• 13.07.2022, 09:42:22
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  • OTS0042

Schmuckenschlager: Alternative Kraftstoffe sind zentral zur Sicherung der Versorgung

Kritik an Verweigerung höherer Beimischungsraten von Biokraftstoffen

Utl.: Kritik an Verweigerung höherer Beimischungsraten von
Biokraftstoffen =

Wien, 13. Juli 2022 (OTS) - Völliges Unverständnis zur anhaltenden
Verweigerungshaltung von Bundesministerin Leonore Gewessler gegenüber
einer Anhebung von Biokraftstoffbeimischungen äußert Johannes
Schmuckenschlager, Obmann der Plattform Erneuerbare Kraftstoffe:
"Unternehmen werden aufgefordert, Öl statt Gas einzusetzen und die
Ölreserven freigegeben. Die Situation ist ernst. Wir nehmen aus den
Lagern, ohne Alternativen anzudenken. E10 könnte schon längst
eingeführt sein, stattdessen exportieren wir unser Potenzial ins
Ausland, denn die heimische Produktion liegt bei über 200% des
Inlandsverbrauchs", so Schmuckenschlager.

Die Freigabe weiterer Ölreserven zur Versorgungssicherung
reduziert die Erdölreserve. Diese umfasst den österreichischen
Durchschnittsverbrauch von drei Monaten. Fertige Kraftstoffe wie
Benzin und Diesel sind Teil dieser Reserve. Seit Juni wurden bereits
212.000 t Diesel und 56.000 t Benzin aus den Lagern genommen. Der
Vorstand der Plattform Erneuerbare Kraftstoffe fordert ganz klar die
sofortige Einführung von E10, wie im Regierungsprogramm vereinbart,
und ebenso die Erhöhung der Beimischung bei Diesel auf B10 ein. Wird
der produzierte Alkohol nicht im heimischen Benzin eingesetzt, muss
Österreich viele Millionen Euro für CO2-Lizenzen bezahlen.
Gleichzeitig müssen alle Einsparungspotenziale genutzt werden, um
Volumina für andere Bereiche frei zu machen.

"100 Mio. l Benzin könnten sofort ersetzt werden und wären
anderwärtig verfügbar und einsatzbereit. Alternative Kraftstoffe
reduzieren unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern -
nachhaltig und aus Koppelprodukten der Eiweißfuttermittelproduktion
oder aus Reststoffen der Stärkeerzeugung ohne Flächenkonkurrenz",
hält Bernhard Wiesinger, Vorstandsmitglied der Plattform Erneuerbare
Kraftstoffe, fest und ergänzt: "Der Unterschied zwischen Heizöl
leicht und Diesel ist lediglich der Farbstoff."

Für Ewald-Marco Münzer, Vorstandsmitglied der Plattform
Erneuerbare Kraftstoffe, gilt es, Potenziale zu ermöglichen anstatt
Lösungen zu verhindern. "Die Dekarbonisierung des Verkehrs- und
Transportsektors trägt zur Versorgungssicherheit bei. Die Forcierung
von B100 im LKW-Bereich würde große Mengen an fossilen Kraftstoffen
ersetzen und freisetzen. Die erste - geschätzte - Million Liter
Diesel könnte durch die Umstellung der DDSG auf Biodiesel freigemacht
und gleichzeitig die Umwelt geschützt werden, denn heimisch erzeugter
Biodiesel basiert überwiegend auf Altspeiseöl und hat exzellente
Treibhausgaseinsparungswerte", so Münzer abschließend. (Schluss)

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