- 03.05.2023, 11:58:27
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Gemeinsame Hilfe vor Ort: Österreich stärkt Partnerschaft mit heimischen NGOs in Krisenregionen
21,5 Mio. Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds zur Bekämpfung der humanitären Krisen im Nahen Osten, Afrika und Afghanistan
Utl.: 21,5 Mio. Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds zur
Bekämpfung der humanitären Krisen im Nahen Osten, Afrika und
Afghanistan =
Wien (OTS) - Die aktuelle Permakrise aus Krieg, unsicheren
wirtschaftlichen Aussichten, Migrationsbewegungen, Energiekrise und
Klimawandel lässt die globale Not rasant anwachsen und bedroht die
Lebensexistenz von Millionen von Menschen, insbesondere im globalen
Süden. Im heutigen Ministerrat hat die Bundesregierung daher eine der
größten Einzelauszahlungen aus dem Auslandskatastrophenfonds des
Außenministeriums für die Arbeit österreichischer
Nichtregierungsorganisationen in humanitären Krisengebieten
beschlossen. 21,5 Mio. Euro werden österreichischen NGOs für Projekte
zur Bekämpfung der humanitären Not im Nahen Osten, Afrika und
Afghanistan zur Verfügung gestellt.
„Der Auslandkatastrophenfonds hilft dort, wo Hilfe am dringendsten
gebraucht wird. Nämlich vor Ort in den Ländern, die von humanitären
Katastrophen betroffen sind. Wir unterstützen mit diesem Geld
österreichische NGOs in den betroffenen Ländern und leisten damit
wichtige Beiträge um humanitäre Katastrophen zu lindern,“ so
Bundeskanzler Karl Nehammer.
Die österreichischen Nichtregierungsorganisationen sind neben den
Vereinten Nationen und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz
(IKRK) ein wichtiger Partner bei der Hilfe vor Ort. Mit der heute
beschlossenen Auszahlung kommt die Bundesregierung dem Wunsch der
NGOs nach mehr Planungssicherheit nach und trägt so zur Qualität und
Nachhaltigkeit in der österreichischen humanitären Hilfe bei.
„Dem Weltkatastrophenbericht des Roten Kreuzes zu Folge wurden 2020
77 Prozent der Katastrophen weltweit durch ungewöhnliche Klima- und
Wetterphänomene ausgelöst. Die Klimakrise ist eine globale
Herausforderung, ihre Auswirkungen sind für immer mehr Menschen
existenzbedrohend. Fatale Landflucht, Ressourcenkonflikte und auch
Kriege nehmen zu. Es ist deswegen unerlässlich, dass wir 2023 unseren
Beitrag leisten, um menschliches Leid nach den humanitären Prinzipien
der Menschlichkeit, Unabhängigkeit, Neutralität und Unparteilichkeit
zu lindern. Daher erhöht die Bundesregierung die Mittel des AKF auch
heuer wieder und zwar um mehr als 40 Prozent. Ein Baustein dafür ist
die heutige Summe von 21,5 Mio. Euro für humanitäre Krisen im Nahen
Osten, Afghanistan und Nachbarländer sowie West- und Ostafrika, die
österreichischen humanitären Nichtregierungsorganisationen zur
Verfügung gestellt wird,“ so Vizekanzler Werner Kogler.
14 Mio. Euro gehen an Projekte in Subsahara-Afrika: Äthiopien (5 Mio.
Euro), Burkina Faso (4 Mio. Euro), Mosambik (3 Mio. Euro), Südsudan
(1 Mio. Euro) und Uganda (1 Mio. Euro). Darüber hinaus werden für
Projekte in Jordanien 3,5 Mio. Euro, im Libanon 3 Mio. Euro sowie für
Afghanistan und die Region 1 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.
„In all diesen Staaten kämpft die Bevölkerung gegen einen
brandgefährlichen Mix aus Hunger, Naturkatastrophen, Konflikten und
einem enormen Zustrom an Vertriebenen. Mit unserer Hilfe vor Ort
wollen wir den humanitären Krisen entgegentreten und zur
Stabilisierung der Lage beitragen. Die Arbeit der österreichischen
NGOs ist dabei unerlässlich, um vor Ort Perspektiven für die Menschen
zu schaffen und damit Migration zu verhindern,“ unterstreicht
Außenminister Alexander Schallenberg.
Der Auslandskatastrophenfonds (AKF) des Außenministeriums als
essenzielles Instrument der humanitären Hilfe ist von 15 Mio. Euro im
Jahr 2019 auf heuer 77,5 Mio. Euro angewachsen. Damit ist der AKF so
gut gefüllt wie nie zuvor. Die Auszahlung wird über die Austrian
Development Agency (ADA) abgewickelt.
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