• 03.05.2022, 13:55:01
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  • OTS0157

Verein Nachhaltige Tierhaltung begrüßt verpflichtende Herkunftskennzeichnung

Gastronomie soll als nächster Schritt folgen

Utl.: Gastronomie soll als nächster Schritt folgen =

Wien (OTS) - Der Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ) als
Sprachrohr der Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Geflügel und Pferde
haltenden Betriebe begrüßt die von Bundeskanzler Karl Nehammer und
Bundesministerin Elisabeth Köstinger angekündigte Begutachtung der
Verordnungen zur Einführung der verpflichtenden
Herkunftskennzeichnung von Milch, Fleisch und Eiern in verarbeiteten
Produkten und in der Gemeinschaftsverpflegung.

"Der NTÖ fordert seit Jahren die Umsetzung der im
Regierungsprogramm verankerten Vorhaben. Ein großer Dank gilt hier
besonders dem Landwirtschafts- und dem Gesundheitsministerium, dass
dieser Schritt zu mehr Transparenz der angebotenen Lebensmittel
gesetzt wurde", so NTÖ-Obmann Josef Fradler. "Die heimischen
kleinstrukturierten bäuerlichen Familienbetriebe erzeugen tagtäglich
qualitativ hochwertige Lebensmittel für die Gesellschaft unter
Einhaltung höchster Tierwohl-, Umwelt- und Produktionsstandards,
schaffen Versorgungssicherheit und sind für die
Gemeinschaftsverpflegung abrufbar. Es ist höchste Zeit, diese
entsprechend zu kennzeichnen", so der Obmann.

Es braucht Monitoring und Kontrollen

Damit die Umsetzung der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung
auch funktioniert, braucht es laut NTÖ konkrete Einrichtungen für
entsprechendes Monitoring sowie Kontrollmechanismen. "Das Projekt der
Servicestelle für die Beschaffung von Ei und Geflügel (SNEG) der
Zentralen Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Geflügelwirtschaft
(ZAG) könnte hier Unterstützung anbieten", informiert Markus Lukas,
Vertreter der österreichischen Geflügelwirtschaft. Hierbei werden die
Einkäufer, Gastronomen und Küchenleiter in der
Gemeinschaftsverpflegung über die hohe Qualität der
AMA-Gütesiegel-zertifizierten Geflügel- und Eiprodukte informiert,
denn Eier aus Käfighaltung und Geflügelfleisch mit niedrigen
Haltungsstandards landen noch immer täglich auf den heimischen
Tellern. Die SNEG-Servicestelle unterstützt die Unternehmen
hinsichtlich Verfügbarkeit und Kommunikation.

Gastronomie sollte nun nachrücken

Für die Vertreter des NTÖ sollte die verpflichtende
Herkunftskennzeichnung sowohl für alle öffentlichen und privaten
Gemeinschaftsverpfleger als auch für die Gastronomie eingeführt
werden. "Die Kennzeichnung sollte auch die Gastronomie umfassen, denn
hier wird ein Großteil der Mahlzeiten verzehrt. Dann haben unsere
Konsumentinnen und Konsumenten Transparenz auf ihren Tellern und die
Qualität unserer heimischen Produkte ist deutlich sichtbar", so
Fradler.

Über den NTÖ

Die Rinderzucht Austria, der Verband Österreichischer
Schweinebauern (VÖS), der Österreichischer Bundesverband für Schafe
und Ziegen (ÖBSZ), die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der
österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG) sowie die
Arbeitsgemeinschaft Rind (ARGE Rind) und Pferd Austria haben 2016 den
gemeinsamen Dachverein NTÖ gegründet. Damit sollen gemeinsam die
Interessen der Tierhalter aller Sparten vertreten und agrarpolitische
Themen koordiniert behandelt werden. (Schluss)

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