- 14.09.2023, 06:00:03
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Greenpeace-Marktcheck: Nur acht Prozent der Seifen, Shampoos und Duschgels empfehlenswert
Begriffe Natur und Bio sind in der Kosmetik EU-weit nicht geregelt - Greenpeace fordert für Bio- und Naturkosmetik verbindliche Standards in der EU
Utl.: Begriffe Natur und Bio sind in der Kosmetik EU-weit nicht
geregelt - Greenpeace fordert für Bio- und Naturkosmetik
verbindliche Standards in der EU =
Wien (OTS) - Der Greenpeace-Marktcheck hat das Angebot an Seifen,
Duschgels und Shampoos in den Regalen der heimischen Drogerien und
Supermärkte unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist erschreckend:
Insgesamt sind nur acht Prozent der Produkte in den untersuchten
Märkten laut Greenpeace empfehlenswert, weil sie die Umwelt und
Gesundheit schonen. Rund 400 Shampoos stehen im Regal eines
Drogeriemarktes, aber Produkte mit einem vertrauenswürdigen
Gütezeichen sind kaum zu finden. Für eine einfache Orientierung
fordert Greenpeace eine EU-weit einheitliche Regelung für
“Naturkosmetik” und “Bio-Kosmetik”. Im Vergleich belegt bei den
Drogerien dm den ersten Platz, bei den Supermärkten MPreis aus Tirol.
“Beim Kauf von möglichst umweltschonenden Shampoos, Duschgels und
Seifen sollte man sehr genau hinschauen. Denn Begriffe wie 'bio',
'naturnah' oder 'mit pflanzlichen Wirkstoffen' geben in der
Körperpflege nur selten verlässliche Einordnung. Konsumentinnen und
Konsumenten können sich an unabhängigen Gütezeichen orientieren”,
sagt Lisa Panhuber, Sprecherin von Greenpeace. Die Begriffe
Naturkosmetik und Bio-Kosmetik sind in der EU-Gesetzgebung nicht
geregelt. Beim Einkauf kann man sich daher nur auf Güte- und
Prüfzeichen von unabhängigen Einrichtungen verlassen.
Vertrauenswürdige Zeichen wie Austria Bio Garantie, Cosmos Organic
und NCS Organic hat Greenpeace im Ratgeber Zeichen-Tricks II
(https://act.gp/40GUe92) zusammengefasst. Die
Umweltschutzorganisation fordert, so wie bei Lebensmitteln, für
Natur- und Bio-Kosmetik EU-weite einheitliche Standards und
gesetzliche Regelungen festzulegen. “Die Konsumentinnen und
Konsumenten müssen sich beim Einkauf darauf verlassen können, dass
‘grün’ gekennzeichnete Kosmetik tatsächlich einen Mehrwert für die
Umwelt bietet. Wo ‘Natur’ und ‘Bio’ drauf steht, muss es auch drin
sein“, sagt Panhuber.
Zertifizierte Naturkosmetik besteht aus natürlichen Rohstoffen und
enthält keine gentechnisch veränderten oder erdölbasierten
Inhaltsstoffe. Im Gegensatz dazu finden sich in herkömmlichen
Kosmetikprodukten vielfach hormonell wirksame Parabene als
Konservierungsmittel und potentiell krebserregende künstliche
Moschus-Duftstoffe. Greenpeace empfiehlt, auf Naturkosmetik in fester
Form zurückzugreifen, die mit weniger und meist plastikfreier
Verpackung auskommen. Da die Produkte kaum Wasser enthalten, wird
beim Transport Gewicht und auch CO2 gespart. Am besten stuft
Greenpeace geprüfte Bio-Kosmetik ein, da hier mindestens 90 Prozent
der pflanzlichen Inhaltsstoffe aus biologischer Landwirtschaft
stammen.
Den zusammenfassenden Websiteartikel finden Sie hier:
https://greenpeace.at/marktcheck/naturkosmetik-sept23/
Video-, Bild und Audiomaterial sowie weiterführende Informationen
finden Sie unter diesem Link: https://act.gp/3DUTILj
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