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ÖH: Leistungsorientierte Universitätsfinanzierung steht qualitativem Universitätsbetrieb im Weg

Die ÖH kritisiert das leistungsorientierte Wirtschaften als ungeeignet, um den Bedürfnissen von Studierenden und dem Anspruch an freie Universitäten gerecht zu werden

Wien (OTS) - Die Budgetsteigerung von 12,5% in der Finanzierung der Universitäten sei zwar zu begrüßen - “von einer Ausfinanzierung sind wir allerdings noch weit entfernt”, kritisiert Sara Velić vom Vorsitzteam der ÖH. Für die Österreichische Hochschüler_innenschaft steht das leistungsorientierte System einem sozial gerechten und qualitativen Fokus im Weg, wie Velić ausführt: “Solange das Ziel weiterhin ist, möglichst schnell, möglichst viele Studierende zum Abschluss zu bringen, wird die Qualität der Lehre nicht verbessert werden können.”

Positiv bewertet die ÖH den Fokus auf Forschung im Bereich der Medizin und Nachhaltigkeit, wie Keya Baier aus dem Vorsitzteam feststellt: “Die Universitäten sind der Schlüssel dazu, die Gesundheits- und Klimakrise zu bewältigen. Dass das nun im Budget berücksichtigt wird, ist ein richtiger Schritt." Damit würde auch einer zentralen Forderung der ÖH nachgekommen werden, die Klimakrise in Forschung und Lehre zu fokussieren.

Kritisch sieht die ÖH weiter die Drittmittelfinanzierung, die auch mit den neuen Leistungsvereinbarungen ausgebaut werden soll. “Universitäten haben eine große gesellschaftliche Verantwortung. Wenn die Forschung und Lehre durch Drittmittel nur noch dem Interesse von Großkonzernen entgegenkommt, sehen wir hier einen Interessenkonflikt”, kritisiert Naima Gobara aus dem Vorsitzteam. “Unser Ziel ist die Ausfinanzierung der Universitäten durch den Staat”, macht Gobara abschließend den Standpunkt der ÖH klar.

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ÖH - Österreichische Hochschüler_innenschaft
Paul Benteler
Pressesprecher
+43 676 88852212
paul.benteler@oeh.ac.at
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