- 03.05.2023, 08:06:02
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EU-Mercosur-Protest: Greenpeace-Aktivist:innen stellen Werbeplakat von IV richtig - BILD & VIDEO
Handelspakt bedroht Amazonas und die heimische Landwirtschaft - Umweltschutzorganisation fordert endgültiges Aus für den EU-Mercosur-Pakt
Utl.: Handelspakt bedroht Amazonas und die heimische Landwirtschaft
- Umweltschutzorganisation fordert endgültiges Aus für den
EU-Mercosur-Pakt =
Wien (OTS) - Greenpeace-Aktivist:innen protestieren heute vor der
Zentrale der österreichischen Industriellenvereinigung (IV) in Wien
gegen den geplanten Handelspakt EU-Mercosur. Das dort von der IV
angebrachte Werbeplakat für einen Vertragsabschluss wurde von den
Umweltschützer:innen richtig gestellt: Statt einer heilen Welt, wird
der Regenwald auf dem Sujet von einem Flammenmeer bedroht. Die neue
Botschaft darauf lautet: “EU-Mercosur: Starke Partner für
Regenwaldzerstörung”. Die Aktivist:innen entrollten zudem ein
Transparent mit der Aufschrift “EU-Mercosur: Brandgefährlich für den
Amazonas”. Greenpeace fordert ein endgültiges und vollständiges Aus
für den klimaschädlichen EU-Mercosur-Pakt.
“Die Industriellenvereinigung macht mit einer absurden Werbekampagne
Stimmung für den zerstörerischen EU-Mercosur-Pakt und verspricht das
Blaue vom Himmel. Daher stellt heute Greenpeace die Ammenmärchen der
IV richtig”, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte
bei Greenpeace in Österreich. “Während sich die IV fette Profite
durch EU-Mercosur erhofft, befeuert der Handelspakt die Klimakrise
und treibt die Zerstörung von unersetzbaren Wäldern wie dem Amazonas
voran.” Obwohl sich Österreich schon längst klar gegen EU-Mercosur
geäußert hat, versucht die IV seit Monaten Stimmung für den
EU-Mercosur-Pakt zu machen. Dabei führt sie immer wieder haltlose
Behauptungen an, etwa, dass EU-Mercosur für mehr Umweltschutz sorge.
Was dabei ungesagt bleibt: Das Umweltkapitel im Handelspakt ist von
Sanktionsmechanismen dezidiert ausgenommen. Das heißt, dass Verstöße
gegen Umweltauflagen keinerlei Konsequenzen haben.
Ein weiterer Punkt, den die IV immer wieder als Argument für mehr
Klimaschutz anführt: Alle Vertragspartner:innen von EU-Mercosur
bekennen sich zu den Pariser Klimazielen. Doch auch ohne
Vertragsunterzeichnung haben bereits alle Staaten das Klimaabkommen
ratifiziert. Ein Mehrwert für das Klima ist somit auch von diesem
Punkt her hinfällig. Nur allzu gerne lässt die
Industriellenvereinigung hingegen unter den Tisch fallen, dass der
EU-Mercosur-Pakt vor allem den weltweiten Handel von besonders klima-
und umweltschädlichen Produkten wie Fleisch oder Pestiziden forciert.
Laut einer Studie im Auftrag der französischen Regierung
(https://act.gp/3ZrX0yF) würden etwa zusätzliche Rindfleisch-Importe
im Mercosur-Raum zu einer weiteren Entwaldung von 700.000 Hektar
führen - das ist eine Fläche mehr als doppelt so groß wie das
Burgenland. Der zusätzliche Flächenbedarf anderer Agrargüter ist hier
noch gar nicht mit einberechnet. “Wälder wie der Amazonas sind starke
Partner, wenn es um Klimaschutz geht. Abkommen wie EU-Mercosur
befeuern ihre Zerstörung. Die Industriellenvereinigung muss endlich
aufhören mit absurden Werbekampagnen Stimmung für den zerstörerischen
EU-Mercosur-Pakt zu machen. Das Abkommen darf keinesfalls beschlossen
werden”, fordert Theissing-Matei.
Passendes Video- und Bildmaterial finden Sie unter diesem Link:
https://act.gp/426QG0Q
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