- 22.12.2022, 12:25:40
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Hilfe vor Ort: Wirksamer Beitrag, humanitäre Not im Libanon zu lindern
Bundesregierung unterstützt UNHCR, Nothilfefonds CERF und Nichtregierungsorganisation Geneva Call mit 3 Millionen Euro
Utl.: Bundesregierung unterstützt UNHCR, Nothilfefonds CERF und
Nichtregierungsorganisation Geneva Call mit 3 Millionen Euro =
Wien (OTS) - Die wirtschaftliche und soziale Lage im
krisengebeutelten Libanon spitzt sich für die Bevölkerung vor Ort
immer mehr zu: Durch die globale Ernährungsunsicherheit, die durch
den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine befeuert wurde, hat sich
die Nahrungsmittelsituation im Land dramatisch verschlechtert. Über
80 Prozent der Bevölkerung leben in Armut, ein Viertel aller
Libanesen ist auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Hinzu kommt, dass
der Libanon seit Beginn des Syrienkonflikts rund 1,5 Millionen
syrische Vertriebene aufgenommen hat, was die ohnehin fragile
Grundversorgung im Land weiter belastet. Um das Leid im Libanon zu
lindern und internationale Hilfsbemühungen zu stärken, unterstützt
die österreichische Bundesregierung mit insgesamt 3 Millionen Euro
aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) des Außenministeriums.
„Die humanitäre Lage im Libanon hat sich seit Ausbruch des Krieges in
der Ukraine zunehmend verschlechtert. Hilfe vor Ort ist essentiell,
um auch weitere Migrationsströme nach Europa zu verhindern. Mit den
insgesamt 3 Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds, die im
Ministerrat beschlossen wurden, helfen wir das Leid der dortigen
Bevölkerung zu lindern. Durch die finanzielle Unterstützung an den
Nothilfefonds der Vereinten Nationen und die NGO Geneva Call leisten
wir einen wirksamen Beitrag im Sinne der österreichischen humanitären
Tradition“, stellt Bundeskanzler Karl Nehammer fest.
Der im Dezember 2005 reformierte Nothilfefonds der Vereinten Nationen
(Central Emergency Response Fund bzw. CERF) gilt als eines der
zentralen Reformvorhaben der Vereinten Nationen im humanitären
Bereich und gehört zum Amt für die Koordination humanitärer
Angelegenheiten der VN (OCHA). Als Stand-by-Fonds ermöglicht der CERF
den Opfern von Naturkatastrophen sowie bewaffneten Konflikten eine
möglichst frühe und verlässliche humanitäre Hilfe. Durch die
Unterstützung des CERF stellt Österreich somit sicher, dass den
Menschen vor Ort rasch und wirkungsvoll geholfen wird. Seit über 20
Jahren ist die Nichtregierungsorganisation Geneva Call hauptsächlich
in Syrien, dem Horn von Afrika und in der Sahelzone tätig. Das
Engagement der NGO ist vielfältig. So setzt sie sich nicht nur für
das Verbot von Antipersonenminen, den Schutz von Kindern und
Jugendlichen vor den Auswirkungen bewaffneter Konflikte sowie den
Schutz vor sexualisierter Gewalt sondern auch für die Einhaltung des
humanitären Völkerrechts, mit speziellem Fokus auf bewaffnete,
nichtstaatliche Akteure, ein.
„Die beschlossene Auszahlung aus dem Auslandskatastrophenfonds ist
nur durch die Vervielfachung der Mittel für humanitäre Hilfe in
dieser Bundesregierung möglich geworden. Im Libanon muss möglichst
schnell geholfen werden, die Situation wird immer prekärer. Der
UN-Fonds CERF ist dazu eingerichtet bei Naturkatastrophen
unverzüglich zu helfen. Geneva Call unterstützt besonders verletzbare
Gruppen in der Zivilbevölkerung bei der Bewältigung von Kriegen und
seinen Folgen. Das alles stellt auch einen essenziellen Beitrag zur
Überwindung von Fluchtursachen dar“, fügt Vizekanzler Werner Kogler
hinzu.
Von den 3 Millionen Euro geht eine Million Euro an das Amt des Hohen
Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) für den Libanon.
Weitere 1,9 Millionen Euro gehen an den internationalen Nothilfefonds
CERF/OCHA sowie weitere 100.000 Euro an die
Nichtregierungsorganisation Geneva Call.
„Hilfe vor Ort ist ein essentieller Eckpfeiler der österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit. Mit den Mitteln aus dem
Auslandskatastrophenfonds des Außenministeriums leisten wir einen
wirksamen und effizienten Beitrag, die humanitäre Krise in der Region
zu bekämpfen. Durch die Unterstützung des internationalen
Nothilfefonds CERF sowie der Nichtregierungsorganisation Geneva Call
können wir einen schnellen und wirkungsvollen Einsatz von humanitärer
Hilfe vor Ort sicherstellen“, betont Außenminister Alexander
Schallenberg abschließend die wichtige Rolle der Hilfe vor Ort.
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