• 31.05.2023, 11:28:16
  • /
  • OTS0084

Klimaaktivist:innen protestieren bei OMV-Hauptversammlung

Greenpeace, Jugendrat und Attac kritisieren weitere Investitionen in fossiles Gas - Organisationen fordern sozial- und klimagerechte Energieversorgung

Utl.: Greenpeace, Jugendrat und Attac kritisieren weitere
Investitionen in fossiles Gas - Organisationen fordern sozial-
und klimagerechte Energieversorgung =

Wien (OTS) - Mehrere Aktivist:innen von Greenpeace, Jugendrat, System
Change, not Climate Change und Attac protestierten heute früh vor der
OMV-Hauptversammlung. Einigen Aktivist:innen gelang es zudem, die
Versammlung mit Zwischenrufen und Bannern zu unterbrechen. Mit der
Aktion prangern sie die Missstände in der Energieversorgung an.
Greenpeace protestiert gegen die weiteren Investitionen der OMV in
fossiles und klimaschädliches Gas. Der Jugendrat kritisiert die
Krisengewinne der OMV, Attac fordert eine sozial- und klimagerechte
Energieversorgung.

“Bis 2026 plant die OMV noch massiv in neue Gasvorkommen zu
investieren. Dabei gilt, wer heute noch nach Öl und Gas sucht, plant
auch noch in Jahrzehnten aus fossilen Verbrechen Profit zu schlagen”,
sagt Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace. ”Die
österreichische Bundesregierung muss diesem zukunftsfeindlichen
Geschäft einen Riegel vorschieben, die Erschließung weiterer fossiler
Quellen in Österreich mit sofortiger Wirkung endgültig verbieten und
die aktuellen Produktionslizenzen bis 2035 auslaufen lassen”, so
Dengler weiter.

“Während sich die Menge an Menschen, die sich ihre Gas- und
Stromrechnungen nicht mehr leisten können, verdoppelt hat, macht die
OMV mit intransparenten Gas-Geschäften Milliarden-Profite. Als großer
Profiteur der Energiekrise schüttet sie nun Sonderdividenden an die
Aktionär:innen aus. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die
durch die Teuerungen in Armut leben oder nun armutsgefährdet sind.
Während man sich in Österreich nachhaltig gibt, soll im Schwarzen
Meer in Rumänien das Gas fließen. Dabei ist die Erschließung neuer
Gasvorkommen im Jahr 2023 völlig absurd und mit den Klimazielen nicht
vereinbar”, sagt Sara Swoboda, Sprecherin von Jugendrat Wien.

„Energie ist ein Grundbedürfnis aller Menschen und es kann nicht
sein, dass wenige Konzerne in Krisenzeiten Milliardengewinne
einbringen und von den Entwicklungen an den Märkten profitieren,
während wir dafür draufzahlen müssen! Mit unserer Grundversorgung
dürfen keine Profite gemacht werden, fossile Energieträger haben
keinen Platz in unserer Zukunft und wir müssen uns die
Entscheidungsmacht über öffentliche Infrastruktur zurückholen. Wir
fordern eine Vergesellschaftung und echte Demokratisierung der großen
Energiekonzerne. Nur so können wir eine sozial- und klimagerechte
Energieversorgung aufbauen", erklärt Max Hollweg von Attac
Österreich.

Gleich zu Beginn der Versammlung wurde das Programm durch die
Aktivist:innen gestoppt, indem sie Banner mit der Aufschrift
„Systemwechsel statt Klimakiller“, “OMV enteignen” und „Freeze Prices
not the Poor“ ausbreiteten und den Stopp der Profitmacherei mit der
Grundversorgung forderten. So waren auch im Versammlungssaal laute
Sprechchöre zu hören, die “Keep it in the ground” (“Lasst es im
Boden”) und “No new oil! No new Gas!” (“Kein neues Öl! Kein neues
Gas!” forderten. Ein von Greenpeace errichtetes Fake-Wifi ermutigte
zusätzlich die anwesenden Aktionär:innen dazu, kritische Nachfragen
zu den unzureichenden Klimaschutzplänen der OMV zu stellen.

Link für Fotos und Videos:
https://act.gp/43y22eT
Unter Angabe der Credits "(c) Jugendrat" stehen die Materialien zur
redaktionellen Nutzung zur Verfügung.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel