• 17.12.2021, 12:31:51
  • /
  • OTS0150

Salzer: „Erneuerbare Energie ist kein Allheilmittel gegen hohe Energiepreise“

Rund 2/3 des Energiebedarfs werden durch Öl, Gas und Kohle gedeckt. Allzu schnelle Umstellung auf Erneuerbare Energie geht mangels Infrastruktur auf Kosten der Versorgungssicherheit.

Utl.: Rund 2/3 des Energiebedarfs werden durch Öl, Gas und Kohle
gedeckt. Allzu schnelle Umstellung auf Erneuerbare Energie
geht mangels Infrastruktur auf Kosten der
Versorgungssicherheit. =

Wien/St.Pölten (OTS) - „Der Ausbau Erneuerbarer Energie ist ein
zunehmend wichtiges Element der Energieversorgung und wird von der
Industrie unterstützt. Dennoch sind wir leider noch weit davon
entfernt, ganz ohne fossile Energieträger auszukommen,“ sagt Thomas
Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung NÖ (IV-NÖ).

Rund zwei Drittel des österreichischen Endenergiebedarf entfallen
derzeit noch auf Öl, Gas und Kohle. „Der alleinige Ausbau
Erneuerbarer Energien ist daher leider kein Allheilmittel gegen die
aktuell rasant steigenden Strompreise, denn Wind- und Solarenergie
liefern derzeit noch viel zu wenig Energie“, sagt Salzer in Bezug auf
die jüngsten Aussagen der Österreichischen Energieagentur.

ZT: Zu lange Genehmigungsverfahren bei Netzausbau und
Anlagengenehmigungen

Darüber hinaus dauern die Genehmigungsverfahren für die fehlenden
Netzkapazitäten für neue Windräder und Wasserkraftwerke noch viel zu
lange, sodass die Versorgungssicherheit noch nicht gegeben ist. „Je
mehr wir auf Erneuerbare Energie setzen, desto wichtiger sind stabile
Netze, damit es nicht zu einem Blackout kommt“, so Salzer.

In der aktuellen Situation ist es daher wichtiger, die Unternehmen
bei den Energiekosten zu unterstützen, um die Wettbewerbsfähigkeit
nicht zu gefährden – etwa mithilfe einer raschen
Energieabgabenrückerstattung, dem Aussetzen der Ökostrompauschale
oder der Kompensation von indirektem Carbon Leakage (der Kompensation
von höheren Strompreisen aufgrund hoher Zertifikatskosten) nach
deutschem Vorbild.

Salzer: „Energie ist strategischer Produktionsfaktor“

„Um den Gaspreis zu stabilisieren, muss North Stream 2 sofort in
Betrieb genommen werden. Wenn das aus berechtigen politischen Gründen
gegenüber Russland derzeit nicht infrage kommt, muss Europa den
Betrieben die Mehrkosten für Gas ersetzen oder die europäischen
Gaspreise regulieren oder stützen. Wir können uns bei so
grundlegenden Themen wie sicherere Energieversorgung nicht auf
Zukunftshoffnungen verlassen. Energie ist ein strategischer
Produktionsfaktor. Auch bei der Nutzung aller aktuell vorhandenen
Potenziale werden wir nach wie vor Energie in großem Umfang
importieren müssen“, so Salzer.

Porträtfoto IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer:
https://docs.iv.at/s/mpXpdjcJ29d3QMF

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel