- 06.09.2022, 19:00:02
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- OTS0163
Außenminister Schallenberg: „Kunst braucht Freiheit. Wer diese Freiheit angreift, greift die Kunst an“
Außenminister Schallenberg bei der Auslandskulturtagung 2022 –Außenministerium setzt internationale Initiativen zum Thema „Zukunftskultur“
Utl.: Außenminister Schallenberg bei der Auslandskulturtagung 2022
–Außenministerium setzt internationale Initiativen zum Thema
„Zukunftskultur“ =
Wien (OTS) - „Der Krieg, die Inflation, drohender Wohlstandsverlust,
Energiekrise, Klimakrise und die Pandemie erzeugen Unsicherheit und
Ängste. Gerade jetzt kommt der Kunst eine besondere Aufgabe zu: Kunst
ist Mutmacherin. Kunst ist Ruf nach Freiheit. Kunst ist geistige
Nahrung. Und all das brauchen wir jetzt“, so Außenminister Alexander
Schallenberg bei der Auslandskulturtagung 2022 in der Expedithalle
der Ankerbrot Fabrik in Wien zum Thema „Zukunftskultur“.
„Die geistige Resilienz, die wir jetzt brauchen, ist ohne Kunst
undenkbar“, betonte der Außenminister. Es sei wichtig, dass die
Auslandskultur seit Kriegsausbruch eine Vielzahl an Maßnahmen gesetzt
habe, um Kunst- und Kulturschaffende aus der Ukraine zu unterstützen.
Doch auch die Kunst würde instrumentalisiert, so Bundesminister
Schallenberg. Bei aller Entrüstung dürften wir nie das Augenmaß
verlieren. Schallenberg: „Wenn sogar in Frage gestellt wird, ob man
noch Tschaikowsky oder Strawinsky spielen dürfe, dann ist das eine
Entwicklung, die in die völlig falsche Richtung führt und die
Alarmglocken schrillen lassen muss. Kunst braucht Freiheit. Wer diese
Freiheit angreift, greift die Kunst an.“
Mit Blick auf das 2023 bevorstehende 50-jährige Jubiläum der
Auslandskultur stellten die kürzlich ernannte Sonderbeauftragte für
Auslandskultur, Helga Rabl-Stadler, und Christoph Thun-Hohenstein,
der Teresa Indjein als Leiter der Sektion für Internationale
Kulturangelegenheiten nachfolgen wird, die Initiative „IMAGINE Arts &
Ideas“ und das erste Generalthema DIGNITY vor. So wird sich die
Auslandskultur noch intensiver mit ökosozialen, digitalen und
ethischen Herausforderungen beschäftigen. Das Zusammenspiel von Kunst
und Wissenschaft, Projekte der Klimakultur und des Digitalen
Humanismus sowie der Dialog mit Andersdenkenden werden Pfeiler einer
Zukunftskultur bilden. Ziel ist die Vision einer neuen,
ganzheitlichen Ethik als Grundlage demokratischer, gesellschaftlicher
und wirtschaftlicher Erneuerung.
Humanismus und Ökologie standen auch im Mittelpunkt des Auftritts der
französischen Philosophin Corine Pelluchon, die sich in ihrem Vortrag
der Bedeutung dieser Leitbilder für die Europäische Union widmete.
Zuvor wurden im Rahmen eines öffentlichen „NachmittagSALON
Zukunftskultur“ wesentliche Zukunftsfragen wie Klima- und
Kreislaufkultur, Künstliche Intelligenz und Extended Reality
erörtert. Thematisiert wurden hier auch die vielfältigen Potenziale
künstlerischer Sparten, in Kooperation mit den Wissenschaften einen
positiven Wandel voranzutreiben. Die Podiumsgespräche wurden u.a. von
der Linzer Professorin für Roboterpsychologie und Künstliche
Intelligenz, Martina Mara und der Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb
geleitet.
Mit ihrem weltweiten Netzwerk an Kulturforen und Botschaften
entwickelt die Österreichische Auslandskultur laufend neue
Programmideen, mit dem Ziel, die Sichtbarkeit Österreichs zu erhöhen
und österreichischen Kunst- und Kulturschaffenden internationale
Perspektiven zu bieten. Das „Jahr der Literatur 2022“ oder die
Ausschreibung „On the road again“ für österreichische bildende
Künstlerinnen und Künstler sind nur zwei Beispiele für den
Facettenreichtum der Auslandskulturinitiativen des Außenministeriums.
Die Auslandskulturtagung 2022 wurde wieder als „Green Event“
zertifiziert und durchgeführt.
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