• 30.01.2024, 08:58:53
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ÖGB-Schumann an Raab und Kocher: „Machen Sie Österreich zu einem Vorbild bei Prävention und Bekämpfung von Gewalt am Arbeitsplatz!“

Vizepräsidentin des ÖGB fordert Bundesregierung auf, ILO-Übereinkommen 190 endlich zu ratifizieren

Wien (OTS) - 

Seit Jahren ist ein signifikanter Anstieg von Gewalt am Arbeitsplatz festzustellen. Während zahlreiche Staaten das ILO-Übereinkommen Nr. 190 ratifiziert haben, dass das Recht auf eine Arbeitswelt frei von Gewalt und Belästigung weltweit festschreibt, bleibt Österreich noch immer untätig. „Wann wird das Übereinkommen endlich ratifiziert?“, fragt Korinna Schumann, Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende des ÖGB, in Richtung Frauenministerin Susanne Raab und Arbeitsminister Martin Kocher. 

Gerade in den vergangenen Jahren, in denen Beschäftigte – auch durch Corona-Maßnahmen-Gegner – vermehrt verbalen und physischen Übergriffen ausgesetzt waren, hat die Bedeutung dieses internationalen Abkommens weiter zugenommen. Länder wie Italien, Griechenland, Großbritannien, Argentinien und Südafrika haben ILO-190 bereits ratifiziert, Deutschland und Frankreich bereiten diesen Schritt vor. „Die österreichische Bundesregierung hingegen scheint das Thema nicht auf der Agenda zu haben“, bemängelt Schumann. 

„Das ILO-Übereinkommen schützt alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und weist auf die große Verantwortung bei der Bekämpfung von Gewalt und Belästigung hin“, so die ÖGB-Vizepräsidentin. „Die Bundesregierung ist dringend ersucht, die Ratifizierung und Umsetzung des Übereinkommens auf den Weg zu bringen.“ 

Es brauche aber nicht nur die rasche Ratifizierung des Übereinkommens, sondern auch umfassende Maßnahmen zur Prävention von Gewalt am Arbeitsplatz, die über den gesetzlichen Rahmen hinausgehen. „Sonntagsreden und Lippenbekenntnisse sind zu wenig! Österreich soll sich rasch und umfassend zur Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt bekennen – machen Sie unser Land durch konkrete Schritte zum Vorbild. Das geht nur mit einer intensiven Einbindung der Sozialpartner – der ÖGB ist bereit“, schließt Schumann.

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Martin Mandl
0660 5212646
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