• 23.11.2021, 09:51:22
  • /
  • OTS0062

Linhart und Raab: „Jugendliche einzubinden schafft neue Perspektiven für Frieden und Toleranz “

Außenministerium zeichnet Top-Projekte im Rahmen des Intercultural Achievement Award 2021 aus.

Utl.: Außenministerium zeichnet Top-Projekte im Rahmen des
Intercultural Achievement Award 2021 aus. =

Wien (OTS) - Herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement für
interkulturellen und interreligiösen Dialog auszeichnen – dieses Ziel
verfolgt das Bundesministerium für europäische und internationale
Angelegenheiten seit 2014 mit seinem Intercultural Achievement Award
(IAA). Die aus über 230 Einreichungen aus aller Welt ausgewählten
Siegerprojekte 2021 kommen aus Albanien (Western Balkans Youth
Cooperation Platform), Bosnien und Herzegowina (Garden of
Opportunities), Indonesien (Alternative Narrative from Credible
Voices), Libanon (Arab Culture and Arts Network) und Nigeria
(Part-Time Teaching/ Coordinating Livelihood Skills). In den
österreichischen Sonderkategorien wurden für „Integration in
Österreich“ die ISO Integrations- und Sozialberatungsstelle in
Oberndorf und für „Bestes österreichisches Projekt“ Go Digital! des
Vereins Springboard ausgezeichnet. Die Preisverleihung des
Intercultural Achievement Awards 2021 ist ab heute, 23.11., 18 Uhr
auf www.intercultural-achievement.com abrufbar.

„Ich gratuliere den diesjährigen Gewinnern herzlich, es freut mich
besonders, dass die diesjährigen Sieger-Projekte einen so starken
Jugendbezug haben“, so Bundesminister Michael Linhart, der die Preise
gemeinsam mit Jugend- und Integrationsministerin Susanne Raab heute
Abend virtuell verleihen wird. „Viele zivilgesellschaftliche
Organisationen haben erkannt, dass die Einbindung junger Menschen
wichtig für die Schaffung einer nachhaltigen, friedlichen
Gesellschaft ist. Interkulturelle und interreligiöse
Dialoginitiativen können helfen, dass Jugendliche intolerante und
extremistische Einflüsse zurückweisen und stattdessen konstruktiv zur
Lösung globaler und nationaler Herausforderungen beitragen.“

„Der Intercultural Achievement Award ist ein Schlüsselprojekt des
interkulturellen Dialogs. Gerade die erfolgreichen und innovativen
Projekte aus Österreich zeigen auf, wie Chancen im interkulturellen
Zusammenleben genutzt und konkrete Herausforderungen der Integration
gemeistert werden können. Ich freue mich besonders, dass der
Sonderpreis für Integration in diesem Jahr an ein Projekt im
Bundesland Salzburg geht. Gerade in den Gemeinden und Regionen
passiert enorm viel für die Integration, vor allem auch dank des
Engagements vieler Ehrenamtlicher vor Ort“, erklärt
Integrationsministerin Susanne Raab.

Der Preis wurde dieses Jahr maßgeblich weiterentwickelt. Die
Kategorie Nachhaltigkeit kombiniert nun den Querschnittsbereich
Umwelt/Ökologie und interkulturelle bzw. interreligiöse
Herausforderungen. Neu eingeführt wurde – nicht zuletzt unter dem
Eindruck der COVID-19 Pandemie – die Kategorie Technologie, die
innovative Lösungen bei Dialog-Initiativen auszeichnet. Als
Anerkennung für die vielen hervorragenden Projekte österreichischer
NGOs wurde der Sonderpreis „Bestes österreichisches Projekt“ ins
Leben gerufen, womit für österreichische Organisationen nun neben der
Kategorie „Integration“ eine zweite, umfassendere Kategorie
eingeführt wird.

Heute startet auch die Webseite www.intercultural-achievement.com, wo
die herausragendsten interkulturellen und interreligiösen Projekte
seit dem Start des Preises im Jahr 2014 präsentiert werden. Damit
sollen Projektideen und „best practices“ leichter Verbreitung finden
und die Vernetzungsmöglichkeiten zwischen zivilgesellschaftlichen
Organisationen verbessert werden.

