• 15.11.2021, 17:32:19
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Wir fordern Verlässlichkeit der Politik statt Ho-Ruck-Aktionen und Polit-Aktionismus

Wien (OTS) - 

Dass die Politik auf eine Pandemie mit Einschränkungen reagieren muss, ist für uns selbstverständlich. Der Kultursektor unternimmt seit Beginn der Krise alles, um sowohl das Kulturleben aufrecht zu erhalten als auch gesundheitliche Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

Kein Verständnis haben wir aber für – wie gerade jetzt wieder – überfallsartig umgesetzte Maßnahmen, die uns jede Möglichkeit zur Planung nehmen. Wir sehen uns zum nächsten Mal vor kaum lösbare Probleme gestellt – und das vor dem Hintergrund, dass sämtliche bestehende Hilfsmaßnahmen (NPO-Fonds, SVS-Überbrückungsfonds, Covid 19-Fonds des ksvf, Schutzschirm für Veranstaltungen, die Struktursicherung des BMKOES) bereits ausgelaufen sind oder in diesen Tagen auslaufen werden. Alle diese Fonds sind sofort zu verlängern, auch nachträglich für das zweite Halbjahr.

Dass große Teile der Bevölkerung, die noch ungeimpft sind, nun in so kurzer Zeit vollkommen von der Teilnahme am kulturellen Leben und von der kulturellen Arbeit ausgeschlossen werden, wird weitreichende und langfristige Konsequenzen auf den gesamten Sektor haben. Das Kulturleben fußt zu einem großen Teil auf ehrenamtlicher Mitarbeit und auch der Amateur-Bereich ist eng mit dem professionellen Kunst- und Kulturschaffen verwoben.

Seit heute ist auch das Angebot für Kinder und Jugendliche massiv eingeschränkt. Es kann kein außerschulisches Angebot mehr stattfinden. Aufführungen, Workshops oder Vorträge an Schulen und auch in Kultureinrichtungen sind bis auf Weiteres auf Weisung des Bildungsministeriums untersagt.

Dazu kommen wieder zahlreiche Absagen von Premieren und Aufführungen, die eine Maximierung des Arbeits- und Ressourcenaufwands nach sich ziehen und sich ebenso auf die Existenz der Akteur*innen und der Kultureinrichtungen negativ auswirken und vor allem kleinere und ehrenamtlich getragene Kulturvereine in den Regionen treffen.

Wir, die unterzeichnenden Verbände, Einrichtungen und Personen haben die jetzigen Entwicklungen bereits seit langem kommen sehen und wiederholt darauf hingewiesen, dass es rasch begleitende als auch Verlängerungen von Unterstützungsmaßnahmen geben muss. Bis jetzt scheint es aber weder die Ein- noch die Weitsicht zu geben, was passiert, wenn maßgebliche Entscheidungen zugunsten des Erhalts der österreichischen Kulturlandschaft vertagt oder noch schlimmer, ignoriert werden.

Wir fordern eine dringende und umfassende Kurskorrektur und die Wiederaufnahme der Fondstätigkeiten sowie die rasche Umsetzung von Begleitmaßnahmen zur weiteren Aufrechterhaltung des Kulturlebens.

Alle Unterzeichner*innen der Forderung finden Sie unter www.igkultur.at/artikel/verlaesslichkeit-der-politik

Rückfragen & Kontakt

Mirjam Steinbock - IG Kultur
+43 664 4600291
[email protected]

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