• 17.01.2023, 11:44:39
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  • OTS0107

Ein gutes Jahr beginnt mit forcierter Biokraftstoffnutzung

PEK-Vorstand begrüßt neue Kraftstoffverordnung

Utl.: PEK-Vorstand begrüßt neue Kraftstoffverordnung =

Wien (OTS) - Die Plattform Erneuerbare Kraftstoffe (PEK) zieht
anlässlich ihres Neujahrsempfangs eine positive Bilanz für das Jahr
2022. "Gleichzeitig blicken wir zuversichtlich in das neue Jahr", so
Obmann Johannes Schmuckenschlager. "Wir haben uns bei unserer
Gründung vor 18 Monaten dem Grundsatz 'Ergänzen, nicht ersetzen'
verschrieben. Das bedeutet, wir müssen alle verfügbaren Technologien
einsetzen und ausbauen, um die Energie- aber auch die Verkehrswende
zu schaffen", so Schmuckenschlager weiter. Die jüngsten
energiepolitischen Weichenstellungen zeigen, dass dieser Grundsatz
auch ernst genommen wird. So wurden in der mit Jahreswechsel in Kraft
getretenen Novelle der Kraftstoffverordnung (KVO), zentrale
Forderungen der PEK, wie etwa die Einführung von E10 umgesetzt. "Aber
auch das gerade erst vorgestellte 'Erneuerbare-Gase-Gesetz' zeigt,
dass der Weg in Richtung Steigerung der Beimengung biogener
Komponenten zu fossilen Energieträgern konsequent weiter beschritten
wird", so Schmuckenschlager mit Blick auf die Regierungsklausur in
der vergangenen Woche.

"Wer fossile Energieträger reduzieren will, der muss klare
Rahmenbedingungen schaffen, um diese auch faktisch zu ersetzen. Mit
der Novelle der Kraftstoffverordnung wurde genau dieser Rahmen
geschaffen", so Ewald-Marco Münzer, PEK-Vorstandsmitglied und frisch
gewählter Präsident des europäischen Biokraftstoffproduzentenverbands
EWABA. "Aber nicht nur das Bekenntnis des Umweltministeriums (BMK) zu
mehr Bioethanol im Tank stimmt mich zuversichtlich. Auch hat das BMK
vor wenigen Wochen klargestellt, dass Verkehrsmittel, die zu 100% mit
Biokraftstoffen, also etwa Biodiesel oder Biogas, betrieben werden,
mit gleichwertigem oder sogar geringerem Treibhausgaspotenzial als
die Bahn anzusehen sind. Das ist ein klares Bekenntnis zu mehr
Biodiesel, insbesondere im Transportwesen, und zu abfallbasierten
Biokraftstoffen."

Vor allem aber begrüßt die PEK den Fokus des Umweltministeriums
auf die Zahl "10". "Neben der E10-Einführung und der angestrebten
Ver-10-fachung der Biogasproduktion in den kommenden Jahren auf etwas
mehr als 10 TWh, wäre die Einführung von B10 (Dieselkraftstoff mit
10% Biodiesel) die logische Konsequenz."

"2023 wird das Jahr der höheren Biokraftstoffbeimengungen. Mit
E10, also eine Steigerung der Bioethanol-Beimengung im Benzinbereich
von fünf auf 10%, wird der erste wichtige Schritt gesetzt", zeigt
sich auch Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung
und ebenfalls PEK-Vorstandsmitglied erfreut. "Seit über zehn Jahren,
genauer gesagt ab dem Jahr 2011, sind grundsätzlich alle
Benzin-Motoren E10-verträglich. Bei neueren Fahrzeugen finden sich
diesbezügliche Informationen in Form eines Aufklebers in der
Tankklappe. 15 weitere EU-Mitgliedstaaten haben diese
Ökologisierungsmaßnahme bereits erfolgreich eingeführt. Laut
Berechnung der Österreichischen Energieagentur könnten auf diesem
Wege pro Jahr mindestens 140.000 t CO2 zusätzlich im Verkehrssektor
eingespart werden", so Wiesinger abschließend. (Schluss)

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