- 14.02.2023, 08:00:03
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Greenpeace-Studie: Tiefseebergbau gefährdet zahlreiche Walarten
Weitere Untersuchungen unerlässlich, um Risiken des Tiefseebergbaus auf Lebensraum zu erheben – klares Nein Österreichs zur Ausbeutung der Hochsee gefordert
Utl.: Weitere Untersuchungen unerlässlich, um Risiken des
Tiefseebergbaus auf Lebensraum zu erheben – klares Nein
Österreichs zur Ausbeutung der Hochsee gefordert =
Wien/Exeter (OTS) - In einem Monat entscheidet die Meeresbodenbehörde
ISA, wo auch Österreich Mitglied ist, über die Rohstoffausbeutung in
der Tiefsee. Eine heute zum Thema veröffentlichte Greenpeace-Studie
schlägt jetzt Alarm: Wissenschaftler:innen und der Greenpeace
Research Laboratories haben analysiert, dass sich die geplanten
Abbaugebiete mit den Lebensräumen von etwa 30 Walarten, wie der große
Blauwal und Delfin, überschneiden und diese bedrohen. Greenpeace
fordert die österreichische Regierung auf, sich klar gegen
Tiefseebergbau auszusprechen.
“Durch den Tiefseebergbau werden die letzten Winkel unserer Ozeane
ausgebeutet. Der Raubbau am Meeresgrund verursacht Lärm,
Lichtverschmutzung sowie Wolken aus Sedimenten und Schadstoffen. Das
bedroht bereits stark gefährdete Arten wie Blauwale”, sagt Ursula
Bittner, Artenschutz-Expertin bei Greenpeace in Österreich. Während
Tiefseebergbau-Konzerne sich weiter auf die Ausbeutung des
Meeresgrundes vorbereiten, wird in der Greenpeace-Studie klar, dass
die Gefahren für Meeressäuger noch viel zu wenig erforscht sind.
Werden Tiefseebohrungen genehmigt, drohen riesige Maschinen – die mit
bis zu 200 Tonnen mehr wiegen als Blauwale – in tausenden Metern
Tiefe rund um die Uhr zu arbeiten. Sie erzeugen Geräusche, die sich
mit Frequenzen überschneiden, die Wale zur Kommunikation und
Navigation nutzen. Dadurch könnten die Tiere verwirrt werden und
stranden. Tiefseebergbau will Metalle und seltene Erden gewinnen, die
etwa in der Elektronikindustrie und Elektromobilität verwendet
werden. Für Manganknollen, Kobaltkrusten und Massivsulfide würde dann
der Meeresgrund verschiedener Tiefsee-Ökosysteme zerstört.
Andere europäische Staaten, darunter Deutschland und Frankreich,
haben sich bereits klar gegen Tiefseebergbau ausgesprochen. “Der
Bergbau wäre ein massiver Eingriff in die Tiefsee, mit unabsehbaren
Folgen für die Ozeane und Meerestiere. Wir können nicht riskieren,
dass Wale und andere Lebewesen aufgrund der Profitgier von Konzernen
aus ihrem natürlichen Lebensraum vertrieben werden und qualvoll an
den Stränden verenden”, appelliert Bittner. Auch Österreich ist
Mitglied der Internationalen Meeresbodenbehörde und trägt
Verantwortung für die Weltmeere: “Die industrielle Ausbeutung der
Tiefsee darf gar nicht erst beginnen und muss dauerhaft verboten
werden. Österreichs Regierung muss jetzt klar Stellung beziehen und
sich gegen Tiefseebergbau aussprechen”, so Bittner abschließend.
Die neue Greenpeace-Studie finden Sie unter: https://act.gp/3YNXE9a
Bildmaterial finden Sie unter: https://act.gp/3I03duq
Die Fotos stehen für eine einmalige Verwendung unter Angabe der Photo
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