• 23.10.2023, 11:00:02
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Bargeld ist in Österreich weiterhin das beliebteste Zahlungsmittel

Neue Studie der Nationalbank zum Zahlungsverhalten privater Haushalte

Utl.: Neue Studie der Nationalbank zum Zahlungsverhalten privater
Haushalte =

Wien (OTS) - Die aktuellen Ergebnisse der von der Oesterreichischen
Nationalbank (OeNB) durchgeführten Zahlungsmittelumfrage zeigen, dass
am Point-of-Sale (POS) in Österreich weiterhin am liebsten mit
Bargeld bezahlt wird. Die repräsentativen Daten liefern Einblicke in
das tatsächliche Zahlungsverhalten der Österreicherinnen und
Österreicher. Durchschnittlich haben sie 102 EUR Bargeld direkt in
der Geldbörse, 2021 lag dieser Wert noch bei 95 EUR.

Die OeNB lässt regelmäßig eine bundesweit repräsentative
Bevölkerungsbefragung zum Zahlungsverhalten privater Haushalte
(Frauen und Männer ab dem 16. Lebensjahr) durchführen. Dabei wurden
2022/2023 1.400 Personen in einer Kombination aus persönlichen und
Online-Interviews befragt, von denen 568 zusätzlich ein sogenanntes
Zahlungstagebuch führten, in dem sie sämtliche Zahlungstransaktionen
über den Zeitraum von sieben Tagen aufzeichneten. Dies ermöglicht
einen sehr präzisen Blick auf das tatsächliche Zahlungsverhalten der
Menschen in Österreich.

Bargeld ist für 93 % das „optimale Zahlungsmittel“ am POS

Trotz eines in den letzten Jahren stark gewachsenen Onlinehandels ist
der stationäre Handel mit einem Anteil von 84 % aller getätigten
Zahlungen immer noch mit Abstand der wichtigste Ort für Einkäufe.
Dabei ist Bargeld für 93 % der Befragten das „optimale
Zahlungsmittel“. Zusätzlich erreichen auch Zahlungskarten mit und
ohne Code-Eingabe hohe Zustimmungswerte (88 % bzw. 76 %). Bezahlapps
via Mobiltelefone oder sogenannte Wearables werden deutlich weniger
positiv wahrgenommen und erreichen Werte unter 30 %, allerdings mit
altersabhängigen Unterschieden.

Bei 77 % der Zahlungen unter 10 EUR wird in Österreich bar bezahlt.
Eine Aufschlüsselung nach Betragsgröße der Transaktionen am POS
zeigt, dass mehr als ein Drittel der Transaktionen (36 %) einen Wert
von 10 EUR oder weniger aufweisen. Auch für Zahlungen bis zu einem
Betrag von 50 EUR ist Bargeld das bevorzugte Zahlungsmittel. Bei
Zahlungen zwischen 50 EUR und 100 EUR greifen jedoch 52 % der
Befragten bereits bevorzugt zu Zahlungskarten (47 % zur Debitkarte, 5
% zur Kreditkarte).

Bargeld mit höchsten Transaktions- und Volumenanteilen,
Zahlungskarten beim Volumen fast schon gleichauf

Die Transaktions- und Volumenanteile der Zahlungsmittel am POS
zeigen, dass sich der Trend der letzten Jahre hin zu bargeldlosen
Zahlungen zwar fortsetzt, aber Bargeld noch immer das in Österreich
am häufigsten verwendete Zahlungsmittel an der Kassa ist. Insgesamt
wurden im Rahmen des Zahlungstagebuchs 2022/2023, gemessen an der
Transaktionsanzahl, im stationären Handel bzw. am POS fast zwei
Drittel aller Transaktionen (63 %) mit Bargeld getätigt. Der
Transaktionsanteil der Zahlungskarten beträgt 30 %. Gemessen am
Transaktionsvolumen hat Bargeld mit 48 % ebenfalls den höchsten
Anteil. Der volumenmäßige Unterschied zu den Zahlungskarten hat sich
jedoch im Vergleich zur letzten Erhebung deutlich auf nun zwei
Prozentpunkte verringert.

Zustimmung zum Bargeld wieder auf Vor-COVID-Niveau

Nahezu alle Befragten (95 %) können sich eine Welt ganz ohne Bargeld
nicht vorstellen. Für knapp zwei Drittel (64 %) soll Bargeld seine
derzeitige Bedeutung behalten. Im Zeitvergleich wird deutlich, dass
der negative Effekt der COVID-19-Pandemie auf die Bedeutung von
Bargeld für die Bevölkerung nur vorübergehend war und Bargeld wieder
große Zustimmung erfährt (64 %), während nur 5 % der Befragten
angeben, auf Bargeld gänzlich verzichten zu können.

Die OeNB-Zahlungsmittelstudie ist auf der Website der OeNB verfügbar:

https://www.oenb.at/Presse/thema-im-fokus.html

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