- 23.01.2023, 10:11:58
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Greenpeace zu Treibhausgasbilanz: Österreich versagt bei Klimapolitik
Umweltschutzorganisation schlägt aufgrund hoher klimaschädlicher Emissionen Alarm - Klimaschutzgesetz und -plan für Klimaneutralität dringend notwendig
Utl.: Umweltschutzorganisation schlägt aufgrund hoher
klimaschädlicher Emissionen Alarm - Klimaschutzgesetz und
-plan für Klimaneutralität dringend notwendig =
Wien (OTS) - Anlässlich der heute vom Umweltbundesamt
veröffentlichten Treibhausgasbilanz für das Jahr 2021, warnt die
Umweltschutzorganisation Greenpeace vor einem Anstieg der
klimaschädlichen Emissionen. Nach dem Covid-bedingten Rückgang im
Jahr 2020 sind diese jetzt um rund 4,9 Prozent in die Höhe
geschnellt. Damit ist Österreich noch weit entfernt vom Ziel, bis
2040 klimaneutral zu sein. Greenpeace fordert die Bundesregierung
auf, das längst überfällige Klimaschutzgesetz umzusetzen. Auch muss
noch dieses Jahr ein ambitionierter nationaler Energie- und Klimaplan
(NEKP) vorgelegt werden.
“Die Treibhausgasbilanz stellt Österreich abermals ein vernichtendes
Zeugnis aus: Während auch im Winter ein Temperaturrekord auf den
nächsten folgt, wird weiterhin massiv viel klimaschädliches CO2 in
die Luft geblasen,” kritisiert Jasmin Duregger, Klima- und
Energieexpertin bei Greenpeace in Österreich. “In diesem letzten
vollen Regierungsjahr muss die schwarz-grüne Koalition endlich Nägel
mit Köpfen beim Klimaschutz machen. Das Ziel, bis 2040 klimaneutral
zu werden, ist ein Kraftakt, kein Spaziergang. Der Ausstoß von
Treibhausgasen muss rasch und nachhaltig gesenkt werden. Wir können
es schaffen, doch es gelingt nur mit einem ambitionierten Klima- und
Energieplan und sanktionierbaren Klimazielen", so Duregger.
Das großspurig angekündigte Klimaschutzgesetz ist inzwischen bereits
seit mehr als zwei Jahren überfällig. Es soll einen klaren Fahrplan
in Richtung Klimaneutralität 2040 vorgeben. Dazu zählt insbesondere
eine verpflichtende Emissionsreduktion pro Jahr. Zudem muss die
Überarbeitung des Nationalen Energie- und Klimaplans (NEKP) von
Österreich bis Ende Juni 2023 erarbeitet und an die EU-Kommission
übermittelt werden. Der Plan soll aufzeigen, mit welchen Maßnahmen
die österreichische Regierung das von der EU vereinbarte
Emissionsreduktionsziel von minus 48 Prozent bis 2030 erreichen will.
Greenpeace hat den letzten Klimaplan als vollkommen unzureichend
kritisiert.
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