- 21.06.2022, 08:07:42
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Fünf Ausweisungen und hohe Strafen nach Baustellenkontrolle durch Finanzpolizei und Polizei
Wien (OTS) - Was als routinemäßige Verkehrskontrolle der Polizei im
Zillertal begonnen hat, endete letztlich in einer wahren Anzeigenflut
durch die Finanzpolizei. Fünf chinesische Staatsbürger wurden
ausgewiesen, ein italienischer Betrieb und der österreichische
Auftraggeber müssen mit hohen Strafen rechnen.
„Im Kampf gegen Abgaben- und Sozialversicherungsbetrug ist die
behördenübergreifende Zusammenarbeit wie in diesem Fall von wichtiger
Bedeutung. Ich gratuliere allen Beteiligten zu diesem Erfolg im Sinne
fairer Wettbewerbsverhältnisse und gegen illegale Beschäftigung“, so
Finanzminister Magnus Brunner.
Am 2. Juni führten zwei Beamte der Polizeiinspektion Mayrhofen eine
Verkehrskontrolle im Zillertal durch. Ein in Italien zugelassenes
Firmenfahrzeug mit fünf Asiaten und einem italienischen Fahrer machte
die beiden Polizisten allerdings skeptisch. Mit Unterstützung der
angeforderten Finanzpolizei Kufstein/Schwaz wurde anschließend
gemeinsam eine intensive Kontrolle der Baustelle, auf der die
Angehaltenen tätig waren, durchgeführt.
Dort stellten die Beamten fest, dass fünf der sieben angetroffenen
chinesischen Staatsangehörigen keinen gültigen Aufenthaltstitel für
Österreich vorlegen konnten. Nach Einbehaltung einer
Sicherheitsleistung wurden sie zur sofortigen Ausreise aus dem
Bundesgebiet aufgefordert. Die Finanzpolizei stellte aufgrund ihrer
Ermittlungen Anzeigen nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz, Lohn-
und Sozialdumping-Beschäftigungsgesetz sowie der Gewerbeordnung
sowohl für die italienische Firma als auch für den österreichischen
Auftraggeber. Dabei stimmte sich die Finanzpolizei auch eng mit den
italienischen Behörden ab. Die Betriebe werden nun mit Strafen in
Höhe von insgesamt ca. 25.000 Euro rechnen müssen.
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