• 04.10.2021, 09:44:32
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NTÖ: Danke an unsere Nutztiere am Welttierschutztag

Veredelungswirtschaft fordert faire Preise und Herkunftskennzeichnung

Utl.: Veredelungswirtschaft fordert faire Preise und
Herkunftskennzeichnung =

Wien (OTS) - Der Welttierschutztag am 4. Oktober hat eine große
Tradition. Für den Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ)
ist dieser Aktionstag ein willkommener Anlass, den Wert unserer
Nutztiere für die Gesellschaft und die Ernährungssicherheit sowie
deren hochqualitative Produkte in den Mittelpunkt zu rücken. In
Österreich werden rund 1,8 Mio. Rinder, 2,7 Mio. Schweine, 20 Mio.
Stück Geflügel, 394.000 Schafe, 93.000 Ziegen und 130.000 Pferde
betreut. "Die tierhaltende Landwirtschaft ist sehr kleinstrukturiert
und wird vorwiegend von Familien geführt. Die Aktivitäten sind breit
gefächert, sie reichen von der Erzeugung von Fleisch, Geflügel,
Eiern, Milch und Milchprodukten über die Almwirtschaft,
Grünlandbewirtschaftung, Landschaftspflege sowie Direktvermarktung
bis zu Tourismus- und Freizeitangeboten mit Beherbergung und
Veranstaltungen wie 'Tag der offenen Stalltür' oder 'Schule am
Bauernhof'. Bei all dem steht Tierwohl immer an oberster Stelle",
betont NTÖ-Obmann Josef Fradler.

"Das Thema Tierwohl gewinnt in der Öffentlichkeit immer mehr an
Bedeutung, die Nutztierbranche selbst bringt sich in dieser Hinsicht
mit vollem Engagement ein. Wir pflegen einen intensiven Austausch mit
den Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis", informiert
Fradler. Im Bereich Tierwohl und Tiergesundheit sind dies
insbesondere das Landwirtschafts- und Gesundheitsministerium, die
Universitäten für Veterinärmedizin und Bodenkultur, die AGES, die
Veterinärbehörden, die Labors, der Tiergesundheitsdienst und die
Tierärzteschaft. Verschiedene Forschungsprojekte haben das Ziel,
Gesundheitsdaten zu vernetzen und einen Mehrwert für die Verbesserung
der Tiergesundheit zu generieren. So soll in der Praxis der Einsatz
von Antibiotika reduziert, die Langlebigkeit der Tiere gefördert und
eine nachhaltige Tierhaltung gesichert werden. Der von
Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger initiierte Tierwohlpakt
zum Ausbau von Tierwohl- und Lebensmittelstandards ist ein wichtiger
Schritt für die Weiterentwicklung der heimischen Nutztierbranche.

Strenge Kontrollen

In Österreich sind die Kontrollen zum Tierschutz streng. Dies
betrifft einerseits die Überprüfungen am Betrieb, andererseits bei
Veranstaltungen, bei Schlachtungen, beim Transport bis hin zu
Futtermitteln. Das AMA-Gütesiegel mit einer Vielfalt von
Qualitäts-und Markenprogrammen garantiert lückenlose nachvollziehbare
Lebensmittel und wird laufend weiterentwickelt. Auf den 21.000
Kontrollbetrieben der Milch- und Fleischleistungsprüfung werden neun-
bis elfmal im Jahr Daten wie Milchmenge, Milchinhaltsstoffe sowie
Fitness- und Gesundheitsparameter erhoben.

"Die tierhaltende Landwirtschaft macht 47% der gesamten
österreichischen landwirtschaftlichen Produktion aus und leistet
einen enormen Beitrag zur Versorgungssicherheit der heimischen
Bevölkerung, wie die Corona-Gegebenheiten deutlich gezeigt haben",
unterstreicht Fradler. "Nun ist es höchst an der Zeit, dass die
tagtägliche Arbeit unsere heimischen Bäuerinnen und Bauern mit fairen
Preisen abgegolten wird", so der Obmann. Neben einem höheren Anteil
an der Wertschöpfungskette fordern die Vertreter der
Veredelungswirtschaft eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in
der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Dies würde mehr
Transparenz und Tierwohl auf die Teller der Konsumentinnen und
Konsumenten bringen sowie der bäuerlichen Nutztierbranche
Zukunftsperspektiven.

NTÖ vertritt Interessen der Tierhalter und koordiniert
Aktivitäten

Die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der österreichischen
Rinderzüchter (ZAR), der Verband Österreichischer Schweinebauern
(VÖS), der Österreichische Bundesverband für Schafe und Ziegen
(ÖBSZ), die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der österreichischen
Geflügelwirtschaft (ZAG) sowie die Arbeitsgemeinschaft Rind (ARGE
Rind) und die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer
Pferdezüchter (ZAP) haben 2016 den gemeinsamen Dachverein
"Nachhaltige Tierhaltung Österreich" gegründet. Damit sollen
gemeinsam die Interessen der Tierhalter aller Sparten vertreten und
agrarpolitische Themen koordiniert behandelt werden. (Schluss)

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