- 17.11.2021, 11:02:59
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Österreichs Wohnimmobilienpreise stiegen auch im dritten Quartal 2021 weiter
Preisdynamik nahm in Wien im letzten Quartal stärker zu und im restlichen Bundesgebiet deutlich ab
Utl.: Preisdynamik nahm in Wien im letzten Quartal stärker zu und im
restlichen Bundesgebiet deutlich ab =
Wien (OTS) - Die aktuelle Ausgabe der Immobilienmarktanalyse der
Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zeigt eine weitere
Beschleunigung des Preisanstiegs für Wohnimmobilien. Auch im dritten
Quartal 2021 waren bei Wohnimmobilien sowohl in Wien (+10,2 Prozent)
als auch im restlichen Bundesgebiet (+10,6 Prozent; jeweils im
Vorjahresvergleich) weiterhin Preiszuwächse über der 10-Prozent-Marke
zu verzeichnen. Für Gesamtösterreich ergab sich nach +11,7 Prozent im
zweiten Quartal nun ein jährlicher Zuwachs von 10,4 Prozent im
dritten Quartal. Bezogen auf das Vorquartal beschleunigte sich die
Preisdynamik in Wien im dritten Quartal (+3,3 Prozent nach +2,2
Prozent im zweiten Quartal), während sie im restlichen Bundesgebiet
deutlich zurückging (+1,5 Prozent nach +2,7 Prozent).
Der Trend deutlicher Preissteigerungen hält in ganz Österreich nun
bereits seit fünf Quartalen an. Im Vergleich zum Vorquartal schwächte
sich die Preisdynamik jedoch etwas ab. Nach einem Plus von 3,9
Prozent im ersten Quartal stiegen die Preise österreichweit im
zweiten und dritten Quartal nur noch um jeweils 2,4 Prozent. Die
Dynamik im Bundesgebiet ohne Wien ging von 4,6 Prozent im ersten
Quartal und 2,7 Prozent im zweiten Quartal auf nunmehr 1,5 Prozent
zurück.
OeNB-Fundamentalpreisindikator für Wohnimmobilien: Abweichung der
Preise von Fundamentalfaktoren beschleunigt sich weiter
Der Fundamentalpreisindikator der OeNB für Wohnimmobilien deutet auf
eine zunehmende Überhitzung des Wohnimmobilienmarktes hin.
Weitere Expansion der Bautätigkeit und starker Anstieg der Kosten im
ersten Halbjahr 2021
Das erste Halbjahr 2021 war von einer weiteren Expansion der
Bautätigkeit und einem starken Anstieg der Baukosten gekennzeichnet.
Die Anzahl der Baubewilligungen befindet sich nach wie vor auf einem
hohen Niveau. Der in den letzten Jahren vorherrschende
Nachfrageüberhang hat sich bereits im Jahr 2020 abgebaut. Für das
Jahr 2021 wird österreichweit bereits mit einem Überangebot an
Wohnungen gerechnet. Für einige Regionen bzw. Marktsegmente herrscht
jedoch noch immer ein Wohnungsmangel vor.
Immobilien aktuell ist auf der Website der OeNB verfügbar:
www.oenb.at/Publikationen/Volkswirtschaft/immobilien-aktuell
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