• 27.08.2023, 10:00:02
  • /
  • OTS0005

Brunner: Nationale CO2-Strategie soll Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort sichern

BMF startet nationale CO2-Strategie mit Stakeholderdialog; CO2-Management wesentlich für grüne Industrie

Utl.: BMF startet nationale CO2-Strategie mit Stakeholderdialog;
CO2-Management wesentlich für grüne Industrie =

Wien (OTS) - Finanzminister Magnus Brunner initiiert eine nationale
„Carbon Management Strategie". Ziel ist, den Umgang mit CO2 so zu
regeln, dass Österreich ein attraktiver Wirtschafts- und
Beschäftigungsstandort mit sicheren und hochqualifizierten
Arbeitsplätzen bleibt. Für das Erreichen der Klimaziele reicht es
nicht aus, den CO2-Ausstoß nur zu senken. Österreich braucht auch ein
Konzept, um vorhandene Potentiale zur Bindung von Treibhausgasen klug
einzusetzen und langfristig zu sichern. Besonders für heimische
Unternehmen ist dabei die Möglichkeit wichtig, CO2 zu speichern, zu
verarbeiten, zu nutzen und zu transportieren. Um den dafür
notwendigen Rahmen zu schaffen, lädt Brunner Stakeholder aus
Wirtschaft, Politik, und Wissenschaft zum Dialog.

Brunner: „Österreich soll auch in Zukunft ein attraktiver
Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort mit sicheren und
hochqualifizierten Arbeitsplätzen bleiben. Dazu starten wir nun eine
nationale Carbon Management Strategie, um unter anderem die
geeigneten Rahmenbedingungen für das Speichern und Verarbeiten von
CO2 beziehungsweise die entsprechende Transport-Infrastruktur in
Österreich zu entwickeln.“

Klimaschutz und die langfristige Sicherung des österreichischen
Wirtschafts- und Beschäftigungsstandorts sind eng miteinander
verknüpft. Daher investiert die österreichische Bundesregierung bis
2026 insgesamt 5 Milliarden Euro in die ökologische Transformation
der Wirtschaft. Besonders die Speicherung und die Verarbeitung
beziehungsweise Nutzung von CO2, das in der energieintensiven
Industrie entsteht, spielt dabei eine strategisch zentrale Rolle.
Diese Methoden nennt man carbon capture and storage (CCS) und carbon
capture and utilization (CCU). In Zukunft werden CCS und CCU
unverzichtbare Bestandteile eines jeden Wirtschaftssystems sein. CCS
und CCU werden im grünen Industrieplan der EU-Kommission, vom
Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ("Weltklimarat"),
und der Internationalen Energieagentur (IEA) als
Schlüsseltechnologien für eine ökologische Transformation der
Wirtschaft angeführt.

Am 13. September trifft nun auf Einladung von Finanzminister Magnus
Brunner eine hochkarätige Experten-Runde im Finanzministerium
zusammen. Geladen sind Unternehmerinnen und Unternehmer,
Vertreter/innen der Bundesländer und der Parteien im Nationalrat, die
Sozialpartner, die Non-Government-Organisationen Greenpeace, WWF,
Global 2000 und FFF, Vertreter/innen der BOKU Wien, TU Wien, Montan
Uni Leoben, Uni Linz und des Wegener Center, Vertreter/innen des
Klimaschutzministeriums, des Arbeits-und Wirtschaftsministeriums, des
Bundeskanzleramtes sowie des Umweltbundesamts.

Brunner: „Möchten nicht ins Hintertreffen geraten, sondern zu
Vorreitern gehören.“
„Neben den technischen Speichern werden wir auch das Thema der
biologischen Speicher diskutieren und eine nationale Ankaufsstrategie
und Infrastrukturpläne für den Transport von CO2 erarbeiten.
Entsprechende Managementansätze sind gerade auf EU- und
Mitgliedstaatenebene verstärkt in Entwicklung. Mir ist wichtig, dass
wir hier nicht ins Hintertreffen geraten, sondern zu den Vorreitern
gehören“, so Finanzminister Magnus Brunner.

CO2-Speicherung als Schlüsseltechnologie für grüne Industrie
Um das österreichische Ziel der Klimaneutralität kosteneffektiv zu
erreichen, besteht künftig ein jährlicher Speicherbedarf von 5-10
Millionen Tonnen CO2. Das zeigt eine Analyse des BMF im Rahmen der
Langfristprognose zum Budget. Aktuell ist CCS in Österreich noch
nicht nutzbar, denn die geologische Speicherung von CO2, etwa in
geeigneten alten Gasfeldern, ist momentan verboten. Das entsprechende
Gesetz wird gerade evaluiert. Gleichzeitig gilt es die
Transportmöglichkeiten inklusive der dafür notwendigen Infrastruktur
in andere EU-Staaten (vor allem die Nordseeanrainerstaaten) zu
prüfen, in denen die Voraussetzungen für die Speicherung oder Nutzung
von CO2 noch günstiger sind.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NFI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel