- 25.04.2022, 10:00:02
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Österreich und IWF verlängern Übereinkommen über das Joint Vienna Institute
Wien (OTS) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) und Österreich
blicken mittlerweile auf eine 30-jährige Erfolgsbilanz des Joint
Vienna Institute (JVI) in Wien zurück. Diese Zusammenarbeit wurde am
23. April 2022 von der Geschäftsführenden Direktorin des IWF,
Kristalina Georgieva, dem österreichischen Finanzminister, Magnus
Brunner, dem Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB),
Robert Holzmann, und dem Vize-Gouverneur der OeNB, Gottfried Haber,
um weitere vier Jahre verlängert.
„Unsere Kooperation am JVI zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung
Österreich und der IWF dem Aufbau von Kapazitäten,
politikorientierter Ausbildung und dem Knüpfen regionaler Netzwerke
in den aufstrebenden Volkswirtschaften Europas, am Kaukasus und in
Zentralasien beimessen“, so IWF-Chefin Kristalina Georgieva. „Unter
den aktuellen herausfordernden Bedingungen sind der Aufbau starker,
widerstandsfähiger Institutionen sowie Investitionen in die
politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger von heute und morgen
wichtiger denn je. Der IWF ist Österreich außerordentlich dankbar für
seine kontinuierliche Unterstützung am JVI und für alles, was es in
der Region leistet.“
Finanzminister Brunner betonte, dass „die Stärkung der Kapazitäten
wirtschaftspolitischer Institutionen zu einer wirkungsvolleren
Wirtschafts- und Finanzpolitik führt und somit stabile und
nachhaltige wirtschaftliche Rahmenbedingungen fördert. Durch das
Angebot an Schulungen für Expertinnen und Experten aus der
öffentlichen Verwaltung, das laufend an die Bedürfnisse in den
Zielregionen des JVI angepasst wird, leistet Österreich schon seit
vielen Jahren einen wichtigen Beitrag als Brückenbauer.“
OeNB-Gouverneur Holzmann unterstrich weiters: „Seit 30 Jahren ist das
JVI der Förderung solider, evidenzbasierter Wirtschaftspolitiken in
der Region wie auch dem Wissensaustausch auf Expertenebene zwischen
Zentralbanken und öffentlichen Einrichtungen verpflichtet. Angesichts
der aktuellen Herausforderungen spielt der persönliche Austausch über
zentrale politische Fragestellungen eine noch wichtigere Rolle als
bisher.“
Über das JVI
Das JVI ist eine unabhängige internationale Organisation und das
älteste Mitglied eines Netzwerks aus regionalen Zentren für den
Kapazitätsaufbau, das der IWF betreibt. Zusammen mit einer Reihe
internationaler Institutionen und Partner bietet das JVI vor allem
Expertinnen und Experten aus Zentralbanken und aus der öffentlichen
Verwaltung ein breit gefächertes politikorientiertes Kursangebot. Die
Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer stammen aus Zentral-, Ost- und
Südosteuropa, dem Kaukasus, Zentralasien, dem Iran und der Türkei.
Ziel ist es, diese Länder bei der Stärkung ihrer
wirtschaftspolitischen Institutionen und Politik zu unterstützen, die
Zusammenarbeit in dieser Region zu fördern und den Aufbau regionaler
Expertennetzwerke in der öffentlichen Verwaltung zu ermöglichen.
Seit seiner Gründung im Jahr 1992 zählte das JVI rund 50.000
Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Kursen, welche die Bereiche
Wirtschafts-, Fiskal-, Geld- und Finanzmarktpolitik abdecken. Unter
den Alumni des JVI finden sich zahlreiche amtierende und ehemalige
Zentralbankgouverneurinnen und -gouverneure, Ministerinnen und
Minister sowie andere hochrangige Persönlichkeiten aus mehr als 30
Ländern.
Das zwischen dem IWF und Österreich geschlossene Memorandum of
Understanding wird alle vier Jahre überprüft – so zuletzt geschehen
im Jahr 2018.
Gehalten werden die JVI-Kurse in der Regel gemeinsam von Österreich
(BMF und OeNB) und dem IWF als Primärmitgliedern. Weitere JVI-Partner
sind die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD),
die Europäische Investitionsbank (EIB), die Internationale Bank für
Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD), die Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die
Welthandelsorganisation (WTO), die Europäische Kommission (EK), die
Internationale Arbeitsorganisation (ILO), die Europäische Zentralbank
(EZB) sowie die Zentralbanken Deutschlands, Frankreichs, Polens, der
USA und des Vereinigten Königreichs.
Weitere Informationen über das JVI und seine Primärmitglieder finden
sich unter:
Joint Vienna Institute (JVI): http://www.jvi.org
Internationaler Währungsfonds (IWF): http://www.imf.org
Bundesministerium für Finanzen (BMF): http://www.bmf.gv.at
Oesterreichische Nationalbank (OeNB): http://www.oenb.at
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