- 22.02.2023, 11:59:49
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- OTS0107
Milchproduktionsbetriebe setzen vermehrt auf Automatische Melksysteme
Österreichweit 1.600 Anlagen im Einsatz
Utl.: Österreichweit 1.600 Anlagen im Einsatz =
Wien (OTS) - Der Einsatz Automatischer Melksysteme (AMS) auf den
heimischen Milchproduktionsbetrieben nimmt seit Jahren im
zweistelligen Prozentbereich zu. Österreichweit sind derzeit 1.600
Anlagen im Einsatz und damit um 15% oder 200 Systeme mehr als noch im
Jahr zuvor. Im Schnitt melkt ein AMS 54,2 Kühe.
Bereits 1.600 Anlagen - 8,8% der Kontrollbetriebe melken bereits
automatisch
Der Trend bei den heimischen Milchproduzent:innen zur Umstellung auf
Automatische Melksysteme (AMS) hält auch im Jahr 2022 an. 200
Betriebe schafften sich in diesem Jahr ein AMS an. Das entspricht
einem Plus von 15%. Damit erhöhte sich der Bestand an AMS in
Österreich per 31. Dezember 2022 auf 1.595 Anlagen. 8,8% der 18.065
Kontrollbetriebe melken bereits automatisch das betrifft in Summe
86.000 Kühe, das sind 19,7% aller Kontrollkühe. So kommt im Schnitt
ein AMS auf 54 Kühe. Die meisten Anlagen stehen derzeit mit 690 Stück
auf den oberösterreichischen Betrieben und damit fast die Hälfte
(43%) aller Anlagen. Es folgen die Bundesländer Niederösterreich mit
300 Anlagen bzw. einem Anteil von 18% sowie die Steiermark mit 255
Anlagen (16%). Die meisten Neuinstallationen gab es in den
Bundesländern Oberösterreich mit 91 neuen Anlagen oder einem Plus von
15%, gefolgt von der Steiermark mit 36 neuen Anlagen (+16%) und
Niederösterreich mit 35 (+13%).
Datenaustausch mit dem Rinderdatenverbund RDV
Die Datenvernetzung mit AMS wird seitens der RINDERZUCHT AUSTRIA und
den Landeskontrollverbänden stark forciert. Die RINDERZUCHT AUSTRIA
und die Landeskontrollverbände haben gemeinsam frühzeitig auf diese
Automatisierung reagiert. So wurden im Rahmen des Projektes D4Dairy
Schnittstellen zu namhaften Herstellern von AMS-Systemen und
Sensorsystemen eingerichtet mit dem Ziel, einen effizienten
Datenaustausch zum Nutzen der Landwirt:innen zu gewährleisten.
Voraussetzung dafür ist natürlich die erklärte
Einverständniserklärung der Landwirt:innen.
Im Zuge des Forschungsprojektes D4Dairy (www.d4dairy.com) wurde
bereits seit Projektstart im Jahr 2018 intensiv an der Vernetzung und
am Datenaustausch verschiedenster Systeme entlang der
Wertschöpfungskette der Milchproduktion gearbeitet. Für diese
Betriebe stehen im LKV-Herdenmanager detaillierte Auswertungen zur
Verfügung. So kann auf Betriebsebene die Anzahl der Gemelke im
Tagesverlauf eingesehen werden. Auf Einzeltierebene zeigt die
Roboterübersicht z.B. die Anzahl misslungener Melkungen, die
durchschnittliche Tagesmilchleistung sowie die prozentuelle
Verteilung der Gemelke nach verschiedenen Auswertegruppen.
Innovationspreis Agrarfuchs
Mit der Firma Lely konnte bereits erfolgreich eine Schnittstelle mit
dem Rinderdatenverbund RDV eingerichtet werden, weitere
Melktechnikhersteller folgen. Im Rahmen des Agrarfuchs in der
Kategorie Digitalisierung schaffte es diese neu geschaffene
Datenschnittstelle zwischen dem Rinderdatenverbund RDV und den
Automatischen Melksystemen der Firma Lely unter mehr als 100
Einreichungen zur Silbermedaille. Im Auftrag der LKVs wurde die
Schnittstelle von der ZuchtData programmiert, über die die Eingaben
der Züchter:innen in die RDV Mobil-App mehrmals täglich mit dem
Lely-Herdenmanagementsystem synchronisiert werden. Der wesentliche
Vorteil dabei ist, dass die Landwirt:innen ihre Daten nur mehr einmal
eingeben müssen. Beispiele für diese automatischen Datenübernahmen
sind der Datenabgleich von Besamungen, Trächtigkeitsuntersuchungen,
Tierbewegungen (AMA), Ergebnisse der Milchleistungsprüfung sowie die
Übermittlung der Tankmilchergebnisse, falls in diesem Fall eine
Datenübermittlung durch die Molkerei erfolgt.
Im Jahr 2022 wurden österreichweit 204 neue Anlagen installiert, die
meisten Neuinstallationen gab es in den Bundesländern Oberösterreich
(+91; +15%), Steiermark (+36; +16%) und in Niederösterreich (+35;
+13%). (Schluss)
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