• 17.02.2022, 13:12:06
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  • OTS0125

Tierschutzprobleme bei AIA in Italien

ZAG weist Unterversorgung mit hochwertigem heimischem Geflügel zurück

Utl.: ZAG weist Unterversorgung mit hochwertigem heimischem Geflügel
zurück =

Wien (OTS) - Wien, 17. Februar 2022 (aiz.info). - Wie ARD und APA
gestern, Mittwoch, berichteten, wurden in einem Betrieb von Italiens
größtem Masthühnerproduzenten und Geflügelvermarkter, AIA,
gravierende Tierrechtsverstöße festgestellt. Die Dachorganisation der
österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG) verurteilt die Vorkommnisse
und fordert Aufklärung. Geflügelfleisch des italienischen Konzerns
wird auch über eine österreichische Handelskette vertrieben, die in
einer Aussendung die notwendige Listung von AIA-Produkten mit einer
Unterversorgung von österreichischem Geflügel argumentierte. Die ZAG
weist diese Behauptung entschieden zurück. "Der österreichische
Lebensmittelhandel kann zu jeder Zeit mit ausreichend hochwertigem
Geflügel aus Österreich versorgt werden. Der österreichische
gesetzlich festgelegte Haltungsstandard bei Geflügel gehört zu den
strengsten und für die Tiere besten Haltungsstandards weltweit. Wenn
Einkäufer des Lebensmittelhandels österreichische Geflügelprodukte
rechtzeitig bestellen, dann sind heimische Geflügelvermarkter immer
lieferfähig", betont ZAG-Obmann-Stellvertreter Markus Lukas.

Verantwortungsvoller Umgang mit Geflügel

Es liegt vor allem in der Verantwortung der Tierhalter, die
Betreuung der Tiere entsprechend deren Bedürfnissen zu gestalten.
Gesetzliche Bestimmungen wie auch die gesellschaftlichen Erwartungen
müssen dabei jedenfalls berücksichtigt werden. Fehlerhaftes Verhalten
muss, egal in welchem Land, aufgeklärt werden. Von AIA müssen nun
entsprechende Maßnahmen gesetzt werden, um ähnliche Vorkommnisse
zukünftig zu vermeiden. In Österreich sorgen regelmäßige Schulungen
für entsprechende Bewusstseinsbildung bei den Tierhalterinnen und
-haltern.

Gesetzliche Standards als Mindeststandard beim Einkauf
einhalten

Die ZAG appelliert an die Partner im Handel, beim Einkauf von
Geflügel den hohen österreichischen gesetzlichen Mindeststandard
einzuhalten. Schließlich basieren die strengen Bestimmungen für die
heimische Geflügelhaltung im Bundestierschutzgesetz auf einer
Vier-Parteien-Entscheidung im österreichischen Parlament und spiegeln
damit den Wunsch der Österreicherinnen und Österreicher nach einer
besonders tier- und umweltfreundlichen Geflügelhaltung wider. Das
Handelsunternehmen Billa hat sich bereits öffentlich zu diesem
Schritt bekannt und dient damit als Vorbild für verantwortungsvollen
Geflügeleinkauf in Österreich.

Das österreichische Mehrwertpaket bei Geflügel

Heimisches Geflügel hat bis zu 40% mehr Platz im Stall als in den
meisten anderen EU-Ländern, was für die Tiere mehr Licht, mehr Luft
und bessere Gesundheit bedeutet. Nicht umsonst konnte der Einsatz von
Tierarzneimitteln seit 2010 um zirka 60% reduziert werden. Heimisches
Geflügel wird nur mit gentechnikfreiem Futter gefüttert, das fast
ausschließlich aus Österreich oder Europa stammt. Der heimische
Geflügelgesundheitsdienst QGV und die dort organisierten
Geflügeltierärzte betreuen jede Geflügelherde und sorgen gemeinsam
mit den Bäuerinnen und Bauern für gute Gesundheit bei den Tieren. Die
jährlichen AMA-Gütesiegel-Kontrollen stellen die Einhaltung der
strengen gesetzlichen Bestimmungen sicher.

Vertrauen in heimische Qualität

ZAG-Obmann Franz Karlhuber rät Konsumentinnen und Konsumenten beim
Einkauf von Geflügel bewusst auf das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel zu
achten. Sie können damit sicher sein, hochwertiges österreichisches
Geflügel einzukaufen, das entsprechend den strengsten nationalen
Tierhaltungs- und Umweltstandards gehalten wurde. (Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIZ

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