• 27.10.2021, 12:06:27
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ZAG: Ein Jahr Servicestelle für nachhaltige Beschaffung von Eiern und Geflügel

Küchenleiter werden zu AMA-Gütesiegel-zertifizierten Produkten beraten

Utl.: Küchenleiter werden zu AMA-Gütesiegel-zertifizierten Produkten
beraten =

Wien (OTS) - Wien, 27. Oktober 2021 (aiz.info). - Das Bekenntnis der
Bundesregierung zur regionalen Beschaffung von Lebensmitteln wurde
mit dem neuen naBe-Aktionsplan umgesetzt. Dieser gilt nun
verpflichtend für alle öffentlichen Einrichtungen. Küchenleiterinnen
und Küchenleiter sowie Einkäuferinnen und Einkäufer der öffentlichen
Beschaffung stehen nun vor der Herausforderung, sich an diese
geforderte Qualität bei der Beschaffung zu halten. Von der Zentralen
Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG)
wurde dazu das Projekt der Servicestelle für die nachhaltige
Beschaffung von Ei und Geflügel (SNEG) gestartet. Das von der EU
geförderte Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und feiert im
Oktober 2021 das einjährige Bestehen.

Eier aus Käfighaltung und Geflügelfleisch mit niedrigen
Haltungsstandards landen täglich auf heimischen Tellern. Gastronomen,
Küchenleiter und Einkäufer greifen noch immer zu solchen Produkten,
ohne sich über die tatsächlichen Haltungsbedingungen des Geflügels zu
informieren. Durch die Corona-Krise wurde zusätzlich klar, wie wenig
mit dem AMA-Gütesiegel zertifiziertes Geflügel in der Gastronomie und
Gemeinschaftsverpflegung verwendet wird. Trotz der wochenlangen
Schließung der Gastronomie und vielen Einrichtungen der
Gemeinschaftsverpflegung wurde ein Wachstum der Mastgeflügelbranche
gemessen. Dieses ist auf einen höheren Absatz im
Lebensmitteleinzelhandel zurückzuführen.

In Österreich sind mehr als 90% der Geflügelbetriebe mit dem
AMA-Gütesiegel zertifiziert. Zentraler Auftrag der Servicestelle ist
es, Küchenleiter und Einkäufer über die hohe Qualität der mit dem
AMA-Gütesiegel zertifizierten Geflügel- und Eiprodukte zu
informieren. Das SNEG-Projekt setzt dabei auf Bewusstseinsbildung bei
den Einkäufern und unterstützt die Unternehmen auch bei der
Verfügbarkeit und der Kommunikation mit Eipackstellen und
Schlachthöfen.

Bewusstseinsbildung für mehr Qualität

"In vielen Küchen wird immer noch zu wenig auf das AMA-Gütesiegel
geachtet. Das Gütesiegel steht für einen sehr hohen
Produktionsstandard, wie eine tierfreundliche Haltung und Donau
Soja-zertifiziertes Futter bei Legehennen", betont der
stellvertretende Obmann der ZAG, Markus Lukas. "SNEG ist
unersetzlich, um eine Bewusstseinsbildung bei den relevanten
Stakeholdern zu erreichen. Dazu wurden vom SNEG-Team Beratungen,
Webinare, Exkursionen und Koch-Workshops organisiert und auch schon
durchgeführt", so Lukas.

Öffentliche Hand soll ihre Verantwortung wahrnehmen

ZAG-Geschäftsführer Michael Wurzer sieht konkret die öffentliche
Hand in der Verantwortung: "Durch besonders strenge gesetzliche
Bestimmungen und das AMA-Gütesiegel haben wir weltweit einen der
höchsten Produktionsstandards. Durch die hohe Anzahl der
zertifizierten Betriebe in Österreich sind wir sehr stolz auf unsere
tierfreundliche Haltung und ein lückenloses Kontrollsystem. Der Bund
steht nun in der Verantwortung, sein Bekenntnis zur hohen Qualität
und der tierfreundlichen Haltung wahrzunehmen und nicht auf weit
gereiste Geflügel- oder Eiprodukte aus Ländern mit geringeren
Produktionsstandards zu setzen."

SNEG wurde vor rund einem Jahr als Pilotprojekt gegründet. Die
Servicestelle hat in der bisherigen Projektlaufzeit eine Website für
das Projekt, eine Datenbank mit relevanten Kontakten, Beratungsfilme,
Infobroschüren und Infografiken erstellt. Vorstellungsmeetings,
Beratungen (persönlich und online) sowie Webinare wurden bereits
erfolgreich durchgeführt. Viele relevante Stakeholder konnten in der
ersten Hälfte der Projektlaufzeit bereits erreicht werden. Bei der
Umsetzung werden Synergien mit anderen Projekten genutzt. Es wird eng
mit dem "Forum Österreich isst regional" der Bundesbeschaffung GmbH
(BBG) zusammengearbeitet. Durch die Corona-Krise starten viele der
Bildungsangebote im Herbst 2021. Die Projektkommunikation erfolgt
über einen Newsletter sowie einen Facebook- und einen LinkedIn-Kanal.
SNEG wird mit Mitteln aus dem ELER Programm LE 14-20 unterstützt.
Weitere Informationen sind auf der Website www.sneg-online.at
verfügbar. (Schluss)

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