- 16.03.2022, 06:00:02
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Greenpeace: Mehrheit der Menschen in Ostregion besorgt über Orbán-Bauprojekt am Neusiedler See
Sorge um Naturschutz und Nationalpark durch Megaprojekt in Fertőrákos - Umweltschutzorganisation fordert sofortigen Baustopp
Utl.: Sorge um Naturschutz und Nationalpark durch Megaprojekt in
Fertőrákos - Umweltschutzorganisation fordert sofortigen
Baustopp =
Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat in den
Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland eine Umfrage zum
Mega-Projekt der ungarischen Regierung am Neusiedler See durchführen
lassen. Das Ergebnis zeigt: Die ÖsterreicherInnen in der Ostregion
sind klar gegen das Projekt, für das 60 Hektar Natur zerstört werden
sollen. 81 Prozent der Befragten sehen das Projekt und seine
Auswirkungen auf die Umwelt mit Sorge. Knapp 90 Prozent sehen dabei
die österreichische Bundesregierung in der Verantwortung. Sie soll
sich für die Einhaltung der zahlreichen Schutzabkommen und eine
grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung bei der Regierung
Viktor Orbáns einsetzen. Das von der ungarischen Regierung unter
Premier Viktor Orbán vorangetriebene 60 Hektar große Luxusresort wird
gerade inmitten des mehrfach geschützten Nationalparks Neusiedler See
gebaut. Besonders heikel ist der baldige Start der
Fundament-Betonierungsarbeiten: Sobald der Boden verdichtet und mit
Beton versiegelt wurde, ist der Schaden für die Natur angerichtet und
kaum mehr rückgängig zu machen. Greenpeace fordert daher den
sofortigen Baustopp des Megaprojekts, eine umfassende
Redimensionierung sowie eine grenzüberschreitende
Umweltverträglichkeitsprüfung.
“Die Österreicherinnen und Österreicher in der Ostregion wollen keine
Naturzerstörung am Neusiedler See. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen
überdeutlich, dass sich eine große Mehrheit Sorgen um dieses
einzigartige Naturschutzgebiet macht. Das Mega-Bauprojekt von Viktor
Orbán wird als größte Bedrohung für die Natur im Nationalpark
gesehen”, sagt Herwig Schuster, Sprecher bei Greenpeace in
Österreich. “Die österreichische Bundesregierung muss auf
diplomatischem und rechtlichem Weg Druck auf die Regierung in
Budapest ausüben, damit das Projekt auf ein erträgliches Maß
reduziert wird. Wenn das Projekt so umgesetzt wird wie derzeit
geplant, wäre das katastrophal für den Nationalpark und die zahllosen
Tier- und Pflanzenarten, die dort beheimatet sind”, so Schuster.
Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage sprechen eine deutliche
Sprache: So betrachten 81 Prozent der Befragten das Projekt und seine
Auswirkungen auf die Umwelt mit Sorge. Rund 88 Prozent erwarten sich
von der österreichischen Bundesregierung, dass sie sich für die
Einhaltung des Naturschutzes im österreichisch-ungarischen
Schutzgebiet einsetzen soll. Die Forderung, mit allen Mitteln eine
grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung von Ungarn zu
erwirken, unterstützen knapp 90 Prozent der Befragten. Außerdem muss
verhindert werden, dass das UNESCO-Weltkulturerbe Neusiedler See auf
die Rote Liste der UNESCO gesetzt wird - 86 Prozent sind dieser
Ansicht. Und sogar 97 Prozent der Befragten sehen eine Gefährdung des
Nationalparks und des Sees durch überhandnehmende Bautätigkeiten und
andere Faktoren.
Die repräsentative Befragung wurde vom Umfrageinstitut INTEGRAL
durchgeführt und richtete sich an 1000 Personen aus Wien,
Niederösterreich und dem Burgenland. Für den Mega-Freizeitkomplex mit
über 100 Zimmern, einem Parkhaus mit 880 Stellplätzen und einem
Yachthafen mit 850 Bootsliegeplätzen wird ein wertvoller Lebensraum
dauerhaft zerstört und der UNESCO-Welterbestatus der Region
gefährdet. Im Mai wird mit einer Entscheidung des EU-Kommission über
eine Beschwerde von Greenpeace gegen das Bauprojekt in Fertőrákos
gerechnet.
Die Zusammenfassung der Befragungsergebnisse finden Sie hier:
https://act.gp/3tbFQI2
Die EU-Beschwerde von Greenpeace Österreich finden Sie unter:
https://act.gp/3DyINVC
Ein Factsheet zum Mega-Projekt und der EU-Beschwerde finden Sie
unter: https://act.gp/3mSRbZv
Fotos von der Baustelle und von Greenpeace-Protesten gegen das
Bauprojekt finden Sie hier: https://act.gp/3Jd0xJu. Bei Angabe der
Fotocredits stehen die Bilder für redaktionelle Zwecke kostenfrei zur
Verfügung.
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