- 04.10.2022, 11:09:15
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Nachhaltige Tierhaltung Österreich zum Welttierschutztag
Tierwohl und Wertschöpfung für unsere Nutztiere
Utl.: Tierwohl und Wertschöpfung für unsere Nutztiere =
Wien (OTS) - Die Bühne gehört am heutigen Welttierschutztag unseren
Nutztieren. 1,8 Mio. Rinder, 2,7 Mio. Schweine, 402.000 Schafe,
100.600 Ziegen, 20 Mio. Geflügel und 130.000 Pferde werden in
Österreich auf den überwiegend von Familien geführten Betrieben
gehalten. Ihre Produkte Fleisch, Geflügel, Eier, Milch und
Milchprodukte tragen wesentlich zur Versorgungssicherheit Österreichs
mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln bei. Die Produktions-,
Umwelt -und Tierwohlstandards sind in Österreich viel höher als in
anderen Ländern, und es gibt eine enge Partnerschaft mit der
Tierärzteschaft sowie regelmäßige Kontrollen. Die Mensch-Tier
Beziehung wird tagtäglich gelebt, das Tierwohl steht bei allen
Aktivitäten an oberster Stelle. Dies bestätigt auch das Platz eins
Ranking von Österreich von der Tierschutzorganisation World Animal
Protection. Die Nutztierbranche selbst bringt sich mit großem
Engagement, praxisorientierten Lösungen und Forschungstätigkeit zur
Verbesserung der Lebens- und Haltungsbedingungen der Tiere ein. Die
Forschungsprojekte haben in der Praxis das Ziel, den Einsatz von
Antibiotika zu reduzieren, die Langlebigkeit der Tiere zu fördern und
Digitalisierung im Sinne von Tierwohl nutzbringend einzusetzen.
Entwicklungen im Sinne von mehr Tierwohl
Wichtige Weichenstellungen für die Weiterentwicklung zum Wohle der
Tiere wurden bereits eingeleitet: der vom Landwirtschaftsministerium
initiierte Tierwohlpakt, das Ende der Anbindehaltung, der Ausstieg
aus der Vollspaltenhaltung, das Verbot des Kükenschredderns und
Schwanzkupierens. Parallel dazu wurden Fortschritte im
Tierschutzgesetz, im Tiertransportgesetz und in der 1.
Tierhaltungsverordnung beschlossen. Gütesiegel, wie das
AMA-Gütesiegel, und Markenqualitätsprogramme werden ausgebaut. Gerade
im Schweinebereich wird man mit der neuen Tierwohlstrategie den
gesellschaftlichen Anforderungen gerecht. Ziel bis 2030 ist es, 1
Mio. Tierwohlschweine zu vermarkten. Das wäre eine Steigerung von
derzeit 5 auf 20%.
Abgeltung der Mehrkosten
„Die Wirtschaftlichkeit für unsere Betriebe darf bei allen diesen
Aktivitäten nicht aus den Augen verloren werden. Für diese
Tierwohlmaßnahmen und neuen Haltungsformen müssen unsere Bäuerinnen
und Bauern Ställe umbauen und mit höheren Futter- und Energiekosten
rechnen“, betont Josef Fradler, Obmann Verein Nachhaltige
Tierhaltung Österreich (NTÖ). „Diese Mehrkosten müssen entsprechend
abgegolten werden, um unsere Milch- und Fleischproduktion zu sichern
und überhaupt unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft zu erhalten.“
Neben einem höheren Anteil an der Wertschöpfungskette fordern die
Vertreter der Nutztierbranche in diesem Zusammenhang die rasche
Umsetzung der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung bis auf jeden
Teller, also auch in der Gastronomie.
Über den NTÖ
Die Rinderzucht Austria, der Verband Österreichischer
Schweinebauern (VÖS), der Österreichische Bundesverband für Schafe
und Ziegen (ÖBSZ), die Geflügelwirtschaft Österreich sowie die
Arbeitsgemeinschaft Rind (ARGE Rind) und die Zentrale
Arbeitsgemeinschaft österreichischer Pferdezüchter (ZAP) haben 2016
den gemeinsamen Dachverein „Nachhaltige Tierhaltung Österreich“
gegründet. Damit sollen gemeinsam die Interessen der TierhalterInnen
aller Sparten vertreten und agrarpolitische Themen koordiniert
behandelt werden. Mehr Informationen sind im Web unter
www.nutztier.at zu finden. (Schluss)
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