• 23.11.2022, 11:59:47
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  • OTS0127

5,5 Millionen Euro aus Auslandskatastrophenfonds für Burkina Faso und Mali

Bundesregierung hilft vor Ort im krisengeschüttelten Westafrika

Utl.: Bundesregierung hilft vor Ort im krisengeschüttelten
Westafrika =

Wien (OTS) - Die Sahelzone sieht sich mit einer Vielzahl an Krisen
konfrontiert. Neben weitverbreiteter Armut und der schlimmsten Dürre
seit Jahrzehnten setzen bewaffnete Konflikte und terroristische
Gewalt den Menschen in der Region zu. Hinzu kommt die durch den
russischen Angriffskrieg befeuerte globale Ernährungsunsicherheit,
die die humanitäre Lage nochmals dramatisch verschärft hat. Mit
insgesamt 5,5 Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF)
des Außenministeriums will die österreichische Bundesregierung das
bestehende Leid in Burkina Faso und Mali lindern. Zusätzlich
unterstützt Österreich das Welternährungsprogramm der Vereinten
Nationen (WFP) bei Transport und Verteilung einer 125.000 Tonnen
Getreidespende der Ukraine in aktuell besonders krisenbetroffenen
Regionen in Afrika sowie dem Nahen und Mittleren Osten.

„Westafrika ist seit Jahrzehnten mit vielfältigen Krisen
konfrontiert. Mit dem Ausbruch des russischen Angriffskriegs auf die
Ukraine und dessen Auswirkungen auf die globale Ernährungssicherheit
hat sich die humanitäre Lage in den betroffenen Regionen weiter
verschärft. Millionen Menschen und Kinder sind auf humanitäre Hilfe
angewiesen. Für die österreichische Regierung steht die Unterstützung
für die Bevölkerung im Sinne unserer humanitären Tradition der Hilfe
vor Ort außer Frage. Wir stellen daher nicht nur insgesamt 5,5
Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds zur Verfügung,
sondern unterstützen auch das Welternährungsprogramm der Vereinten
Nationen beim Transport und der Verteilung in den besonders
betroffenen Regionen. Damit leisten wir einen wirksamen Beitrag das
Leid der Menschen in diesen Ländern zu lindern“,

führt Bundeskanzler Karl Nehammer an.

In Burkina Faso sind mindestens 4,9 Millionen Menschen auf humanitäre
Hilfe angewiesen, davon etwa 2,6 Millionen Kinder. Als eines der zehn
ärmsten Länder weltweit fehlt es an den grundlegendsten Gütern, die
Menschen haben oft keinen Zugang zu Nahrungsmitteln oder einer
ausreichenden Gesundheitsversorgung. Mehr als 1,5 Millionen Menschen
sind intern vertrieben, da sich die Sicherheitslage im Norden und
Osten des Landes verschlechtert hat. Auch im Süden Malis spitzt sich
die Sicherheitslage zu. Hunderttausende sind intern vertrieben.
Besonders für Kinder ist die humanitäre Situation gravierend. Knapp
die Hälfte der rund 7,5 Millionen auf humanitäre Unterstützung
angewiesenen Menschen sind Kinder.

„Krieg, Naturkatastrophen, Klimawandel und Pandemie tragen zur
Verschärfung der weltweiten Ernährungskrise bei. Die Zahl der von
Hunger betroffenen Menschen hat sich in den letzten beiden Jahren
verdoppelt. In Ostafrika und der Sahelzone leiden die Menschen
besonders darunter. Mit dem heutigen Beschluss stellen wir aus dem
Auslandskatastrophenfonds Mittel zur Verfügung, um Getreide in von
der Ernährungskrise betroffene Länder zu bringen. Dieses Getreide
wurde von der Ukraine an das World Food Programme gespendet.
Österreich beteiligt sich im Sinne seiner humanitären Tradition an
diesem außergewöhnlichen Akt der Solidarität, der hier von der
Ukraine gesetzt wird“,

erklärt Vizekanzler Werner Kogler.

Von den 5,5 Millionen Euro gehen jeweils 1 Million Euro an das
Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) und an das
Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sowie 500.000 Euro an
österreichische Nichtregierungsorganisationen in Burkina Faso.
Weitere 2 Millionen Euro gehen an das Kinderhilfswerk der Vereinten
Nationen für Mali. Zur Linderung der weltweiten Ernährungskrise
spendet die Ukraine dem WFP 125.000 Tonnen Getreide. Österreich
stellt dem WFP 1 Million Euro für den Transport dieser Spende zur
Verfügung, um dieses Getreide zu den von der Nahrungsmittelkrise
besonders Betroffenen in afrikanischen Ländern, Jemen, Syrien und
Afghanistan zu bringen.

„Die Sahelzone ist bereits von einem Tsunami an Krisen getroffen,
darunter Dürren nie dagewesenen Ausmaßes, die Pandemie und
Terrorismus. Durch die globale Ernährungsunsicherheit, verschärft
durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, hat sich die
humanitäre Lage nochmals zugespitzt. Durch Hilfe vor Ort leistet
Österreich einen wirksamen Beitrag, die humanitären Krisen in Burkina
Faso, Mali und in anderen von der akuten Krise hauptbetroffenen
Regionen zu bekämpfen“,

so Außenminister Alexander Schallenberg abschließend.

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