• 07.04.2022, 20:48:30
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  • OTS0225

Kulturausschuss – Heinisch-Hosek: Regierung lehnt Verlängerung der Kulturhilfen ab – „Pandemie ist nicht zu Ende“

Wichtigste Corona-Hilfen liefen Ende März aus – SPÖ will Fortsetzung und echtes Fair Pay für Künstler*innen

Utl.: Wichtigste Corona-Hilfen liefen Ende März aus – SPÖ will
Fortsetzung und echtes Fair Pay für Künstler*innen =

Wien (OTS) - Die Regierungsparteien haben heute im Kulturausschuss
einen SPÖ-Antrag auf Verlängerung der Kulturhilfen abgelehnt. Für
SPÖ-Kultursprecherin Gabriele Heinisch-Hosek ist das völlig
unverständlich: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Selbst wenn
Kunst- und Kultureinrichtungen nicht mehr unter den Einschränkungen
der strengen Lockdowns leiden, sind die Auswirkungen der Pandemie auf
die Branche immer noch enorm – sei es durch Ausfälle infolge von
Infektionen der Mitarbeiter*innen, sei es durch die Zurückhaltung des
Publikums angesichts der noch immer hohen Zahl an Infektionen, sei es
durch Unsicherheiten, was der Herbst bringt.“ Es sei falsch, dass
die Regierung die wichtigsten Hilfen ersatzlos mit Ende März
auslaufen ließ und heute den SPÖ-Antrag abgelehnt habe. Es brauche
weiter Instrumente der Unterstützung, vor allem für die finanziell
schlechter abgesicherten Institutionen.“ ****

Fast alle Hilfen, die zahlreiche Kulturbetriebe und Künstler*innen in
den letzten beiden Jahren über Wasser gehalten haben, sind Ende März
2022 ausgelaufen, beispielsweise der Härtefallfonds, der
Überbrückungsfonds der SVS oder der NPO-Fonds. „Keinesfalls darf man
jedoch Künstler*innen und Kulturinstitutionen in dieser nach wie vor
schwierigen Situation im Stich lassen. Angesichts fehlenden Publikums
stellt sich für viele Institutionen die Frage, ob sie Veranstaltungen
‚finanziell tragen‘. Leidtragende sind hier besonders
Kulturinstitutionen, die nicht durch eine fixe Basisabgeltung
abgesichert sind. Außerdem erfolgen in vielen Bereichen des
Kulturlebens Planungen langfristig, daher ist mit Auswirkungen noch
in den nächsten Jahren zu rechnen“, so Heinisch-Hosek. Dazu komme
die Unsicherheit, wie es im Herbst weitergeht, ob neue
Infektionswellen und damit wieder Einschränkungen drohen.

Die Pandemie hat zudem die Probleme bei Fair Pay, der fairen
Entlohnung von Kulturschaffenden, noch einmal deutlich in den Fokus
gerückt. Kulturstaatssekretärin Mayer hat dazu einen Prozess
gestartet, der prinzipiell zu begrüßen ist, von dem aber die
Vertreter*innen der Kultur sagen, dass er “auf Sand gebaut“ ist, wie
die IG Kultur und die IG Autor*innen heute kritisiert. Notwendig sei,
Fair Pay zu einem umfassenden Prinzip der Kulturpolitik zu machen.
„Es braucht nachhaltige Fair Pay-Maßnahmen – von Mindesthonorarsätzen
als Förderkriterien bis zu Musterverträgen, die subventionierte
Einrichtungen für ihre Verträge mit einzelnen Künstler*innen
verwenden sollen. Um Fair Pay zu diesem umfassenden Prinzip zu
machen, braucht es aber mehr als 6,5 Mio. Euro.“ (Schluss) ah

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