- 16.09.2023, 10:06:03
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Nationale Finanzstrategie feiert zweijähriges Jubiläum mit über 135 Maßnahmen zur Finanzbildung
Finanzielle Bildung essentiell für Selbstbestimmung; BMF und Stakeholder bieten gemeinsam bereits über 135 Maßnahmen an
Utl.: Finanzielle Bildung essentiell für Selbstbestimmung; BMF und
Stakeholder bieten gemeinsam bereits über 135 Maßnahmen an =
Wien (OTS) - 55% der Menschen in Österreich schätzen ihr Finanzwissen
als sehr oder eher schlecht ein. Besonders junge Menschen weisen
meist ein geringes Finanzwissen auf. Darum wurde vom BMF vor zwei
Jahren, im September 2021, die Nationale Finanzbildungsstrategie
beschlossen. Seither werden laufend Maßnahmen im Rahmen der Strategie
umgesetzt und Maßnahmen vieler Stakeholder auch über die Strategie
angeboten.
Bereits über 135 davon adressieren inzwischen unterschiedliche Themen
wie etwa den Umgang mit Geld, Budgetplanung, Vermögensaufbau und
finanzielle Vorsorge, die Entwicklung eines Bewusstseins für
wirtschaftliche Zusammenhänge, Unterstützung einer sicheren und
informierten Beteiligung an den Finanzmärkten bis hin zum aktuell
ganz besonders relevanten sicheren Umgang mit Krediten und der
Vermeidung von Überschuldung.
Finanzielle Bildung ist Schlüsselwerkzeug für Selbstbestimmung
Im Rahmen der Strategie können Institutionen laufend ihre
Finanzbildungsmaßnahmen im Finanzministerium einmelden und sie damit
im Rahmen der Nationalen Finanzbildungsstrategie laufen lassen. Dank
des Einsatzes der vielfältigen Stakeholder im Bereich der
Finanzbildung können Menschen in Österreich nun zentral auf der
Website des Finanzministeriums auf diese zugreifen:
https://bit.ly/48cCXJu
Finanzminister Magnus Brunner: „Seit zwei Jahren trägt die Nationale
Finanzbildungsstrategie dazu bei, das Verständnis für finanzielle und
wirtschaftliche Mechanismen in der österreichischen Bevölkerung zu
stärken. Diese Bildungsinitiative ist ein Schlüsselwerkzeug für die
Selbstbestimmung im beruflichen und privaten Leben. Sie hilft den
Menschen in Österreich dabei, besser mit Finanzprodukten wie Krediten
und Versicherungen umzugehen, Überschuldung zu vermeiden und Vermögen
aufzubauen. Ein umfassenderes Verständnis dieser Themen ist auch
entscheidend für die persönliche Vorsorge und den Kampf gegen die
Altersarmut. Ich möchte mich herzlich bei allen Institutionen
bedanken, die sich in dieser essenziellen Angelegenheit engagieren.“
Schwerpunkt Finanzkompetenzen für Frauen
Eine eigene Unterarbeitsgruppe mit dem Fokus Frauen und Finanzbildung
erarbeitete ein Guidance Dokument, das dabei helfen soll, gezielt
Finanzbildungsmaßnahmen und -initiativen für Frauen zu entwickeln und
gleichzeitig Stakeholder zu sensibilisieren. Mangelndes Finanzwissen
führt Frauen z. B. im Falle einer Trennung oder längerer Teilzeit oft
in eine prekäre Lage. Darum ist es wichtig, aufzuklären und Mut zu
machen. Höhere Finanzbildung bei Frauen verbessert nicht nur ihre
individuelle Situation, sondern bringt auch allgemeine
wirtschaftliche Vorteile wie das gezielte Adressieren des
Fachkräftemangels oder die Prävention von Altersarmut der
Betroffenen.
Finanzbildungsportal und Lehrmaterialien für Schulen
Im Rahmen der Strategie sollen im Laufe der Jahre 2021 bis 2026 41
Action Tools umgesetzt werden. Die Action Tools sind Ziele wie etwa
die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien für Schülerinnen und
Schüler oder Maßnahmen zur Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern
zum Thema Finanzbildung. Alle der 41 Tools sind inzwischen schon
zumindest einmal durch die Maßnahmen adressiert worden. Trotz der
Erfolge bleibt weiterhin viel zu tun, so werden unter anderem gerade
zwei wissenschaftliche Studien erarbeitet, ein Finanzbildungsportal
entwickelt und digitale Unterrichtsmaterialien für Lehrpersonen und
Jugendliche in Schulen entworfen.
