• 17.11.2021, 10:45:02
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Studie von Ja! Natürlich, Greenpeace und FiBL: So können wir 40 Prozent der ernährungsbedingten Emissionen einsparen

Wissenschaftliche Untersuchung zeigt, wie durch biologische und gesunde Ernährung jährlich bis zu 5,3 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart werden können

Utl.: Wissenschaftliche Untersuchung zeigt, wie durch biologische
und gesunde Ernährung jährlich bis zu 5,3 Millionen Tonnen
Treibhausgase eingespart werden können =

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die
Bio-Marke Ja! Natürlich zeigen in einer aktuellen vom
Forschungsinstitut FiBL durchgeführten Studie, wo angesetzt werden
muss, um unsere Ernährung klimafreundlich zu gestalten. Konkret
können durch eine gesunde und fleischreduzierte Bio-Ernährung in
Österreich bis zu 5,3 Millionen Tonnen an Emissionen jährlich
eingespart werden – das sind 40 Prozent aller ernährungsbedingten
Treibhausgase und entspricht den jährlichen Emissionen von Tirol. Für
die Studie wurden die Treibhausgasemissionen von Produkten aus
biologischer, konventioneller sowie regionaler Produktion berechnet.
Der Warencheck belegt: Konventionelle Produkte weisen, selbst wenn
sie aus regionaler Produktion stammen, eine schlechtere Klimabilanz
auf als Bio-Produkte. Die Bio-Produkte schneiden durchschnittlich 25
Prozent besser ab, als die Konventionellen. Sind die Bio-Lebensmittel
auch regional produziert, verbessert sich dieser Wert auf 31 Prozent.

„Die Tatsachen liegen auf dem Tisch: Ernährungsbedingte Emissionen
machen in Österreich bis zu 30 Prozent der Gesamtemissionen aus.
Somit ist das Ernährungssystem einer der größten Schalthebel im Kampf
gegen die Klimakrise. Greenpeace fordert daher von
Landwirtschaftsministerin Köstinger einen Ausbau der
Bio-Landwirtschaft auf 40 Prozent und eine Reduktion von
Fleischproduktion und -konsum um 50 Prozent bis 2030. Nur so können
wir unsere Ernährung und Landwirtschaft klimafreundlich gestalten und
eine regionale Versorgungssicherheit gewährleisten”, sagt
Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin Natalie Lehner bei der
Präsentation der Studie in Rahmen einer Pressekonferenz.

„Bio boomt ungebrochen – im Vorjahr wurden 10 Prozent Bio-Anteil am
Umsatz im gesamten Lebensmittelhandel überschritten. Meine Vision ist
es, gemeinsam mit unseren Partnern in der Landwirtschaft diesen
Bio-Anteil in den kommenden fünf Jahren in unser aller Interesse auf
15 Prozent zu erhöhen. Denn die Formel ist einfach: Mehr Bio ist
immer auch mehr Klimaschutz“, setzt Ja! Natürlich Geschäftsführerin
Klaudia Atzmüller ein klares Ziel. Bestätigt fühlt sich Österreichs
Bio-Pionier durch die Studien-Ergebnisse: „Mit höchsten
Produktionsstandards leisten wir bei Ja! Natürlich seit jeher auch
einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz – das hat die aktuelle
Studie eindrucksvoll bestätigt. Wir nehmen die Empfehlungen aber auch
als Anlass, uns weiterzuentwickeln. Und die positiven Auswirkungen
von Bio auf das Klima noch stärker im Bewusstsein der Konsumentinnen
und Konsumenten zu verankern. Die Botschaft ist sehr klar: jeder kann
Klimaschutz am Teller betreiben, indem er vermehrt zu
Bio-Lebensmitteln aus Österreich greift“, kommentiert Klaudia
Atzmüller das Studienergebnis.

“Klimafreundliche Ernährung bedeutet vor allem die Reduktion des
Fleischkonsums und der Lebensmittelabfälle sowie der verstärkte
Konsum von Biolebensmittel bzw. eine Bioernährung. Der Biolandbau
bewirtschaftet die Flächen deutlich klimafreundlicher und
nachhaltiger, was zentral ist für eine dauerhafte und krisenrobuste
Lebensmittelversorgung. Dies muss in enger Verbindung mit einem
nachhaltigen und gesunden Ernährungsstil stehen“, erklärt
Studienautor Thomas Lindenthal vom Forschungsinstitut für
biologischen Landbau (FiBL) anlässlich der Präsentation der
Studienergebnisse in Wien.

Die Studie zeigt neben gravierenden Problemen in unserem
Ernährungssystem auch Lösungswege auf. „Wenn eine vierköpfige Familie
ihren Fleischkonsum auf ein gesundes Maß reduziert, lebt sie nicht
nur gesünder – sie kann auch den Bio-Anteil ihrer Ernährung um 70
Prozent steigern – und das ohne Mehrkosten”, betont
Greenpeace-Expertin Lehner: “Die Familie könnte dadurch 38 Prozent
der verursachten Treibhausgase einsparen.”

Zur Empfehlung der Studie, im Sinne des Klimas weniger Fleisch zu
konsumieren und wenn dann zu Bio-Fleisch zu greifen, betont Andreas
Steidl, Geschäftsführer und Leiter des Produkt-, Qualitäts- und
Rohstoffmanagements von Ja! Natürlich: „Die Studie zeigt
eindrucksvoll die Bedeutung artgerechter Fütterung und heimischer
Futtermittel für den Klima-Impact von Fleisch. Die Verwendung lokaler
sowie vielfältiger und biologisch erzeugter Futtermittel resultiert
in einer positiveren Klimabilanz bei Bio-Fleisch. Die Empfehlung muss
also sein, dass wenn man sich Fleisch gönnt, dieses aus heimischer
Bio-Produktion stammen sollte.“

Gesamtstudie: https://act.gp/Gesamtstudie_Klimaschutz_Ernaehrung

Factsheet: https://act.gp/Factsheet_Klimaschutz_Ernaehrung

Ab etwa 11:30 finden Sie Fotomaterial von der PK hier:
https://act.gp/20211117_GP_JN_PK

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