- 19.10.2022, 10:57:40
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Rinderzucht Austria: Neue starke Doppelführungsspitze
Sebastian Auernig zum neuen Obmann gewählt
Utl.: Sebastian Auernig zum neuen Obmann gewählt =
Wien (OTS) - Anlässlich der ordentlichen Generalversammlung der
Rinderzucht Austria wurde der Kärntner Sebastian Auernig von den
Mitgliedern einstimmig zum neuen Obmann gewählt. Er folgt auf Stefan
Lindner, der nach über 6 Jahren engagierter Obmannschaft wegen seinem
Wechsel als Obmann der Berglandmilch nicht mehr zur Verfügung stand.
Sebastian Auernig bewirtschaft im Nebenerwerb einen Fleckviehbetrieb
in Feldkirchen, ist Direktor der Landwirtschaftlichen Fachschule in
Althofen, Obmann von Fleckvieh Austria und caRINDthia, Präsident des
Austrian Agricultural Clusters sowie Fleckvieh-Welt-Präsident.
Als Obmannstellvertreter fungiert der Tiroler Thomas Schweigl, der
zukünftig mit Sebastian Auernig aufgrund der gewachsenen erweiterten
Aufgaben eine starke Führungsdoppelspitze bilden wird. Aus dem
Vorstand neben Stefan Lindner ausgeschieden sind: Hermann Gruber,
Franz Kaltenbrunner und Andreas Wurzinger. Dem Vorstand gehören
weiterhin Andreas Täubl (Steiermark) und Bruno Deutinger (Salzburg)
sowie neu Ulrich Kopf (Vorarlberg), Johannes Steiner
(Niederösterreich), Josef Miesenberger (Oberösterreich) und Stefan
Rohrmoser (Jungzüchter) an. Als Vorsitzender des Kontrollausschusses
wurde Markus Gruber aus Oberösterreich kooptiert.
Wichtige Weichenstellungen von Stefan Lindner
Im Rahmen der Obmannschaft von Stefan Lindner wurde eine eigene
Abteilung Forschung, Entwicklung und Innovation ins Leben gerufen, um
von der Rinderzucht selbst in dieser Hinsicht noch stärker
Initiativen zu setzen. Die Projekte D4Dairy, FoKUHs, Klauen-Q-Wohl,
Elektronisches Medikamentenbuch brachten vielfältige Ergebnisse. An
Nachfolgeprojekten für D4Dairy und FoKUHs wird gearbeitet, das
Projekt NEU.Rind hat praxistaugliche Hilfestellungen zur Bewertung
von Umwelt und Nachhaltigkeit für die einzelnen Betriebe als Ziele.
Mit Transparenz wurden und werden die Konsumentinnen und
Konsumenten über den Ablauf und die Gegebenheiten rund um die
Zuchttiertransporte informiert. Sei es mit faktenbasiertem Bild- und
Informationsmaterial aus mehreren begleiteten Transporten oder mit
einem Transporter auf Veranstaltungen vor Ort.
Die Rinderzucht Austria brachte sich konstruktiv in die
Gesetzesnovellierungen zum Tiertransport, Tierschutz und zur
Tierhaltung ein.
Für eine Weiterführung der Vermarktung - trotz Corona - wurde auf
schnellstem Weg eine Online-Versteigerungsplattform, Kuh4You,
eingerichtet. Parallel konnten aber weiterhin die
Zuchtrinderversteigerungen unter strengsten Sicherheitsauflagen in
enger Abstimmung mit dem Landwirtschafts- und Gesundheitsministerium
durchgeführt werden.
Strukturelle Anpassungen
Die Ausrichtung nach neuen Wegen für eine rinderhaltende
Landwirtschaft machten eine Auseinandersetzung mit der eigenen Marke
unabdingbar. Im Rahmen des CI Relaunch Prozesses einigte man sich
auch darauf, den Vereinsnamen von Zentrale Arbeitsgemeinschaft
Österreichischer Rinderzüchter (ZAR) in RINDERZUCHT AUSTRIA
umzubenennen. Neue Projekte und Aufgaben von im Haus der Tierzucht in
der Dresdner Straße, 1200 Wien, ansässigen Dachorganisationen ließen
den Wunsch nach einer Erweiterung der Bürogemeinschaft aufkommen. Im
November 2021 wurden die neuen Büroräumlichkeiten eröffnet. In diesen
ist auch der Sitz des geplanten neuen Österreichischen
Tiergesundheitsdienstes vorgesehen. Wie die Tiergesundheit Österreich
die Rinderbauern unterstützen kann, brachte Dr. Ulrich Herzog,
Chefveterinär im Gesundheitsministerium, bei seinem Gastreferat der
Generalversammlung näher dar.
Österreichischer Weg der Rinderzucht
"Wir werden weiterhin engagiert mit unseren
Mitgliedsorganisationen den österreichischen Weg der Rinderzucht
weitergehen", so der neue Obmann Sebastian Auernig. "Dieser ist
zeitgemäß und nachhaltig. Die Art der Zusammenarbeit zwischen der
Praxis, den Organisationen und Institutionen ist auch im
internationalen Vergleich beispielgebend. Der Fokus in der Zucht ist
weiterhin auf Gesundheit und Fitness ausgerichtet." Das neue
Verfahren Single Step in der Zuchtwertschätzung in Österreich brachte
enorme Fortschritte, da die Berechnung genomisch optimierter
Zuchtwerte für alle Tiere in einem Rechenschritt möglich ist.
"Das Ziel für die Zukunft ist es, die Zucht in Bauernhand zu
erhalten", so Obmannstellvertreter Thomas Schweigl. "Dazu werden wir
mit aller Leidenschaft für die nächsten Generationen weiterarbeiten.
Nur gemeinsam und mit allen Beteiligten entlang der
Wertschöpfungskette können der Erhalt der heimischen tierhaltenden
Landwirtschaft und der wirtschaftliche Erfolg für unsere Bäuerinnen
und Bauern erreicht werden."
Ehrungen und Hofübergabe
Franz Vogelmayer (Tierzuchtdirektor Oberösterreich), Hermann
Gruber (ehem. Vorstandsmitglied) und Erwin Brunner (ehem.
Tierzuchtdirektor Kärnten) wurden für ihre Verdienste um die
Rinderzucht geehrt. Im Anschluss an die Generalversammlung folgte die
offizielle Hofübergabe mit Vertretern, Partnern und Freunden der
Rinderzucht. (Schluss)
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