• 26.04.2023, 12:12:26
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Österreich als starker Partner für Frieden & Sicherheit im südlichen Afrika

4 Mio. Euro für int. Hilfsorganisationen in Mosambik und Angola

Utl.: 4 Mio. Euro für int. Hilfsorganisationen in Mosambik und
Angola =

Wien (OTS) - Die derzeitige humanitäre Lage ist sowohl in Mosambik
als auch in Angola verheerend: Beide Staaten sind von massiven,
aufeinanderfolgenden Naturkatastrophen und Extremwetterereignissen
betroffen. Während die Auswirkungen der multiplen, sich verstärkenden
Krisen in Mosambik, wie Überschwemmungen, der Zyklon „Freddy“, ein
landesweiter Cholera-Ausbruch und die Sicherheitskrise im Norden des
Landes ein immer größeres Ausmaß annehmen, spitzt sich die Situation
für die Bevölkerung in Angola aufgrund der schlimmsten
Dürrekatastrophe in den letzten 40 Jahren dramatisch zu. Um die akute
Notlage in Mosambik und in Angola zu lindern, unterstützt die
Bundesregierung mit insgesamt 4 Millionen Euro aus dem
Auslandskatastrophenfonds (AKF) des Außenministeriums (BMEIA).

Als einer der am stärksten von Naturkatastrophen betroffenen Staaten
weltweit kommt es in Mosambik durch Überschwemmungen und Zyklone zu
Ernteausfällen, wetterbedingter Vertreibung der Bevölkerung sowie
schweren Schäden an lebensnotwendiger Infrastruktur. Hinzu kommen
jahrelang andauernde terroristische Auseinandersetzungen im Norden
des Landes und in der Provinz Cabo Delgado. Insgesamt 2 Millionen
Menschen benötigen daher dringend humanitäre Hilfe, darunter mehr als
800.000 Kinder. Rund 80 Prozent der Bevölkerung Mosambiks leidet
unter Hunger, fast eine Million Menschen sind intern vertrieben. Das
Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR)
leistet den durch Naturkatastrophen obdachlos gewordenen Menschen und
intern Vertriebenen vor Ort lebensrettende humanitäre Hilfe.

Auch in Angola verschlechtert sich die humanitäre Situation aufgrund
von Naturkatastrophen wie Dürre dramatisch. Unzählige Menschen sind
auf humanitäre Hilfe angewiesen. Unter den 7,3 Millionen Menschen in
einer humanitären Notlage befinden sich 3,9 Millionen Kinder. Neben
einer mangelhaften Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern, sauberem
Trinkwasser und medizinischer Erstversorgung laufen Kinder Gefahr,
Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt und Ausbeutung zu werden.
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) ist vor Ort
tätig, um die lebensnotwendigen Bedürfnisse der vulnerabelsten
Mitglieder der Bevölkerung zu decken und diese vor externen
Einflüssen zu schützen.

„Die größte Dürre seit Jahrzehnten in Angola und wiederkehrende große
Flutkatastrophen in Mosambik sind Folgen der Klimakrise in einer der
ärmsten Regionen der Welt. Diese immer häufigeren
Wetterextremereignisse führen in eine katastrophale Ernährungslage
für die Menschen: rund 4 Millionen Kinder in Angola und 80 Prozent
der Menschen in Mosambik hungern. Zusätzlich zu den Folgen des
verheerenden Zyklons „Freddy“, der viele Menschen obdachlos macht,
zieht nun auch die Cholera ihre tödliche Spur durch Mosambik. UNHCR
und UNICEF sind vor Ort und leisten überlebensnotwendige Soforthilfe
für die Menschen, die von mehreren Krisen gleichzeitig getroffen
sind. Österreich leistet nun einen Beitrag im Rahmen seiner
internationalen humanitären Hilfe, um die Auswirkungen der Klimakrise
in Mosambik und Angola abzumildern und so schnell und unbürokratisch
zu helfen, wo es mehr als nötig ist“, so Vizekanzler Werner Kogler.

Von den 4 Millionen Euro gehen jeweils 2 Millionen Euro an UNHCR für
Mosambik sowie an UNICEF für Angola. Damit unterstützt Österreich im
Sinne seiner humanitären Tradition und angesichts der besonders
akuten Notlage in beiden afrikanischen Ländern die Anstrengungen der
internationalen Hilfsorganisationen vor Ort.

„Die Lage in Angola und Mosambik ist katastrophal – es wütet ein
Wirbelsturm an Naturkatastrophen über beide Länder, zudem ist die
Sicherheitslage in Mosambik prekär. Am meisten leiden darunter
vulnerable Bevölkerungsgruppen, allen voran Frauen, Kinder und
Ältere. Es mangelt ihnen am Notwendigsten, wie Trinkwasser,
Nahrungsmittel und Unterkünften. Wir werden weiterhin unserer
Verantwortung gerecht, dort vor Ort zu helfen, wo die Not am größten
ist. Durch gezielte Hilfe leistet Österreich einen wirksamen Beitrag,
um menschliche Not zu lindern und zur Stabilisierung der Region im
südlichen Afrika beizutragen”, hält Außenminister Alexander
Schallenberg abschließend fest.

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