- 29.03.2022, 10:30:02
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Junge Industrie: Elementarpädagogik braucht Investitionsoffensive
JI-BV-Stv. Griller: Elementarbildung muss in hoher Qualität, ganztägig und ganzjährig zur Verfügung stehen
Utl.: JI-BV-Stv. Griller: Elementarbildung muss in hoher Qualität,
ganztägig und ganzjährig zur Verfügung stehen =
Wien (OTS) - Ein gewisses Verständnis äußerte der stv.
Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Nikolaus Griller, dafür,
dass heute in Wien wieder einmal Elementarpädagoginnen und -pädagogen
für eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen auf die Straße gehen:
„Eigentlich sollten solche Maßnahmen nicht notwendig sein. Es
herrscht breiter Konsens darüber, dass mehr Investitionen in die
Elementarbildung erstens in Österreich dringend notwendig sind und
sich zweitens auf lange Sicht ohnehin selbst finanzieren. Der Staat
würde, wie auch in der Vergangenheit, durch ein Mehr an Beschäftigung
auch mehr Steuereinnahmen generieren.“ In Wien sei man, auch bei der
Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Bildungsangebote für
unter-3-Jährige, vergleichsweise gut aufgestellt, aber „wir wissen,
dass es in manchen Bundesländern anders aussieht. In Österreich hängt
das Angebot elementarpädagogischer Einrichtungen damit vom Wohnort
ab. Das ist nicht zeitgemäß und eine Belastung für die angestrebte,
bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, so Griller.
So brauche es einmal den reinen Ausbau vorhandener Angebote: „Wir
benötigen rund 10.000 Betreuungsplätze für unter-3-Jährige, um das
Barcelona Ziel von 33 Prozent zu erreichen. Zudem braucht es echte,
ganztägige und ganzjährige Angebote sowie bundesweit einheitliche
Qualitätskriterien.“ In der Ausbildung von qualifiziertem Personal
brauche es des Weiteren einen Qualitäts- und Quantitätsschub, wie
Griller ausführte: „Das wird uns einiges kosten, aber die
bestmögliche Bildung und Betreuung unserer Kleinsten muss uns das
wert sein. Es wird hier auch darum gehen, den Pädagoginnen und
Pädagogen endlich jene Wertschätzung entgegenzubringen, die sie auch
verdient haben.“ Aus Sicht der JI müsse zumindest ein Aufschließen
Österreichs bei den Investitionen in frühkindliche Bildung auf den
EU-Schnitt von einem Prozent des BIP bis 2025 gelingen – laut
Statistik Austria lag man in Österreich 2019 mit 0,7 Prozent des BIP
deutlich unter dem Durchschnitt.
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