Das bereits bestehende Maßnahmenangebot ist vielfältig: Darunter
bietet etwa die Maßnahme der Stiftung für Wirtschaftsbildung über die
Online Plattform „Wirtschaft erleben“, Unterrichtsmaterialien für
die Sekundarstufe I an und liefert damit vor allem für Pädagoginnen
und Pädagogen einen wertvollen Überblick. Bei der Maßnahme „FLiP
Tour“ des ERSTE Financial Life Parks (FLiP), erfährt man im
Klassenverband oder in größeren Gruppen in einem interaktiv
erlebbaren Museum Finanzbildung auf spielerische Art und Weise. Die
Workshops und Finanzbildungsprogramme der Schuldnerberatungen
Oberösterreich und Wien bieten Jugendlichen die wichtigsten
Basisinformationen und fördern einen bewussten Umgang mit Geld. Neben
vielen anderen Initiativen, die bundesweit oder länderspezifisch
angeboten werden, sorgen auch jene der Oesterreichischen Nationalbank
sowie der Wiener Börse z.B. im Bereich Green Financial Literacy für
ein vielfältiges Angebot.
Minister informiert im Podcast „Finance Friday“ über aktuelle
Finanzthemen
Seit einem Jahr gibt es im Finanzministerium einen hauseigenen
Podcast, den „Finance Friday“ – darin informiert der Finanzminister
jeden Freitag über aktuelle Themen und Herausforderungen im Bereich
der Finanz- und Wirtschaftspolitik. Außerdem beleuchtet und erklärt
er Hintergründe, wie etwa was man unter Inflation versteht und wie
sie wirkt oder was die kalte Progression konkret bedeutet.
Weil es im Podcast vor allem um Wissensvermittlung geht, wurde er nun
als 136. Maßnahme in die Nationale Finanzbildungsstrategie
aufgenommen.
Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger einmal wöchentlich über
aktuelle und allgemeine Finanzthemen zu informieren und so Einblicke
in die Arbeit und die vielfältigen Aufgabenbereiche der
Finanzverwaltung zu geben.
Jeden Monat gibt es drei Folgen à 5 Minuten, in denen der Minister
über ein aktuelles Thema der Finanzverwaltung informiert. Einmal pro
Monat tauscht sich Magnus Brunner in einer längeren Folge mit einer
Expertin oder einem Experten aus der Finanz- und Wirtschaftswelt aus.
Der Podcast erscheint jeden Freitag auf Spotify, Apple Podcasts und
weiteren gängigen Podcast-Plattformen.
WU Zentrum für Finanzbildung
Auch die Wirtschaftsuniversität Wien (WU) leistet als einer dieser
Stakeholder einen beachtlichen Beitrag mit Maßnahmen wie Research
Talent Award, Moneywise WU und WU4juniors. An der WU wurde nun auch
ein Zentrum für Finanzbildung gegründet. In diesem Zentrum wird die
Expertise verschiedener WU Departments gebündelt. Das Institut für
Wirtschaftspädagogik hat in der Vergangenheit wiederholt mit anderen
WU Departments und verschiedenen Institutionen eng
zusammengearbeitet. Viele der bereits umgesetzten Projekte wurden mit
Kooperationspartnern wie anderen Universitäten, den
Bildungsdirektionen oder der Oesterreichischen Nationalbank
erarbeitet. Geplante Aufgabenfelder und Aktivitäten am Zentrum sind
Forschungsprojekte, fachdidaktische Entwicklungsprojekte und die
Durchführung von Bildungsmaßnahmen und Lehrangeboten.
Newsletter für interessierte Bürgerinnen und Bürger
Für alle Interessierten bietet das BMF außerdem einen Newsletter an.
Er erscheint mehrmals jährlich und richtet sich an Stakeholder im
Finanzbildungsbereich, Pädagoginnen und Pädagogen und vor allem auch
Bürgerinnen und Bürger, die sich weiterbilden und über Neuigkeiten
der Nationalen Finanzbildungsstrategie erfahren möchten.
Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein sich unter folgendem
Link für den Newsletter der Nationalen Finanzbildungsstrategie
anzumelden: https://bit.ly/48b8ifD
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