• 05.10.2022, 10:26:46
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  • OTS0071

RINDERZUCHT AUSTRIA: Faktencheck zum Kälbertransport

95% der Kälber für Österreich

Utl.: 95% der Kälber für Österreich =

Wien (OTS) - 2021 wurden in Österreich 747.519 Kälber geboren. 94,8%
dieser Kälber wurden in Österreich entweder auf Milch- oder
Mastbetrieben zur Produktion wertvoller Lebensmittel aufgezogen.
Lediglich ein kleiner Teil, jährlich etwa 40.000 Kälber, fand keinen
Platz in Österreich, sondern wurden in andere EU- Mitgliedstaaten
verkauft. Italien, Polen und Spanien sind die wichtigsten Märkte für
österreichische Kälber. Mit den Verkäufen gehen Tiertransporte
einher, die in Österreich auf höchstem EU-Standard durchgeführt
werden. Am 1. September dieses Jahres trat die Novelle des
Tiertransportgesetzes in Kraft, die u.a. die Transportfähigkeit der
Tiere genauer definiert und noch strengere Kontrollen vorschreibt.

Was passiert mit den 5%, die nicht in Österreich bleiben?

Die Rinderzucht Austria begleitete in den letzten Jahren
regelmäßig Transporte nach Italien und Spanien und konnte sich von
den guten Bedingungen auf den Transporten und vom ungestörten
Allgemeinbefinden der Kälber bei der Ankunft in den Zielländern
überzeugen. In den Zielländern bestehen ideale Bedingungen für die
Kälber- und Rindermast. In Spanien z.B. werden die Kälber in großen
Betrieben unter guten Bedingungen für das Tierwohl und die
Tiergesundheit mit viel Platz, Stroh und gutem Stallklima gehalten.
Nach einem Jahr werden die meisten Tiere vor Ort geschlachtet. Da
Spanien aber einen regen Handel mit Nordafrika betreibt, kann nicht
ausgeschlossen werden, dass österreichische Kälber nach Nordafrika
weiterverkauft werden. 2021 waren das 507 Tiere, also 1,3% aller ins
Ausland exportierten Kälber.

Maßnahmen zur Reduktion der Kälberexporte

Da davon ausgegangen wird, dass die Tierwohlstandards dieser
Länder nicht den Standards in der EU entsprechen, ist es ein großes
Anliegen österreichischer Rinderbauern den Weiterverkauf der Kälber
aus Spanien nach Nordafrika zu verhindern. So versucht man einerseits
auf EU-Ebene ein Verbot von Schlachttiertransporten in Drittstaaten
zu erwirken und andererseits die Zahl der Kälberexporte aus
Österreich nach Spanien zu reduzieren. Dabei sind bereits Erfolge zu
verzeichnen. Durch die österreichische Kalbfleischstrategie, die
umfassende Unterstützung beim Aufbau inländischer
Kalbfleischproduktion, wie z.B. der Rosé Mast, bietet, ist es
gelungen, die Zahl der Kälbertransporte von 2019 bis 2021 bereits um
mehr als 26% zu reduzieren.

Forderung nach Herkunftskennzeichnung

Für die Rinderzucht Austria steht die Kennzeichnung der Herkunft
österreichischer Lebensmittel ganz klar im Zusammenhang mit dem
weiteren Erfolg dieser Projekte. Die Kennzeichnung der Herkunft ist
ein zusätzlicher Schritt zur transparenten Kaufentscheidung.

RINDERZUCHT AUSTRIA - Leidenschaft. Für Generationen.

Die RINDERZUCHT AUSTRIA (www.rinderzucht.at) ist die
Interessenvertretung der über 22.000 österreichischen Rinderzüchter
und Rinderzüchterinnen. Mitglieder sind die Rinderzuchtverbände,
Landeskontrollverbände, Landwirtschaftskammern,
Besamungsorganisationen und Rassenarbeitsgemeinschaften. Der
unabhängige Dachverband wurde 1954 als “Zentrale Arbeitsgemeinschaft
österreichischer Rinderzüchter“ gegründet. Die wichtigsten Aufgaben
sind: Interessenvertretung, Herdebuchführung, Leistungsprüfung,
Zuchtwertschätzung, Marketing, Forschung, Bildung. (Schluss)

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