- 07.03.2023, 16:13:53
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Außenminister Schallenberg zum Internationalen Frauentag: „Frauen im Zentrum der Außenpolitik“
Gelebte Priorität in Außenpolitik und Diplomatie
Utl.: Gelebte Priorität in Außenpolitik und Diplomatie =
Wien (OTS) - Die Gleichstellung von Frauen, der Schutz ihrer Rechte
und die Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse von Frauen und
Mädchen sind zentrale Anliegen, die Österreich in der Außen-,
Sicherheits- und Entwicklungspolitik und im Rahmen von humanitären
Hilfsleistungen, zahlreichen Menschenrechtsinitiativen und in der
internationalen Kulturarbeit seit langem verfolgt.
Wie sehr die Rechte von Frauen und Mädchen gerade in Zeiten von
multiplen Krisen eingeschränkt werden, hat das letzte Jahr
eindrücklich gezeigt. Beispielsweise im Iran, wo der gewaltsame Tod
einer jungen Frau zu landesweiten Protesten geführt hat. Für Frauen
und Mädchen in Afghanistan, deren Lage sich seit der Machtübernahme
der Taliban extrem verschärft hat, wird die Teilhabe an
gesellschaftlichen und politischen Prozessen praktisch völlig
verunmöglicht. Zudem hat das Verbot für Frauen, in
Nichtregierungsorganisationen zu arbeiten, direkte, oftmals
lebensbedrohliche Auswirkungen auf die Sicherheit von Frauen und
Mädchen, denn humanitäre Organisationen können in einem derartigen
Umfeld nicht oder nur mehr sehr eingeschränkt tätig sein. Auch die
Lage in der Ukraine, wo mehr als 4,9 Millionen Menschen, vor allem
Frauen und Kinder, vertrieben wurden, zeigt einmal mehr, dass
bewaffnete Konflikte überproportionale Folgen auf Frauen und Mädchen
haben.
„Die multiplen Krisen, denen wir uns gegenübersehen, treffen die
Verwundbarsten in der Gesellschaft, darunter Frauen und Mädchen,
besonders hart. Für mich steht fest: Auf die globalen Krisen unserer
Zeit, ob in Afghanistan, Iran oder in der Ukraine, werden wir nur
dann Antworten finden, wenn wir die Perspektive von Frauen und
Mädchen nicht nur mitdenken, sondern ins Zentrum unserer
außenpolitischen Arbeit rücken.“
so Außenminister Schallenberg.
Österreich setzt diesen ganzheitlichen Ansatz bereits jahrelang
konsequent um, was sich nicht nur in der Ausgestaltung der
österreichischen Außenpolitik, sondern auch im Außenministerium
selbst zeigt, etwa beim Bewerbungsverfahren ins Außenministerium. So
sind unter den insgesamt 35 Neuaufnahmen in den diplomatischen Dienst
der letzten beiden Jahre 19 Frauen. Zudem sind die Leitungsfunktionen
im Kabinett des Bundesministers, Büro des Generalsekretärs und der
Generalinspektion in weiblicher Hand.
Auch im internationalen Kontext leistet Österreich einen wichtigen
Beitrag zur Geschlechtergleichstellung: Als Mitglied der
Frauenstatuskommission der Vereinten Nationen, dem weltweit größten
und wichtigsten Forum für Gleichstellung und Frauenrechte, bringt
sich Österreich bei der diesjährigen Tagung vom 6. bis 17. März
besonders im Zusammenhang mit Innovation und technologischem Wandel
sowie Bildung im digitalen Zeitalter aktiv ein. Eine weitere
Konstante des österreichischen Engagements ist der Einsatz für eine
möglichst umfassende Ratifikation des Übereinkommens des Europarats
zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher
Gewalt, der sogenannten „Istanbul-Konvention“. Österreich stellt für
die Wahlen zum Expert:innengremium des Europarats am 1. Juni 2023,
das die Umsetzung der Istanbul-Konvention überprüft, einen besonders
qualifizierten Kandidaten mit umfassendem juristischen Fachwissen,
auch über die Auswirkungen des Beitritts der EU zur
Istanbul-Konvention. Genauso aktiv setzt sich Österreich für die
Umsetzung der Resolution 1325 des VN-Sicherheitsrats zu Frauen,
Frieden und Sicherheit ein:
„Nur gemeinsam schaffen wir Gesellschaften, die auf
Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten und auf der tatsächlichen
Gleichstellung von Männern und Frauen fußen. Dazu gehen wir im
Außenministerium mit gutem Beispiel voran: Der kontinuierlich größer
werdende Anteil an Botschafterinnen und die Tatsache, dass zuletzt
mehr Frauen als Männer in den diplomatischen Dienst eingetreten sind,
stimmen mich optimistisch für die Zukunft“,
zeigt sich Außenminister Schallenberg überzeugt.
Im Bereich der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit liegt der
Fokus derzeit auf der wirtschaftlichen und politischen Ermächtigung
von Frauen, indem beispielsweise Frauen aktiv an der Planung und
Durchführung österreichischer Hilfsprojekte teilnehmen. Auch in der
Kulturdiplomatie setzt sich Österreich für die Genderparität ein, was
auch im gesteigerten Frauenanteil bei Veranstaltungen und Programmen
ersichtlich ist. Um die Leistungen zeitgenössischer Künstlerinnen und
Wissenschaftlerinnen aus Österreich an den österreichischen
Vertretungen weltweit zu präsentieren, startete das Außenministerium
gemeinsam mit dem Frauenmuseum Hittisau das Projekt
„Calliope.Jointhedots“.
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