- 14.02.2022, 08:17:58
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Spitalsärzte: Ärztekammer fordert COVID-19-Zulage für gesamtes Wiener Gesundheitspersonal
Auch Personal ohne COVID-19-Patientenkontakt extrem überbelastet – Gingold: „Wir haben mehr Wertschätzung verdient“
Utl.: Auch Personal ohne COVID-19-Patientenkontakt extrem
überbelastet – Gingold: „Wir haben mehr Wertschätzung
verdient“ =
Wien (OTS) - Die Ärztekammer für Wien erneuert angesichts der hohen
Fallzahlen und der Hospitalisierung im Normalbereich ihre Forderung,
dass Nebengebühren und Sonderzahlungen nicht ausschließlich für
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit COVID-19-Patientenkontakt
eingeführt werden, sondern dass dies dem gesamten Personal für die
besonderen Erschwernisse in der Bewältigung der Pandemie im
Spitalsbereich zugestanden wird. ****
„Im Sinne der Wertschätzung appellieren wir an die Politik und
Spitalsbetreiber, die außerordentlichen Leistungen des
Spitalpersonals auch zu honorieren“, so Gerald Gingold, Obmann der
Kurie angestellte Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien.
„Nicht nur die Intensiv- und COVID-Stationen, sondern unser gesamtes
Personal ist am Limit und hat sich das mehr als verdient.“ Auch
Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres sieht diese Problematik im
Rahmen des AKH bzw. der MedUni Wien ähnlich: „Hier hat man sogar
vergessen, die Ärztinnen und Ärzte in das Gesetz für die
COVID-19-Zulage miteinzubeziehen.“
Die massive Arbeitsverdichtung, entstanden durch das Abziehen von
Kapazitäten für die COVID-Patientenbetreuung, belastet laut Gingold
auch die Kolleginnen und Kollegen in den anderen Bereichen der
Krankenhäuser. „Wenn ich plötzlich zwei Jahre lang den Job von
anderen mittragen muss, weil kein zusätzliches Personal eingestellt
wird, dann betrifft mich die Pandemie genauso wie jene, die für die
Behandlung von COVID-19-Patienten abgezogen werden“, erklärt Gingold.
Eine spitalsübergreifende breit angelegte COVID-19-Zulage ist für
Gingold daher die „einzig faire Lösung“. Diese müsse von der Politik
und den Spitalsbetreibern „ehestmöglich“ beschlossen werden, da der
Unmut im Gesundheitspersonal steige. „Viele sagen, sie werden bis zum
Ende der Pandemie weitermachen, aber danach möglicherweise aufgrund
der Überlastung sowie der Geringschätzung durch den Arbeitergeber das
Handtuch werfen. Es muss daher raschest gegengesteuert werden, und
das bedeutet, dass nicht nur Zulagen, sondern auch eine umfassende
Gehaltsreform hier seitens der Politik angedacht werden muss“,
fordert Gingold. (ast)
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