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Berlakovich: Wir sagen Nein zur Atomkraft und Ja zu erneuerbaren Energien

Atomkraft darf in EU-Taxonomieverordnung nicht als nachhaltig eingestuft werden

Wien (OTS) - Ein klares Nein zur Atomkraft und ein Ja zu erneuerbaren Energien kam heute, Mittwoch, vom ÖVP-Abg. Nikolaus Berlakovich anlässlich der Aktuellen Stunde zum Thema "Atomkraft ist keine Lösung für den Klimaschutz" im Plenum des Nationalrats. "Als vor zehn Jahren Fukushima explodierte, war das ein ziemlicher Schock. Jene Menschen, die bereits Tschernobyl miterlebt haben, haben sich an die damaligen Bilder von der rauchenden Ruine, nichtsahnenden, spielenden Kindern und Helfern, die völlig unzureichend geschützt waren, erinnert. Wieviele Menschen genau daran starben, weiß man bis heute nicht; und dann hat sich 25 Jahre später dasselbe in Japan – noch dazu in einem High-Tech-Land - wiederholt. Daher war Hoffnung groß, dass es zu einem Ende der Atomkraft in der Welt mit einem langsamen Ausgleiten kommt", so Berlakovich.

Die österreichische Bevölkerung habe sich gegen Atomkraft ausgesprochen. "Wir haben damals auch versucht, die Gunst der Stunde zu nutzen und eine Allianz der atomkraftfreien Staaten zu bilden und die Abschaffung von grenznahen Atomkraftwerken gefordert, wie beispielsweise auch jenes in Niederbayern, Isar 1." Als Bundeskanzlerin Merkel dann die Abkehr von Atomkraftwerken verkündete, sei dies aus heutiger Sicht ein gewaltiger Schritt gewesen.

Österreich habe auch erfolgreich auf europäischer Ebene Stresstests durchgesetzt. Erstmals mussten sich dabei alle Atomkraftwerke diesen Test unterziehen und unabhängige Expert/innen wurden zur Prüfung vor Ort zugelassen. "Umfangreiche Berichte haben dabei belegt, dass die Sicherheitsvorkehrungen oftmals unzureichend waren – nur die Konsequenzen sind leider ausgeblieben", bedauert Berlakovich, dass mit diesen Stresstests nicht mehr erreicht wurde.

"Heute wollen viele kurioserweise durch den Klimaschutz eine Renaissance der Atomkraftwerke. Bei der Klimakonferenz hat man sich auf große Ziele geeinigt, aber Länder wie Frankreich oder Großbritannien wollen mit der Begründung, dass durch Atomkraft kein CO2 freigesetzt werde, mehr Atomkraftwerke. Das ist einfach kurios", so Berlakovich. Die Zahlen seien jedenfalls besorgniserregend, wenn China über 40, Russland 24, Indien 14 oder die USA drei Atomkraftwerke planen.

Die EU-Kommission hat unter dem Titel Klimataxonimie ein Maßnahmenpaket beschlossen, dass auf die Finanzierung nachhaltiger Technologien abstellt und zur Klimaneutralität beiträgt. Es sei laut Berlakovich eine "gute Absicht", Investitionen in nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten und in Projekte, die zur Erreichung der Umweltziele beitragen sollen, zu tätigen. Es mute aber eigenartig an, wenn dann Atomkraft ebenfalls als "nachhaltiges Investment" gelte, noch dazu, wenn Investitionen von Land- oder Forstwirtschaft nicht dazu zählen. Österreich sei daher strikt gegen eine derartige Regelung, unterstricht der Mandatar. "Wir sagen Nein zur Atomkraft und Ja zu erneuerbaren Energien", schloss Berlakovich. (Schluss)

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