- 04.07.2023, 15:54:25
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- OTS0129
Klimaratlosigkeit – Regierung ignoriert seit einem Jahr Empfehlungen
Mit Begeisterung und Engagement haben rund 100 Menschen aus Österreich im Rahmen des Klimarats über Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität 2040 diskutiert. Gemeinsam mit Expert*innen wurden detaillierte Empfehlungen erarbeitet. Die Reaktionen sind ernüchternd – seit exakt einem Jahr werden die 93 Empfehlungen des Klimarats von der Politik unter den Teppich gekehrt.
Heute vor einem Jahr übergab der Klimabürger*innenrat 93 Empfehlungen für die Eindämmung der Klimakrise sowie zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2040 an die Bundesregierung. Auf Maßnahmen bzw. Reaktionen warten die über 400.000 Unterstützer*innen des Klimavolksbegehren sowie der Klimarat seither vergeblich. Der Klimarat war eine der zentralen Forderungen des Klimavolksbegehrens, um die Öffentlichkeit in klimapolitische Maßnahmen miteinzubinden. In einem Entschließungsantrag wurde der Klimarat im März 2021 mit den Stimmen von ÖVP, Grünen und NEOS beauftragt und 2022 vom Bundesministerium für Klimaschutz durchgeführt. An sechs Wochenenden arbeiteten die 100 Personen des Klimarats gemeinsam mit Expert*innen Empfehlungen aus und überreichten sie im Juli des Vorjahres an die Politik. Diese Empfehlungen hätten von der Politik rasch umgesetzt werden können, schließlich kamen sie direkt aus der Bevölkerung.
Doch anstatt die überreichten Empfehlungen ernst zu nehmen und sie umzusetzen, sind sie in den Schubladen unserer Politiker*innen gelandet. Dort warten sie auf bessere Zeiten.
Akzeptanz der Bevölkerung da, politischer Wille fehlt
„Die Regierung – die ja einst den Klimarat beschlossen hat – will die Stimmen der Bevölkerung nicht hören. Wo bleibt die vielzitierte ‚Bürgernähe’? Diese Art der Politik wird den Menschen nicht gerecht, die sich für das wichtigste Thema unserer Zeit stark machen. Gegen die Klimakrise helfen nur verbindliche Gesetze und der Dialog – ohne Verzögerung und Ignoranz!”, bringt Elisabeth Sallinger vom Klimavolksbegehren die Enttäuschung auf den Punkt.
Die 93 Empfehlungen des Klimarats liefern einen Fahrplan, der Österreich in die Klimaneutralität 2040 führt. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir diesen Weg einschlagen. Wir brauchen endlich strukturelle Rahmenbedingungen, um die Energie- und Klimawende einzuleiten. Individuelle Entscheidungen alleine werden die Klimakrise nicht eindämmen. Die heutige Vorstellung des Entwurfs von Österreichs Energie- und Klimaplan hat wieder gezeigt: Derzeit verfehlen wir unsere klimapolitischen Ziele kilometerweit und setzen dabei die Lebensbedingungen von uns Menschen aufs Spiel.
Wirksamer und mutiger Klimaschutz sieht anders aus. Noch hat die Regierung die Chance, zukunftsorientiert zu handeln, indem sie die Klimakrise als die Bedrohung anerkennt, die sie ist und starke Maßnahmen setzt.
Zum Klimavolksbegehren:
Das Klimavolksbegehren will mutige Klimapolitik vorantreiben. Rund 400.000 Menschen haben das Volksbegehren unterzeichnet, mit dem Entschließungsantrag im Parlament zu den Forderungen wurde es zum historischen Erfolg. Doch es mangelt weiterhin an der Umsetzung. Die Politik muss Klimaschutz endlich ernst nehmen. Sie muss die gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen, die uns und unseren Kindern eine lebenswerte und faire Zukunft sichern. Dafür setzen sich die zahlreichen Freiwilligen hinter dem Klimavolksbegehren unermüdlich ein.
Mehr dazu finden Sie auf unserer Website: www.klimavolksbegehren.at
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