- 02.03.2024, 13:30:17
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OMV Petrom-Plattform verrostet im Schwarzen Meer – Greenpeace fordert Aufklärung
Whistleblower-Aufnahmen zeigen bedenklichen Zustand der Plattform 7 – OMV muss Verantwortung übernehmen
Utl.: Whistleblower-Aufnahmen zeigen bedenklichen Zustand der
Plattform 7 – OMV muss Verantwortung übernehmen =
Wien/Bukarest (OTS) - Ein Whistleblower hat sich äußerst besorgt mit
Fotoaufnahmen (https://act.gp/3wB7J0x) von der OMV Petrom
Offshore-Plattform 7 im Schwarzen Meer an Greenpeace gewandt. Die
Bilder zeigen bedenkliche Schäden an tragenden Elementen der
Plattform, wie Expert:innen gegenüber Greenpeace bestätigen.
Greenpeace ist alarmiert über die Betriebstauglichkeit der Plattform
und die Gefahren, die ein möglicher Unfall sowohl für die dort
beschäftigten Arbeiter:innen, als auch für das Schwarze Meer hätte.
Die Umweltschutzorganisation hat die Aufnahmen an die zuständigen
Behörden weitergeleitet und fordert eine umgehende Untersuchung.
Surya Jaikaran, Energieanalystin bei Greenpeace International, die
zuvor neun Jahre bei internationalen Öl- und Gaskonzernen arbeitete,
sagt: “Die Fotos deuten darauf hin, dass die Schutzschichten der
Träger korrodiert sind, was sich auf die Wandstärke auswirkt. Die
Wandstärke der Träger und des Unterwasserfundaments sind so
ausgelegt, dass sie den dynamischen Belastungen durch Wellen,
Strömungen und dem Gewicht der Plattform selbst, standhalten. Wenn
die Korrosion die Wandstärke beeinträchtigt, ist die
Widerstandsfähigkeit der Plattform gefährdet und das Risiko von
Arbeitsunfällen und Umweltkatastrophen steigt deutlich.”
Die Plattform 7 ist Teil des Istria Perimeters vor der Küste
Rumäniens – dort fördert die OMV Petrom Öl und Gas. Derzeit verfolgt
die OMV noch weitere Gasprojekte in der Region. Rund 100 Kilometer
entfernt befindet sich das derzeit in Planung befindliche
Mega-Gasprojekt Neptun Deep. “Die Whistleblower-Aufnahmen deuten auf
einen unverantwortlichen Umgang der OMV Petrom mit ihren
existierenden Plattformen hin. Es stellt sich die Frage, ob ein
Konzern, der scheinbar fahrlässig mit seinen bestehenden Plattformen
umgeht, Genehmigungen für neue Gasprojekte wie Neptun Deep erhalten
sollte. Bevor die OMV Petrom weitere tickende Zeitbomben in das
Schwarze Meer setzen darf, muss zuerst die Sicherheit der bestehenden
Plattformen geprüft werden”, fordert Jasmin Duregger, Klima- und
Energieexpertin bei Greenpeace in Österreich.
Fossiles Gas heizt die Klimakrise an, egal ob es aus Russland oder
aus der EU kommt. Statt nach neuen Quellen zu suchen, muss als erstes
der Gasverbrauch gedrosselt werden. Ein großer Hebel liegt in der
Industrie. Greenpeace fordert deshalb ein verbindliches und
sanktionierbares Reduktionsziel von jährlich fünf Prozent weniger Gas
für Unternehmen. Zudem sollte bis 2035 im Niedertemperaturbereich
vollständig auf Wärmepumpen umgestiegen werden.
Die Fotos von der Plattform 7: https://act.gp/3wB7J0x
Ausführliche Analyse der Energieanalystin: https://act.gp/3uSEKoj
Unter Angabe der Credits © Greenpeace stehen die Fotos kostenfrei zur
redaktionellen Nutzung zur Verfügung.
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