• 26.09.2023, 15:25:38
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Tagung im MAK: 150 YEARS AFTER. Der Erste Kunstwissenschaftliche Congress 1873, die Wiener Weltausstellung und die Museen

Eine Kooperation der Universität Wien, Institut für Kunstgeschichte, Professur Islamische Kunstgeschichte, und des MAK – Museum für angewandte Kunst

Key Visual Tagung im MAK "150 Years After"
Wien (OTS) - 

Zwei kunsthistorisch bahnbrechende Veranstaltungen – der Erste Kunstwissenschaftliche Congress und die Wiener Weltausstellung – markierten im Jahr 1873 einen Wendepunkt für die Kunstgeschichte und für die Museologie. 150 Jahre später, am 6. Oktober 2023, ist das MAK Austragungsort des hochkarätigen Symposiums „150 YEARS AFTER. Der Erste Kunstwissenschaftliche Congress, die Wiener Weltausstellung und die Museen, bei dem im Spiegel der damaligen Erkenntnisse neue Ideen und Perspektiven zur Kunstgeschichte und zur Zukunft von Museen auf der Agenda stehen.

Internationale Expert*innen wie Hans Ulrich Obrist (Artistic Director, Serpentine Galleries, London), Oliver Rathkolb (Professor, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien), Susanne Titz (Direktorin Museum Abteiberg, Mönchengladbach), Nilay Özlü (Professorin, Fakultät für Architektur, Istanbul Technical University), Matthew Rampley (Professor, Institut für Kunstgeschichte, Masaryk University, Brünn) oder Carolin Overhoff Ferreira (Professorin, Institut für Kunstgeschichte, Federal University of São Paulo) beleuchten aus einem globalen Blickwinkel die historische wie zeitgenössische Relevanz von Kunstwissenschaften für die nationale Repräsentation und Museumsarbeit oder auch für die Art, wie Sammlungen entstehen und erforscht werden. Dabei geht es auch um kulturphilosophische Positionen oder um Fragen der Dekolonialisierung.

Die Wiener Weltausstellung war als erste Weltausstellung im deutschsprachigen Raum besonders auf eine neue Internationalität mit Blick nach „Osten“ ausgerichtet. Die Botschaft war, Österreich-Ungarn als handelspolitischen und kulturellen Mittler zwischen „Ost und West“ in einem großen internationalen Kontext zum Ausdruck zu bringen.

Der Erste Kunstwissenschaftliche Congress war eng mit dem MAK verknüpft. Er ging auf eine Initiative von Rudolf Eitelberger, dem Gründungsdirektor des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien (heute MAK) zurück. Die Tagung wurde damals parallel zur Wiener Weltausstellung in der MAK Bibliothek abgehalten. Sie gilt bis heute als ein wichtiger Schritt für die Etablierung der Kunstgeschichte als eigenständiges akademisches Fach.

Ein Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss des Symposiums ist die Podiumsdiskussion „EXPANDED MUSEUM: Perspektiven und Ideen“, bei der Impulse für einen erweiterten Museumsbegriff aus kunstwissenschaftlicher und gesellschaftlicher, aber auch aus architektonischer Sicht entwickelt werden.

Tagung und Diskussionsveranstaltung

Freitag, 6. Oktober 2023, 10.30 bis 20 Uhr, MAK Vortragssaal

10 Uhr Doors Open

10.30 Uhr Begrüßung


10.40 Uhr (RE-)FRAMING 1873: Die Wiener Weltausstellung und der Erste Kunstwissenschaftliche Congress

je 30 Min. Vortrag und 10 Min. Diskussion

Matthew Rampley, Professor, Institut für Kunstgeschichte, Masaryk University, Brünn: 
„The Art History Congress in 1873: Significance and Consequences“ (EN)

Oliver Rathkolb, Professor, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien: 
„Die Wiener Weltausstellung 1873 zwischen „Krähwinkelei“, Turboglobalisierung und dem Beginn des nervösen Zeitalters“ (DE)

Chair: Kathrin Pokorny-Nagel, Leitung Bibliothek und Kunstblättersammlung, MA


12 Uhr Mittagspause


13 Uhr GLOBAL FRAMES: Neue Perspektiven zu Kunstgeschichte zwischen den Kulturen 

Keynotes Teil 1
30 Min. Vortrag und 5 Min. Diskussion

Hans Ulrich Obrist, Artistic Director, Serpentine Galleries, London: 
„Édouard Glissant for Exhibition-Making in the 21st Century“ (DE)

