- 19.05.2023, 08:59:21
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Greenpeace, FFF, Pro-Natur Steyrtal fordern: Regierung muss Gasbohrungen in Molln stoppen!
Australischer Energiekonzern ADX reicht Antrag auf Probebohrungen ein - Gesetz für Ende der Öl- und Gasproduktion in Österreich nötig
Utl.: Australischer Energiekonzern ADX reicht Antrag auf
Probebohrungen ein - Gesetz für Ende der Öl- und Gasproduktion
in Österreich nötig =
Wien/Molln (OTS) - Wie diese Woche bekannt wurde, hat der
australische Energiekonzern ADX beim Finanzministerium einen Antrag
auf Aufsuchungsbohrungen in Molln eingebracht. Da alle bisherigen
Appelle an den Konzern, diese Gasbohrungspläne fallen zu lassen, auf
taube Ohren gestoßen sind, wenden sich Greenpeace, Fridays For Future
Österreich und die Bürgerinitiative Pro-Natur Steyrtal nun in einem
offenen Brief an die österreichische Bundesregierung. Sie fordern
diese auf, dem Antrag auf die Gasprobebohrungen eine Absage zu
erteilen. Darüber hinaus mahnen sie ein Gesetz ein, das neue Öl- und
Gasaufsuchungsprojekte in Österreich untersagt. Die klimaschädlichen
Öl- und Gasbohrungen stellen gerade in Molln eine besondere Bedrohung
für das angrenzende Naturschutzgebiet und den Nationalpark Kalkalpen
dar.
“Für kurzfristige Gas-Profitträume der ADX in Molln wird eine enorme
Umweltzerstörung in Kauf genommen. Für die Probebohrungen müssen
schwere Maschinen durch die Landschaft brettern. Dies führt zu einer
Lärm- und Schadstoffbelastung des sensiblen Ökosystems, aber auch der
Mollner Bevölkerung. Die Bundesregierung muss diesem massiven
Eingriff in Molln eine Absage erteilen”, fordert Christian
Hatzenbichler von der Bürgerinitiative Pro-Natur Steyrtal. Die
Probebohrungen sind in unmittelbarer Nähe von Naturschutzgebiet und
Nationalpark geplant. Die dortigen Wälder und Wiesen sind Heimat für
Luchs, Weißrückenspecht und viele andere seltene Tiere und Pflanzen.
“Die Suche nach fossilem Gas ist hochspekulativ, dauert Jahre und
torpediert Österreichs Klimaschutzversprechen. Die Bundesregierung
darf die Augen nicht verschließen und muss dem fossilen und
zukunftsfeindlichen Plänen der gierigen Energiekonzerne einen Riegel
vorschieben”, betont Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei
Greenpeace in Österreich. “Die Regierung ist gefordert ein Gesetz zu
verankern, dass mit sofortiger Wirkung allen neuen Öl- und
Gasaufsuchungsprojekten einen Stopp erteilt. Ebenso müssen die
bestehenden Öl- und Gasförderungslizenzen mit 2035 auslaufen”, stellt
Duregger klar. Dabei kann sich Österreich ein Beispiel an Frankreich
nehmen, wo ein ähnliches Gesetz bereits 2017 eingeführt wurde.
“Seit über vier Jahren protestieren wir bei Fridays For Future für
mehr Klimaschutz in Österreich. Dass im Jahr 2023 nun wieder
großflächig nach Gas gesucht und gefördert werden soll, ist nicht
nachvollziehbar und bedroht unsere Zukunft. Um die globale
Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen, müssen wir jetzt in
erneuerbare Energien investieren, statt an fossilen Träumereien
festzuhalten. Die Bundesregierung ist gefordert, die Probebohrungen
in Molln zu stoppen und Österreich endlich auf Klimaschutzkurs zu
bringen”, so Elisabeth Steiner, Schülerin und Aktivistin bei Fridays
for Future in Linz.
Offener Brief an die Bundesregierung: https://act.gp/3OoXymE
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