Das Bundesministerium für europäische und internationale
Angelegenheiten dankt dem Zukunftsfonds der Republik Österreich, der
Austrian Development Agency und dem Österreichischen
Integrationsfonds für ihre wertvolle langjährige Partnerschaft im
Rahmen des Intercultural Achievement Award.

Die Sieger des Intercultural Achievement Award 2021 sind:

Kategorie Technologie:
Cooperation and Development Institute/Albanien mit dem Projekt
“Western Balkans Youth Cooperation Platform (WBYCP)”.
Die Western Balkans Youth Cooperation Platform schafft sowohl online,
als auch offline einen Raum für Vernetzung verschiedener
Jugendinitiativen im Westbalkan. Junge Menschen aus der Region können
sich über ihre Anliegen austauschen, in Verbindung treten und
gemeinsame Aktionen planen.

Kategorie Nachhaltigkeit:
Centar za izgradnju mira (CIM) - Center for Peacebuilding/Bosnien und
Herzegowina mit dem Projekt “Garden of Opportunities”.
Im Garden of Opportunities entsteht ein Raum des Austausches für
Menschen unterschiedlicher ethnischer und religiöser Herkunft in dem
u.a. gemeinsam zu nachhaltiger Nahrungsmittelproduktion gelernt und
gearbeitet wird.

Kategorie Aktualität:
Tiro Association for Arts/Libanon mit dem Projekt “Arab Culture and
Arts Network (ACAN)”.
Das Arabische Kultur und Kunst Netzwerk im Libanon schafft eine
virtuelle kulturelle Brücke zwischen den Ländern im Nahen Osten und
ermöglicht Künstlern und Künstlerischen Einrichtungen auch in
COVID-19 Zeiten verbunden zu bleiben und einander zu unterstützen.

Kategorie Medien:
Ruangobrol.id/Indonesien mit dem Projekt “Alternative Narrative from
Credible Voices”
Auf der Website www.ruangobrol.id kommen de-radikalisierte Menschen
zu Wort, die ihre Beweggründe und Erfahrungen innerhalb
terroristischer Organisationen und ihren Weg zurück in die
Gesellschaft beschreiben. Mit diesen authentischen
Erfahrungsberichten werden Jugendliche angesprochen und zurück auf
einen friedlichen Weg geleitet.

Kategorie Innovation:
Future Prowess Islamic Foundation/Nigeria mit dem Projekt “Part-Time
Teaching/ Coordinating Livelihood Skills”
Die Future Prowess Islamic Foundation betreut im Bundesstaat Borno
über 2000 Waisen und Kinder aus benachteiligten Familien, darunter
viele Opfer des Boko-Haram-Konflikts. Durch eine umfassende Betreuung
inkl. Schul- und Lehrausbildung werden die Kinder extremistischen
Einflüssen entzogen und können sich eine nachhaltige Zukunft
aufbauen.

Sonderpreis für Integration in Österreich:
Verein Soziales Netzwerk Oberndorf/Salzburg mit dem Projekt „ISO
Integrations- und Sozialberatungsstelle“
Die Integrations- und Sozialberatungsstelle (ISO) bietet Beratungen
für interkulturelle und soziale Anliegen von Migranten und
Migrantinnen mit dem Ziel, die Bevölkerung im ländlichen Raum für
Integration zu sensibilisieren und Begegnungsräume zu schaffen.

Sonderpreis „Bestes österreichisches Projekt“:
Springboard-Verein zur Förderung von Talenten/Wien mit dem Projekt
„Go Digital!“
Die digitale Kluft zwischen arm und reich ist ein Phänomen, das
soziale Ungleichheit verstärkt und die Chancen von Jugendlichen aus
sozial schwachen Familien stark reduziert. In Online-Schooling-Zeiten
können nicht alle Schülerinnen und Schüler gut am Unterricht
teilnehmen, weil ihnen die technische Infrastruktur dafür fehlt. „Go
Digital“ sammelt daher gebrauchte Laptops, um diese dann bedürftigen
Jugendlichen u.a. mit Migrationshintergrund zu spenden.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MAA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel