• 04.04.2024, 06:00:03
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Weltweite Greenpeace-Umfrage: Über 80 Prozent der Befragten wollen Ende der Plastikflut

Rund 20.000 Menschen in Österreich und weiteren 18 Ländern befragt - Politik muss im UNO-Plastikabkommen Plastikproduktion bis 2040 um 75 Prozent reduzieren

Utl.: Rund 20.000 Menschen in Österreich und weiteren 18 Ländern
befragt - Politik muss im UNO-Plastikabkommen
Plastikproduktion bis 2040 um 75 Prozent reduzieren =

Wien (OTS) - Kurz vor dem Start der vorletzten Verhandlungsrunde für
ein weltweites Plastikabkommen, hat Greenpeace heute eine groß
angelegte repräsentative Umfrage veröffentlicht. Das klare Ergebnis:
Die überwältigende Mehrheit der rund 20.000 Befragten aus 19 Ländern
- darunter Österreich, China und Indien - wollen ein Ende der
Plastikflut. 82 Prozent wünschen sich dafür, dass weniger Plastik
hergestellt wird, 90 Prozent fordern statt Einwegverpackungen
Mehrweglösungen. Die Zustimmung aus Österreich ist ähnlich hoch (84
sowie 88 Prozent). Greenpeace fordert von der für Österreich
zuständigen Klimaministerin Gewessler, sich für ein starkes Abkommen
einzusetzen: Bis 2040 müsse die Plastikproduktion um 75 Prozent
reduziert werden.

Greenpeace-Sprecherin Jasmin Duregger: “Plastik müllt unsere Meere zu
und verpestet unsere Felder. Die Menschen in Österreich und weltweit
haben den Ernst der Lage erkannt und sagen ‘Nein’ zur Plastikflut.
Jetzt müssen die Politikerinnen und Politiker ein starkes
UNO-Plastikabkommen beschließen, das unsere Zukunft sichert. Es gibt
Alternativen zu Einwegplastik, wir müssen sie nutzen und der
Umweltverschmutzung der Konzerne endlich einen Riegel vorschieben.”

Unter den Industrieländern herrscht in Österreich die höchste
Zustimmung für starke Ziele gegen die Plastikflut. So sprechen sich
76 Prozent der rund 1.000 Befragten in Österreich dafür aus,
Verpackungen aus Einwegplastik etwa für Lebensmittel, Kleidung oder
im Versandhandel weltweit gänzlich zu verbieten. 88 Prozent der
Befragten wünschen sich zudem, dass im Plastikabkommen der Umstieg
von Einwegplastik auf Mehrwegverpackungen verankert wird. Um
Mehrwegsystemen umsetzen zu können, sind laut Umfrage leichte
Verfügbarkeit, fairer Preis und Komfort am wichtigsten. Wie sich
Plastik auf die Gesundheit auswirkt, beschäftigt viele: Drei Viertel
sorgen sich über mögliche gesundheitliche Schäden durch Plastik auf
sich und ihr Umfeld. Die weltweiten Ergebnisse der Befragung zeigen,
dass vor allem Menschen in Ländern im Globalen Süden, die am
stärksten von beispielsweise verschmutzten Flüssen und Meeren
betroffen sind, die Plastikproduktion eindämmen wollen. Darunter
fallen etwa die Philippinen, Indonesien, Brasilien, Ägypten und
China.

“Die Plastik-Krise bekommen wir nur in den Griff, wenn weniger
Plastik produziert wird. Der Schlüssel dafür ist ein starkes globales
Plastikabkommen, das die Plastikherstellung bis 2040 um 75 Prozent
reduziert”, sagt Duregger. “Österreich und die EU müssen die
Verhandlungen vorantreiben und sicherstellen, dass das
Plastikabkommen ein Erfolg wird.”

Hintergrund:
Die Untersuchung wurde im Auftrag von Greenpeace International von
Censuswide durchgeführt. Es wurden 19088 Bürger:innen in
Großbritannien, den USA, Kanada, Indien, Brasilien, Ägypten,
Deutschland, Mexiko, Südafrika, den Philippinen, Indonesien, Japan,
Thailand, Korea, China, den Vereinigten Arabischen Emiraten,
Malaysia, Österreich und Norwegen durchgeführt. Die Daten wurden
zwischen dem 16.02.2024 und dem 26.02.2024 erhoben.
Die vorletzte Verhandlungsrunde zum UNO-Plastikabkommen findet von
23.-29. April in Ottawa, Kanada statt. Die letzte Runde folgt im
November in Südkorea.

Ergebnisse der Umfrage sowie einen Factsheet zum UNO-Plastikabkommen
finden Sie hier: https://act.gp/3PzvaxL

Bildmaterial finden Sie hier: https://act.gp/3IMPWWT
Unter Angabe der Credits stehen die Fotos kostenfrei zur
redaktionellen Nutzung zur Verfügung.

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