Chair: Marlies Wirth, Kuratorin Digitale Kultur, Kustodin Sammlung Design, MAK
13.35 Uhr Pause 


14 Uhr NEGOTIATING ART HISTORIES: Internationale Kunst auf der Wiener Weltausstellung

14–15.30 Uhr Panel 1
je 20 Min. Vortrag und 10 Min. Diskussion

Christina Baird, Independent Scholar, Wien: 
„E.C. Bowra (1841–1874) and the Chinese Submission to the Vienna Exhibition, 1873“ (EN)

Sven Schuster, Professor für Geschichte, Del Rosario University, Bogotá: 
„Brasilien und Lateinamerika auf der Weltausstellung“ (DE)
(via Zoom)

Mio Wakita-Elis, Kuratorin und Kustodin Sammlung Asien, MAK: 
„Keramik aus Japan auf der Wiener Weltausstellung: Die Sammlungsstrategie des Museums für Kunst und Industrie innerhalb der japanisch-mitteleuropäischen Diskurse“ (DE)

Chair: Lukas Nickel, Professor, Institut für Kunstgeschichte, Universität Wie


15.30 Uhr Pause


16–17.30 Uhr Panel 2
je 20 Min. Vortrag und 10 Min. Diskussion

Markus Ritter, Professor, Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien: 
„What was ‚Islamic‘ and ‚Oriental‘ Art, c. 1873?“ (DE)

Nilay Özlü, Professorin, Fakultät für Architektur, Istanbul Technical University: 
„Objects of the Sultan: The Ottoman Treasury Pavilion in Vienna“ (EN)

Johannes Wieninger, Independent Scholar und ehemaliger Kustode Sammlung Asien, MAK: „Die Wiener Weltausstellung und das Orientalische Museum“ (DE)

Chair: Anja Grebe, Professorin, Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften, Universität für Weiterbildung Krems – Donau-Universität


17.30 Uhr Pause 


18 Uhr GLOBAL FRAMES: Neue Perspektiven zu Kunstgeschichte zwischen den Kulturen 

Keynotes Teil 2
je 20 Min. 

Carolin Overhoff Ferreira, Professorin, Institut für Kunstgeschichte, Federal University of São Paulo: „Dekolonialität als Neudefinition der Moderne“ (DE)

Susanne Titz, Direktorin Museum Abteiberg, Mönchengladbach:
„Framing Theories. Das Museum der Einrahmungen neu denken“ (DE)

Wilfried Kuehn, Partner des Architekturbüros Kuehn Malvezzi, Kurator und Autor, Professor für Raumgestaltung und Entwerfen, TU Wien: 
„dis/play“ (DE)

Chair: Marlies Wirth, Kuratorin Digitale Kultur, Kustodin Sammlung Design, MA


19–19.45 Uhr EXPANDED MUSEUM: Perspektiven und Ideen

Podiumsdiskussion (DE)
ca. 45 Min.

Carolin Overhoff Ferreira, Professorin, Institut für Kunstgeschichte, Federal University of São Paulo

Susanne Titz, Direktorin Museum Abteiberg, Mönchengladbach

Wilfried Kuehn, Partner des Architekturbüros Kuehn Malvezzi, Kurator und Autor, 
Professor für Raumgestaltung und Entwerfen, TU Wien

Moderation: Julienne Lorz, Professorin, Expanded Museum Studies, Universität für angewandte Kunst Wien

Das Symposium wird aufgezeichnet und ist im Anschluss auf YouTube abrufbar: https://www.youtube.com/c/makwien/videos


PRAKTISCHE INFOS 
Teilnahme frei.
Anmeldung erforderlich.
Eingang: Weiskirchnerstraße 3 (gegenüber Stadtpark)
Infos unter: https://www.mak.at/150yearsafter

Rückfragen & Kontakt

MAK Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Judith Anna Schwarz-Jungmann (Leitung)
Sandra Hell-Ghignone, Ulrike Sedlmayr
T: +43 1 711 36-213, -212, -210
[email protected]
MAK.at

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