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FPÖ – Hafenecker für Auslieferung Wögingers, um die Vorwürfe aufklären zu können

Wo Thomas Schmid und das Finanzministerium draufstehen, ist meistens ÖVP-Korruption drinnen

Wien (OTS) - Ein Chatverkehr zwischen Thomas Schmid und dem nunmehrigen ÖVP-Klubobmann August Wöginger rund um die Bestellung der Leitungsfunktion im Finanzamt Braunau ist für die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nun offenbar ausreichend, um die Aufhebung der Immunität des ÖVP-Klubobmanns zu beantragen und dadurch Ermittlungen wegen Anstiftung zum Amtsmissbrauch gegen ebendiesen zu starten. Für NAbg. Christian Hafenecker, den Fraktionsvorsitzenden der FPÖ im ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschusses, ist es nicht weiter überraschend, dass nun auch Wöginger ins Visier der Ermittler gerät: „Wie wir mittlerweile wissen, hat die türkise ÖVP das Land in einen Selbstbedienungsladen umgebaut – und da hat offenbar auch der ÖVP-Klubobmann zugegriffen. Wundern tut mich das ebenso wenig wie der Umstand, dass auch hier die Fäden bei Thomas Schmid zusammenlaufen. Er war offenbar die Drehscheibe der ÖVP-Korruption. Hier muss gründlich ermittelt werden, weshalb die Immunität Wögingers auch aufgehoben werden sollte.“

Vor allem im Einflussbereich des Finanzministeriums, dessen Generalsekretär Thoms Schmid jahrelang war, sei es Gang und Gäbe gewesen, für den „Familienbetrieb ÖVP“ aktiv zu werden, erinnerte Christian Hafenecker an die „Causa Wolf“, in deren Zuge Schmid ebenfalls der Jobwunsch einer Finanzbeamtin berücksichtigt haben soll. „Wo Thomas Schmid und das Finanzministerium draufstehen, ist meistens ÖVP-Korruption drinnen“, so Hafenecker, der auch gespannt darauf ist, wie der ÖVP-Parlamentsklub auf das Auslieferungsbegehr der WKStA reagieren wird: „Wenn es der Volkspartei wirklich um Aufklärung geht, dann muss sie ihren Klubobmann ausliefern.“

Es werde jedenfalls interessant sein, was im Zuge des ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschusses noch alles an die Oberfläche gespült werde. Hafenecker: „Dem Vernehmen bietet das beschlagnahmte Mobiltelefon von Thomas Schmid noch ausreichend Material, das zum Untersuchungsgegenstand passt. Die nächsten Monate werden das zeigen.“

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