• 01.07.2022, 09:00:02
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Offener Brief an EU-Abgeordnete: Greenpeace fordert NEIN zu Atomkraft und fossilem Gas in der Taxonomie

Umweltschutzorganisation fordert österreichische EU-Abgeordnete auf, bei klarem Nein zu bleiben – Abstimmung zur Taxonomie am 6. Juli entscheidend für Klimaschutz und Sicherheit in Europa

Utl.: Umweltschutzorganisation fordert österreichische
EU-Abgeordnete auf, bei klarem Nein zu bleiben – Abstimmung
zur Taxonomie am 6. Juli entscheidend für Klimaschutz und
Sicherheit in Europa =

Wien/Brüssel (OTS) - Greenpeace Österreich Chef Alexander Egit
fordert die österreichischen EU Abgeordneten in einem offenen Brief
eindringlich auf, die Taxonomie im EU-Parlament abzulehnen. Die 19
österreichischen Abgeordneten werden gemeinsam mit den anderen 686
Delegierten im EU Parlament am 6. Juli das Schicksal der EU-Taxonomie
entscheiden. Die EU-Kommission hatte im Februar einen Vorschlag
vorgelegt, in dem sowohl fossiles Gas als auch Atomkraft als “grüne”
Energiequellen eingestuft werden und besondere Förderungen und
Erleichterungen bei Investitionen erhalten sollen. Mit 353 oder mehr
Stimmen gegen den Vorschlag können die EU-ParlamentarierInnen diesen
Vorschlag ablehnen. Greenpeace fordert, dass Atomenergie und Gas
nicht als grüne Energieformen in die EU-Taxonomie aufgenommen werden
dürfen. Die VertreterInnen Österreichs im EU-Parlament müssen ihr
Versprechen halten und gegen diesen sinnwidrigen Gesetzesentwurf
stimmen.

“Aktuell sieht es danach aus, dass die Abstimmung im EU-Parlament
sehr knapp verlaufen wird. Bereits eine Stimme mehr für die Taxonomie
oder eine Enthaltung aus Österreich wären fatal. Österreich muss bei
seinem klaren Nein zu Atomkraft bleiben, alles andere wäre ein
Skandal”, sagt Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace in
Zentral- und Osteuropa. Im Jänner 2022 haben sich alle
österreichischen Europaabgeordneten (MEPs) dazu bekannt, sich gegen
Atomkraft und Gas in der Taxonomie auszusprechen. Den Zusammenschluss
hatte der ÖVP-Abgeordnete Othmar Karas organisiert. Mittlerweile ist
absehbar, dass fast alle 70 Europaabgeordnete in der Rechtsaußen
Fraktion (Identity and Democracy, ID), der auch die FPÖ angehört, für
die Taxonomie stimmen werden. Greenpeace fordert die österreichischen
FPÖ-Abgeordneten auf, keinesfalls dem “Fraktionsdruck” nachzugeben
und beim klaren Nein zu Atomkraft zu bleiben.

“Greenpeace fordert alle österreichischen EU-Abgeordneten auf, der
EU-Taxonomie eine klare Absage zu erteilen und auf den letzten Metern
auch noch Fraktionskolleginnen und -kollegen aus anderen Ländern zu
überzeugen. Atomkraft und Gas sind nicht grün, sondern blutrot. Die
Taxonomie würde Milliarden an Euro in Putins Staatskasse spülen –
denn Europa bezieht große Mengen Gas und Uran aus Russland. Gerade
mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine zeigt sich, wie
falsch und gefährlich eine weitere Unterstützung dieser
Energiequellen ist”, so Egit. Am 14. Juni hatte die Mehrheit der 147
Abgeordneten in den Fachausschüssen Wirtschaft und Umwelt gegen die
Taxonomie abgestimmt und damit eine klares Signal an die Abgeordneten
im Plenum gesendet. Der Greenpeace Appell richtet sich nun an die ÖVP
Abgeordneten Alexander Bernhuber, Othmar Karas, Christian Sagartz,
Simone Schmiedtbauer, Barbara Thaler, Angelika Winzig und Lukas Mandl
sowie von der FPÖ Roman Haider, Georg Mayer und Harald Vilimsky.
Ebenso geht der Aufruf an Claudia Gamon von NEOS sowie an Hannes
Heide, Evelyn Regner, Andreas Schieder, Günther Sidl und Bettina
Vollath von der SPÖ und an Monika Vana, Thomas Waitz und Sarah Wiener
von den Grünen.

Den offenen Brief finden Sie hier: https://act.gp/EU-Taxonomie-Brief

Bildmaterial steht unter Angabe des Urheberrechtshinweises für
redaktionelle Zwecke kostenlos zur Verfügung:
https://act.gp/EU-Taxonomie-Media

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