaftswachstum
und die Sicherstellung der notwendigen Investitionen in den grünen
und digitalen Wandel ist“, sagte Brunner.
Damit die geplanten grünen und digitalen Ziele erreicht werden
können, wären laut Kommission jährliche Investitionen in Höhe von 500
bis 800 Milliarden Euro notwendig. Zum Vergleich: Der
Wiederaufbaufonds der Kommission umfasste knapp 800 Milliarden Euro
über sieben Jahre verteilt.
Gemeinsame Erklärung verabschiedet
„Kein Budget der Welt kann diese Wende alleine stemmen, es muss dafür
privates Kapital mobilisiert werden. Deshalb haben wir heute auch
eine gemeinsame Erklärung an die Europäische Kommission beschlossen“,
so Brunner weiter.
In der Erklärung heben die drei Finanzminister angesichts der Wahlen
zum Europäischen Parlament im Juni sowie des bevorstehenden Beginns
des neuen Gesetzgebungszyklus der EU eine Reihe von gemeinsamen
Prioritäten hervor. Dazu zählen insbesondere die Harmonisierung des
regulatorischen Rahmens und die Reduzierung von Bürokratie, vor allem
wenn es um die Finanzierungsbedürfnisse von kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU) geht.
Als zentrales Ziel ist in der Erklärung die Kapitalmarktunion
enthalten. Konkret soll die Kapitalmarktunion einheitliche
Rahmenbedingungen für Börsengänge erleichtern und harmonisieren,
Anreize im Steuersystem setzen, damit Investitionen attraktiver
werden sowie die Finanzbildung verstärken, damit eine stärkere
Beteiligung der Bevölkerung am Kapitalmarkt stattfinden kann. Seit
dem Start der Initiative wurden erhebliche Fortschritte erzielt, um
die Funktionsweise der europäischen Kapitalmärkte zu verbessern.
„Wir brauchen europaweit eine kluge Finanz- und Wirtschaftspolitik.
Es ist wichtig, dass wir nicht jeder für sich, sondern gemeinsam
handeln. Nur so können wir einen gut funktionierenden Binnenmarkt
sicherstellen, der auch private Investitionen anzieht, die Europa so
dringend braucht“, betonte Finanzminister Brunner abschließend.
Fotos: https://bit.ly/450WBHp
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