• 23.02.2022, 10:27:32
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  • OTS0071

Steiler Preisanstieg bei Wohnimmobilien in Österreich und CESEE

Wien (OTS) - Der starke Aufwärtstrend bei den Wohnimmobilienpreisen
hält unvermindert an – dies bestätigt auch die jüngste
Immobilienmarktanalyse der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) für
Österreich sowie für Zentral-, Ost- und Südosteuropa (CESEE). So
wurden in Österreich im vierten Quartal 2021 weiterhin Preiszuwächse
über der 10-Prozent-Marke verzeichnet – ein Trend, der seit fünf
Quartalen anhält (jeweils im Vorjahresvergleich). Auch in CESEE
blieben die Preisanstiege kräftig, sodass die Gesamtdynamik auf den
Wohnimmobilienmärkten in manchen Ländern Anlass zur Sorge
hinsichtlich Finanzstabilitätsrisiken gibt.

Wohneigentum wird immer teurer – steiler Aufwärtstrend in ganz
Österreich seit über einem Jahr ungebrochen

Im vierten Quartal 2021 lag der Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr
erneut über 10 Prozent − sowohl in Wien (11,3 Prozent) als auch im
restlichen Bundesgebiet (13,9 Prozent). Mit 12,6 Prozent im
gesamtösterreichischen Durchschnitt erreichte die Preissteigerung auf
den heimischen Wohnimmobilienmärkten damit einen neuen Höhepunkt.

Der OeNB-Fundamentalpreisindikator für Wohnimmobilien in Österreich
verzeichnete den stärksten Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr
1989 und erreichte im vierten Quartal 2021 einen Stand von 29,8
Prozent − 7,6 Prozentpunkte über dem Wert des Vorquartals. Die vom
Indikator angezeigte Abweichung von den Fundamentalfaktoren kam in
Wien sogar auf 35,6 Prozent, was einem Anstieg von 5,1 Prozentpunkten
gegenüber dem dritten Quartal 2021 entspricht.

Wohnimmobilienpreise in Zentral-, Ost- und Südosteuropa stiegen noch
schneller an als in der EU insgesamt

In CESEE verzeichneten die Wohnimmobilienpreise im zweiten und
dritten Quartal 2021 sehr hohe Wachstumsraten, die weiterhin über dem
EU-Durchschnitt lagen. Diese Entwicklung war von mehreren Faktoren
beeinflusst: Nachfrageseitig dürfte die allgemeine wirtschaftliche
Erholung eine Schlüsselrolle in der im zweiten und dritten Quartal
beobachteten Preisdynamik gespielt haben. Außerdem wurde die
Nachfrage nach Wohneigentum durch (teils recht großzügige) staatliche
Unterstützungsmaßnahmen zur Förderung des Wohnraumerwerbs in einigen
CESEE-Ländern angekurbelt. Finanzierungsseitig begünstigten die
niedrigen Zinssätze weiterhin das Wachstum der Wohnbaukredite.
Zusätzlicher Preisdruck ging von steigenden Baukosten und allgemeinen
Materialengpässen aus, die das Angebot an Neubauten einschränkten.
Die Entwicklungen in den Wohnimmobilienmärkten geben in einigen
CESEE-Ländern Anlass zur Sorge betreffend der Stabilität der dortigen
Finanzmärkte.

Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Ausgabe der
Immobilienmarktanalyse der OeNB: Property Market Review Q1/22 (nur
auf Englisch verfügbar):
www.oenb.at/Publikationen/Volkswirtschaft/immobilien-aktuell.html

Eine Landkarte zur Veranschaulichung harmonisierter
Wohnimmobilienpreise finden Sie hier. Zeitreihen für CESEE und den
Euroraum in Gegenüberstellung zu Österreich sowie Daten zum
österreichischen Immobilienmarkt finden Sie hier:
www.oenb.at/Geldpolitik/schwerpunkt_immobilienmarktanalyse.html

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