• 13.12.2023, 08:47:33
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  • OTS0019

Greenpeace zu UN-Klimagipfel: Anfang vom Ende der fossilen Energien

Dubai sendet starkes Zeichen zum Ausstieg aus fossiler Energie, riskante Schlupflöcher bleiben bestehen - Greenpeace fordert Absage von Gasprojekten in Österreich

Utl.: Dubai sendet starkes Zeichen zum Ausstieg aus fossiler
Energie, riskante Schlupflöcher bleiben bestehen - Greenpeace
fordert Absage von Gasprojekten in Österreich =

Wien/Dubai (OTS) - Die Klimakonferenz in Dubai endet für Greenpeace
heute mit einem Hoffnungsschimmer für den Klimaschutz. Die
Verhandlungen starteten mit einem erfreulichen, schnellen Beschluss
zum Finanztopf für klimabedingte Schäden und Verluste. Nach einem
wochenlangen Ringen um den fossilen Ausstieg im Abschlussdokument,
bekennt sich die Weltgemeinschaft heute nicht nur zum Ausbau
erneuerbarer Energien, sondern auch zum ersten Mal in 30 Jahren zu
einem Ende von Kohle, Öl und Gas. Gefährliche Schlupflöcher bleiben
im Abschlusstext jedoch bestehen, so wird die Tür für
Technologiemärchen wie die Kohlenstoffspeicherung und Atomkraft offen
gehalten und klimaschädliches Gas verharmlost. Trotzdem ist klar: Der
Beschluss sendet das bitter benötigte Zeichen aus Dubai an die Welt,
dass ein lebenswerter Planet innerhalb des 1,5 Grad Limits nur
erhalten werden kann, wenn das fossile Zeitalter endlich beendet
wird. Jetzt gilt es den Worten, Taten folgen zu lassen. Die nun
heimkehrende Klimaministerin Leonore Gewessler muss den fossilen
Ausstieg auch in Österreich umsetzen und neue Öl- und Gasprojekte
zusammen mit dem Bergbauminister Magnus Brunner per Gesetz absagen.

"Endlich wird der Teufel beim Namen genannt. Die fossile Industrie,
die mit ihrem skrupellosen Handeln das Klima zerstört und
Menschenleben bedroht, hat ein Ablaufdatum erhalten. Das ist ein
wichtiger Schritt nach vorne und ein echter Hoffnungsschimmer am
Horizont”, zieht Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei
Greenpeace in Österreich Bilanz. “Besorgniserregend ist jedoch, dass
das Abschlussdokument Schlupflöcher enthält, die gefährlichen
Scheinlösungen wie der Kohlenstoffspeicherung oder Atomkraft Tür und
Tor öffnen. Österreich darf sich davon nicht beirren lassen und muss
auch hierzulande Öl- und Gasprojekten eine klare Absage erteilen", so
Duregger weiter. Neben dem fossilen Ausstieg fordert das
Abschlussdokument die Staaten auch auf erneuerbare Energien
auszubauen, schneller aus der Kohle auszusteigen und die Emissionen
im Verkehrssektor zu senken.

Als Folge des Ergebnisses in Dubai muss auch Österreich das Ende der
fossilen Energien besiegeln. Den schlimmsten Klimaextremen zum Trotz,
setzt man hierzulande auf einen fossilen Expansionskurs und hat erst
kürzlich neue Gasbohrungen im oberösterreichischen Molln genehmigt.
Greenpeace geht gerichtlich gegen diesen Bescheid vor und appelliert
gleichzeitig an die Regierung, den fossilen Gasträumen ein für alle
mal einen Riegel vorzuschieben. Ein Gesetz, das neue Öl- und
Gasbohrungen verbietet und bestehende Förderung bis 2035, ist
dringend notwendig. “Die österreichische Regierung untergräbt
zusehends ihre Glaubwürdigkeit auf der globalen Bühne. Für den
fossilen Ausstieg zu rennen und gleichzeitig neue Gasprojekte im
eigenen Land zu erlauben, passt nicht zusammen. Ein klares Gesetz zum
Ende der fossilen Ausbeutung ist nötig”, so Duregger abschließend.

Bildmaterial zur COP28 finden Sie hier: https://act.gp/41jlsnS
Unter Angabe der Credits steht das Material zur redaktionellen
Nutzung zur Verfügung.

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