• 28.02.2024, 10:11:44
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  • OTS0071

Greenpeace zum Treffen der Raumordnungslandesräte: Scheinheilige Inszenierung von LR Achleitner

Umweltschutzorganisation sieht in der von LR Achleitner einberufenen Konferenz eine weitere Scheindiskussion, die von echtem Bodenschutz ablenkt - Bodenschutzstrategie gefordert

Utl.: Umweltschutzorganisation sieht in der von LR Achleitner
einberufenen Konferenz eine weitere Scheindiskussion, die von
echtem Bodenschutz ablenkt - Bodenschutzstrategie gefordert =

Wien (OTS) - Das morgige Treffen der Raumordnungslandesräte auf
Einladung des ÖVP-Landesrat Achleitner in Linz kritisiert Greenpeace
als lächerliche Farce. LR Achleitner hat sich in der Vergangenheit
vor allem durch seine Blockade gegen ein konkretes Reduktionsziel für
den Bodenverbrauch in Österreich ausgezeichnet. Dass nun ausgerechnet
LR Achleitner zu einer Diskussion über Bodenschutz lädt, ist nicht
mehr als eine scheinheilige Inszenierung.

Melanie Ebner, Greenpeace-Bodenschutzsprecherin, sagt dazu: “Gerade
ÖVP-LR Achleitner wehrt sich mit Abstand am vehementesten gegen
jegliche Verbindlichkeit in Sachen Bodenschutz, beruft aber dennoch
eine Konferenz dazu ein. Das ist an Absurdität kaum zu übertreffen.”
LR Achleitner stellt sich nicht nur gegen eine konkrete
Boden-Verbrauchsgrenze, sondern versucht wiederholt, ein solches
Reduktionsziel als unmöglich darzustellen. “LR Achleitner lässt sich
ständig neue Ausreden einfallen, um ein verbindliches Reduktionsziel
zu vermeiden”, sagt Ebner und erinnert an den Fall Ohlsdorf, das wohl
jüngste Katastrophenbeispiel für fahrlässige Bodenverschwendung in
Oberösterreich, wozu es Kritik vom Rechnungshof hagelte.

Anstatt über effektive Maßnahmen zu diskutieren, die den
Bodenverbrauch rasch eindämmen, zweifelt LR Achleitner die
Berechnungen zur Bodenversiegelung in Oberösterreich an: Der ÖVP-LR
ließ Ende letzten Jahres eigene Berechnungen anstellen, um sich gegen
die Kritik von NGOs zu rechtfertigen und öffentlich eine
Scheindiskussion anzuzetteln. “Man kann nicht alles schönrechnen,
auch wenn ÖVP-LR Achleitner es immer wieder probiert. Denn auch in
den eigenen Berechnungen schießt Oberösterreich weit über das Ziel
hinaus. Ein Baulandzuwachs von 0,8 ha täglich durch Umwidmung alleine
in Oberösterreich ist kein Grund zum Feiern, wenn bundesweit nicht
mehr als 2,5 ha pro Tag verbraucht werden sollten”, sagt Melanie
Ebner. “Außerdem darf der ÖVP-LR Achleitner nicht vergessen, dass -
egal, ob es sich um Flächeninanspruchnahme oder tatsächliche
Versiegelung handelt - in beiden Fällen wichtige landwirtschaftliche
Flächen verloren gehen."

Im Schnitt verlor Oberösterreich alleine seit 2017 jährlich ca. 1.000
ha Landwirtschaftsflächen. Diese Entwicklung ist fatal, vor allem für
die noch kleinstrukturierte Landwirtschaft, die heimischen Bäuerinnen
und Bauern sowie die Eigenversorgung Österreichs mit Lebensmitteln.
“Statt Scheindiskussionen zu führen und heuchlerische Konferenzen
einzuberufen, müssen sich LR Achleitner und die übrigen Mitglieder
der Österreichischen Raumordnungskonferenz endlich auf die immer noch
ausständige Bodenschutzstrategie einigen - und zwar mit einer
konkreten Verbrauchsgrenze”, so Ebner abschließend.

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