• 22.12.2021, 14:17:26
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  • OTS0154

Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich: GAP-Einigung sichert Nutztierbranche

Gesellschaftliche Forderungen nach mehr Tierwohl abgebildet

Utl.: Gesellschaftliche Forderungen nach mehr Tierwohl abgebildet =

Wien (OTS) - Der Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ) mit
den Dachverbänden der Rinder (Rinderzucht Austria, ARGE Rind),
Schweine (VÖS), Schafe, Ziegen (ÖBSZ), Geflügel (ZAG) und Pferde
(ZAP) sieht die Einigung zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) als
wichtigen Schritt für die Sicherung und Weiterentwicklung der
heimischen Nutztierbranche. Die tierhaltende Landwirtschaft deckt
fast die Hälfte der gesamten österreichischen landwirtschaftlichen
Produktion ab und leistet einen wichtigen Beitrag zur
Versorgungssicherheit der heimischen Bevölkerung mit tagtäglich
frischen Lebensmitteln.

"Wir danken im Namen der österreichischen Tierhalterinnen und
Tierhalter dem Landwirtschaftsministerium und insbesondere Frau
Bundesministerin Elisabeth Köstinger für ihren Einsatz und ihr
Engagement für das Zustandekommen dieses GAP-Strategieplans. Die
tierhaltende Landwirtschaft war in den intensiven Diskussionsprozess
eingebunden, für diese konnten wichtige Unterstützungen nun auf den
Weg gebracht werden", freut sich NTÖ-Obmann Josef Fradler.

So sind im zukünftigen Programm für die Nutztierbranche die
Stärkung der Ländlichen Entwicklung, die Förderung der Berg- und
benachteiligten Gebiete sowie die Qualitätsprogramme wie "QPlus Rind"
und "QPlus Kuh" von großer Wichtigkeit. Die gesellschaftlichen
Forderungen nach mehr Tierwohl werden durch die Unterstützung in
tiergerechte Haltungssysteme abgebildet. Beim Rind sind zukünftig
alle Rinderkategorien im ÖPUL förderbar, beim Schwein zukünftig auch
Ferkel sowie Freilandhaltung. Der Investitionsfördersatz für
besonders tierwohlfreundliche Stallungen wurde auf 35% bei Schwein
und Pute erhöht.

Für Mutterkuhbetriebe gibt es verstärkte Unterstützung durch
ÖPUL-Maßnahmen sowie für gefährdete Nutztierrassen Maßnahmen zur
Erhaltung. Weiters sind Leistungsabgeltungen für die Verwendung von
EU-Eiweißfuttermitteln und der Verzicht von Schwanzkupieren
vorgesehen. Für kleinstrukturierte Betriebe wurde die
Ausgleichszulage gestärkt, für die ersten 20 ha gibt es mehr
Abgeltung, die Prämie für den Almauftrieb von Wiederkäuern wurde
erhöht. "Wir freuen uns, dass diese Maßnahmen die Zukunft unserer
heimischen tierhaltenden Familienbetriebe sichern und den
österreichischen Weg, der sich durch Qualität und höchste Standards
auszeichnet, stärkt", so Fradler abschließend. (Schluss)

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